Aufrufe
vor 3 Monaten

Abschied | 04/2017

  • Text
  • Abschied
  • Chemnitz
  • Menschen
  • Zeit
  • Trauer
  • Bestattung
  • Trauerfall
  • Verstorbenen
  • Vorsorge
  • Beispielsweise

Abschied VORSORGE Finanziell vorsorgen Für den Fall der Fälle Geld ansparen –aber wie? Wer seinen Verwandten nach seinem Ableben keine Bestattungskosten aufbürden möchte, muss entsprechende finanzielle Vorsorge treffen. Damit wird gesichert, dass genügend Geld da ist für eine würdige Beisetzung und diesbezügliche eigene Wünsche auch umgesetzt werden können. Die einfachste Methode ist es, Geld auf einem Konto oder Sparbuch anzusparen. Diese einfache Methode ist aber auch zugleich die unsicherste. Es gibt keine Garantie, dass dieser Betrag auch wirklich von den Erben für die Beisetzung und Trauerfeier verwendet wird. Sparbücher, Girokonten und Lebensversicherungen sind zudem nicht für die Bestattungsvorsorge geeignet, wenn man zum Sozialfall wird. Das passiert oft, wenn der Pflegefall eintritt. Wenn man im Alter noch Sozialhilfe beantragen will, muss man zunächst das Ersparte aufbrauchen. Das schließt auch die Ersparnisse auf dem Sparkonto für die Bestattung ein. Sozialgerichte belassen aber ein Schonvermögen auf diesem Konto, wenn die sogenannte Zweckgebundenheit bewiesen werden kann. Sterbegeldversicherung Eine nach wie vor weit verbreitete Methode ist die klassische Sterbegeldversicherung. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der Kapitallebensversicherung. Das heißt: Der Versicherte zahlt in der Regel monatlich Beiträge in die Versicherung ein. Kommt es dann zum Leistungsfall (in diesem Fall dem Tod des Versicherungsnehmers), wird die vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten zur Deckung der Bestattungskosten ausgezahlt. Um eine geeignete Versicherungssumme festzulegen, sollte man sich vor Abschluss einer Sterbegeldversicherung über die zu erwartenden Kosten der jeweiligen Bestattung inklusive der Kosten für Grabpflege, Trauerredner, Steinmetz, etc. erkundigen. Wer glaubt, dass die Sterbegeldversicherung automatisch zweckgebunden für die Begleichung der Bestattungskosten eingesetzt wird, ist im Irrtum. Wer dies sicherstellen möchte, muss beispielsweise unwiderruflich einen Begünstigten einsetzen, der wiederum dafür sorgt, dass der Betrag wirklich nur für den gedachten Zweck eingesetzt wird. Vor dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung sollten Sie sich daher umfassend beraten lassen. Vorsorgevertrag und Treuhandkonto Viele Bestattungsunternehmen bieten mittlerweile Vorsorgeverträge an. Dabei handelt es sich um die Festlegung organisatorischer Details der Bestattung und gleichzeitig eine finanzielle Vorsorge. Der Verbraucher legt also zusammen mit dem jeweiligen Bestatter genau fest, wie die Beisetzung später aussehen soll (beispielsweise, welcher Sarg gewünscht wird, wie sich der Ablauf der Trauerfeier gestalten soll, usw.). Die Kosten dafür werden noch zu Lebzeiten gezahlt –das entlastet einerseits die Angehörigen Anzeigensonderveröffentlichung 10

VORSORGE Abschied iStockphoto, ©gpointstudio Anzeigensonderveröffentlichung finanziell und garantiert andererseits, dass den eigenen Wünschen Folge geleistet werden kann. Wer einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen abschließt, sollte unbedingt darauf achten, dass das Geld für die Bestattung auf einem Treuhandkonto liegt. So ist es bei einer Insolvenz des Bestattungsinstituts geschützt. Treuhandkonto Eine sichere Möglichkeit der finanziellen Vorsorge ist ein Treuhandkonto, beispielsweise bei der „Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG“. Sie ist eine Einrichtung des „Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V.“ und auf die benannte Verwaltung von für die Bestattungsvorsorge bestimmten Geldern spezialisiert. Sie unterliegt dem strengen deutschen Aktienrecht; die Treuhandeinlage wird zusätzlich durch eine Ausfallbürgschaft der Sparkasse Wuppertal abgesichert und steht zudem unter der ständigen Kontrolle eines Aufsichtsrates. Während für eine zukünftige Bestattung auf einem normalen Sparkonto angelegte Vermögen häufig bei einem Antrag an das Sozialamt auf Übernahme der Heimkosten für pflegebedürftig gewordene Menschen zwangsweise aufgelöst werden, ist die Geldanlage auf einem Treuhandkonto bei der „Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG“ auch in diesem Fall sicher. Der Grund: Das Geld ist zweckgebunden angelegt und der Gesetzgeber hat für diese Vermögen einen Schonbetrag in Höhe von 5.200 Euro pro Person vorgesehen. Auch das bereits vorab ausgesuchte Bestattungsunternehmen hat keinen Zugriff auf die angelegten Gelder; die Einzahlung erfolgt normalerweise direkt an die Treuhand AG. Erst im Todesfall wird das Treuhandvermögen nach der vertragsgemäßen Ausführung der Bestattung einschließlich der aufgelaufenen Zinsen an den Bestatter ausgezahlt. y 11