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Abschied | 04/2017

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Abschied VORSORGE Erbrecht in der EU Letzter gewöhnlicher Aufenthaltsort entscheidend Somancher Deutsche sucht sich im Alter im europäischen Ausland einen Wohnsitz, um beispielsweise das wärmere Klima zu nutzen. Dies kann erbrechtliche Auswirkungen haben, denn nach der EU-Erbrechtsverordnung hat das Wohnsitzprinzip das Staatsangehörigkeitsprinzip ersetzt. Der letzte gewöhnliche Aufenthaltsort des Erblassers ist für die Anwendung des Erbrechts entscheidend. Da die nationalen Regelungen im Erbrecht teilweise erheblich voneinander abweichen, kann das Auswirkungen auf die gesetzliche Erbfolge, Pflichtteilsansprüche, Schenkungen oder Nachfolgeregelungen haben. Auch letztwillige Verfügungen in einem Testament können betroffen und nicht mehr wirksam sein. Daher sollten deutsche Bürger, die ihren Lebensabend im Ausland verbringen möchten, bestehende Testamente überprüfen lassen bzw. vor der Errichtung eines Testaments die jeweiligen nationalen Vorschriften und Gesetze im Erbrecht beachten. Sehr oft benutzen deutsche Ehegatten das so genannte Berliner Testament, in dem sich die Ehepartner gegenseitig zu Alleinerben einsetzen und die Kinder zu Schlusserben bestimmen. Allerdings ist diese Form des Testaments nicht in jedem EU-Mitgliedsstaat bekannt, sodass es im Erbfall unter Umständen als unwirksam betrachtet werden könnte. Selbstverständlich können Erblasser auch die unterschiedlichen Gesetzeslagen im Erbrecht gezielt zum Vorteil ihrer Erben ausnutzen. Dazu bedarf es jedoch Fachwissen und ein genauesAbwägung der Interessendes Erblassers. Es muss aber auch nicht zwingend das Erbrecht des Staates angewendet werden, in dem der letzte gewöhnliche Aufenthaltsort liegt. Im Testament kann auch ausdrücklich verfügt werden, dass das Erbrecht des Heimatlandes des Erblassers zur Anwendung kommen soll. y iStockphoto, ©kunertus Anzeigensonderveröffentlichung 18

STERBEBEGLEITUNG Abschied Wir können das Leben eines Todkranken nicht verlängern, aber wir können die gemeinsame Zeit, die noch bleibt, lebenswert machen. Einem Sterbenden in seinen letzten Tagen beizustehen, hilft ihm und uns, Abschied zu nehmen. y iStockphoto, ©Highwaystarz-Photography Glücksmomente schaffen Die Zeit, die bleibt, lebenswert gestalten Anzeigensonderveröffentlichung Zuwissen, dass ein geliebter Mensch bald von uns gehen wird, stürzt schnell in tiefe Trauer: Es packt uns Angst, Sorge und Verzweiflung, weil man vermeintlich nicht helfen kann. Der Gedanke ist unerträglich schwer, dass ein geliebter Mensch bald nicht mehr da sein wird. Und es ist schwer, einem sterbenden Menscheninden letzten Tagen seines Lebens beizustehen, ihn beim Sterben zu begleiten. Angesichts dessen fühlen wir uns oft hilflos, aber wir können helfen und letztlich helfen wir uns selbst damit auch: Wir können die Zeit, die ihm noch bleibt, lebenswert machen. So schwer es auch fallen mag, akzeptieren Sie die Situation und seien Sie dankbar für jede gemeinsame Stunde, die verbleibt. Nutzen Sie diese Zeit, um Glücksmomente zu schaffen, die den Sterbenden überraschen oder auch Freudentränen über die Wangen laufen lassen. Gemeint sind damit keine aufwendig organisierten Events. Denn für einen Sterbenden bedeutet Glück oftmals das, was wir im normalen Leben schon als Selbstverständlichkeit betrachten. Vielleicht noch einmal einen Sonnenaufgangvon einer Aussichtsplattform erleben und den Anblick der geliebten Heimat in sich aufsaugen. 19