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Abschied | 04/2017

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Abschied VORSORGE iStockphoto, ©lisa_l nungen (Friedhofssatzung) verstoßen. Wer beispielsweise auf einemganz bestimmten Friedhof beigesetzt werden möchte, sollte abklären, ob dort aucheventuelleWünsche bezüglich der Gestaltungdes Grabs oder des Grabmals erlaubt sind. Selbstverständlich müssendie Wünsche auchimfinanziellenRahmen bleiben, ansonstensinddie Hinterbliebenennichtdaran gebunden. sind. Alternativ können Bestattungsverfügungen auch an vertrauenswürdige Personen abgegeben werden, die vermutlich frühzeitig vom Tode erfahren werden. Ferner können gesonderte Ausfertigungen beim zuständigen Pfarramt, der Friedhofsverwaltung und dem gewünschten Bestattungsunternehmen hinterlegt werden. y Wo aufbewahren? Was nützt die gewissenhaft erstellte Bestattungsverfügung, wenn sie nicht oder zu spät gefunden wird? Daher sollte genau überlegt werden, wo dieses Schriftstück gut aufgehoben ist. Es sollte also ein Ort sein, der ein schnelles Finden durch die Angehörigen garantiert. Besonders bieten sich Plätze an, an denen auch der Personalausweis, die Krankenkarte und andere wichtige Unterlagen platziert TIPP Bestattungsverfügung Da die Testamentseröffnung im allgemeinen frühestens drei Wochen nach dem Eintreten des Todesfalls erfolgt, sollte die Bestattungsverfügung nicht Bestandteil des Testaments sein. Zum Zeitpunkt der Testamentseröffnung ist die Bestattung gewöhnlich bereits erfolgt. Anzeigensonderveröffentlichung 8

VORSORGE Abschied Kostentragungspflicht Wer kommt für die Bestattungskosten auf? Obwohl viele Senioren Vorsorge treffen und Geld für die eigene Bestattung ansparen, ist grundsätzlich niemand dazu verpflichtet, die Kosten für die eigene Beerdigung aufzubringen. Wie die Bestattungspflicht ist auch die Kostenübernahme klar geregelt. In der sogenannten Kostentragungspflicht ist festgelegt, dass die Erben für die Beisetzung aufkommen müssen. Meistens ist der Bestattungspflichtige auch gleichzeitig der Kostenpflichtige. Sollte aber jemandanderes als der Erbe die Bestattungskosten zahlen, kann derjenige die Summe zurückfordern. finanzielle Hilfe gewährt wurde, erhöhte sich im selben Zeitraum von 1685 auf 1760. Bezahlt werden vom Sozialamt unter anderem Kosten für den Sarg, einfachen Grabschmuck, Benutzung einer Feierhalle oder Kapelle, Grabstein, Grabplatte oder Holzkreuz. Das Ordnungsamt recherchiert bei einsam verstorbenen Menschen nach Angehörigen, sichert den Nachlass, die Papiere, Bargeld und Wertgegenstände. Gibt es niemanden, der für die Bestattungaufkommen kann, wird der Tote innerhalb von acht Tagen eingeäschert oder begraben. y Anzeigensonderveröffentlichung Reicht der Nachlass nicht aus oder wird das Erbe ausgeschlagen, werden die gesetzlich Unterhaltspflichtigen für die Übernahme der Kosten herangezogen. Das sind also Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner, Eltern oder Kinder. Doch was ist, wenn die Unterhaltspflichtigen selbst eine bescheidene Bestattung finanziell nicht stemmen können, weil sie selbst auf Sozialleistungen angewiesen sind? Oder wer bezahlt, wenn es keine Unterhaltspflichtigen gibt? Dann springt ein, wer als Letzter in der Rangfolge steht: der Staat. Er übernimmt jedoch nur die Kosten für eine einfache Bestattung. In den vergangen Jahren musste der Staat immer häufiger einspringen: So stiegen die Kosten in Sachsen laut Statistischem Landesamt von 2,73 Millionen Euro 2012 auf rund drei Millionen Euro 2015. Die Zahl der Hinterbliebenen, denen für die Bestattung Kerstin Börner Rechtsanwältin Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Testament, Nachlassregulierung Interessenschwerpunkte: ·Erbrecht ·Betreuungsrecht ·Ehe- und Familienrecht ·Arbeitsrecht ·Verkehrsrecht ·Strafrecht Waisenstraße 13 ·09111 Chemnitz Telefon: 0371 641303 Fax: 0371 6513735 www.rechtsanwalt-boerner-chemnitz.de 9