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Abschied | 04/2017

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Abschied TRAUERFALL Eine Pflicht, die wir meist als Bedürfnis empfinden Wer muss sich um die Bestattung eines Verstorbenen kümmern? Wenn ein nahestehender geliebter Mensch stirbt, empfinden wir es als inneres Bedürfnis, im Rahmen einer würdigen Trauerfeier Abschied zu nehmen und uns darum zu kümmern, dass er eine letzte Ruhestätte findet, an der wir seiner gedenken können. Für die Bestattung zu sorgen, ist uns wichtiges persönliches Anliegen, keinesfalls Pflicht oder gar Zwang. Ganz anders sieht es aus, wenn ein Verwandter verstirbt, zu dem wir keine bzw. keine gute Beziehung hatten. Unter bestimmten Umständen kann es nämlich sein, dass wir trotzdem verpflichtet sind, uns um seine Bestattung zu kümmern und für die Kosten aufzukommen, auch wenn uns nichts mit dieser Person verband, weil wir beispielsweise nie Kontakt zu ihr hatten oder wir uns gar von ihr vor Jahren am Ende eines langen Zerwürfnisses im Bösen getrennt haben. Blick in die Geschichte Warum es in Deutschland überhaupt eine Bestattungspflicht gibt, wird vielleicht deutlich, wenn wir einen Blick zurück in die Geschichte werfen. In unserer Region ist es bereits seit dem Mittelalter gesetzlich vorgeschrieben, einen Verstorbenen ordentlich zu bestatten. Einerseits wollte man damit den Ausbruch von Krankheiten und Seuchen vorbeugen. Anderseits verlangten die religiösen Vorschriften, dass der Mensch in geweihter Erde bestattet werden sollte. Zunächst oblag die Aufgabe der Bestattung allein den Kirchen, die die Bestattungen innerhalb ihrer Kirchhöfe vornahmen. Doch das änderte sich mit der Zeit. Mit der Entstehung nichtkirchlicher Friedhöfe, ging die Pflicht mehr und mehr auf die Angehörigen über, die nun auch die Wahl hatten, den Verstorbenen auf einer kom- Anzeigensonderveröffentlichung 30

TRAUERFALL Abschied » DieErinnerung ist daseinzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.« Jean Paul munalen Ruhestätte beerdigen zu lassen, wo Menschen jeder Konfession oder ohne Konfession bestattet werden können. Heutzutage wird die Bestattungspflicht in den einzelnen Bestattungsgesetzen der Bundesländer geregelt. Allerdings unterscheiden sich diese nur in wenigen Details. In der Bundesrepublik herrscht zudem der sogenannte Friedhofszwang, das heißt, dass Menschen nur auf dafür ausgewiesenen Friedhofsflächen bestattet werden dürfen. Eine Beisetzung beispielsweise auf eigenem Grund und Boden oder das Verwahren der Urne in der heimischen Vitrine sind in Deutschland nicht zulässig. Eine Aufgabe der nächsten Angehörigen Den Gesetzgeber interessiert es nicht, in welcher persönlichen Beziehung wir zu einem Verstorbenen standen, er hat die Bestattungspflicht über den Verwandtschaftsgrad geregelt. Das heißt, die Bestattungspflicht lastet grundsätzlich auf den nächsten lebenden Angehörigen des Verstorbenen. Das ist also zunächst der Ehe- oder der eingetragene Lebenspartner. Hat der Verstorbene keinen Ehe- oder Lebenspartner, fällt die Bestattungspflicht auf die Kinder. Gibt es auch keine Kinder, sind die engsten noch lebenden Angehörigen in der Pflicht, sich um die Beisetzung zu kümmern. Diese Bestattungspflicht erstreckt sich bis zu Verwandten dritten Grades, das betrifft also Nichten und Neffen, Urgroßeltern, Urenkel sowie Tante und Onkel. Existieren keine Bestattungspflichtigen und hat der Verstorbene keine eigenen Vorsorgen getroffen, so wird die Bestattungvon behördlicher Seite aus veranlasst. y Anzeigensonderveröffentlichung Bestattungen G. Bögel OBERER GRABEN GmbH Tagund Nacht 03741/2202 83 08527 Plauen, Oberer Graben 21 –23 mit eigener Trauerhalle für individuelle Trauerfeiern und Abschiednahmen 31