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Abschied | 04/2020

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Abschied STERBEBEGLEITUNG Die fünf Leitsätze (Kurzfassung) • Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Er muss darauf vertrauen können, dass er in seiner letzten Lebensphase mit seinen Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert wird und dass Entscheidungen unter Achtung seines Willens getroffen werden. • Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht auf eine umfassende medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Betreuung und Begleitung, die seiner individuellen Lebenssituation und seinem hospizlichpalliativen Versorgungsbedarf Rechnung trägt. • Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht auf eine angemessene, qualifizierte und bei Bedarf multiprofessionelle Behandlung und Begleitung. Bestattungsunternehmen Kurt Conrad Chemnitzer Straße 41 09648 Mittweida Hauptstraße 33 09661 Rossau Tel.: 03727/601156 Mobil: 0172/9585879 www.bestattungen-conrad.com Ständige Bereitschaft Tag und Nacht • Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht darauf, nach dem allgemein anerkannten Stand der Erkenntnisse behandelt und betreut zu werden. • Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht darauf, dass etablierte und anerkannte internationale Empfehlungen und Standards zur Palliativversorgung zu seinem Wohl angemessen berücksichtigt werden. Weitere Informationen und die Leitsätze im vollen Wortlaut www.charta-zur-betreuung-sterbender.de/ y Anzeigensonderveröffentlichung 20

STERBEBEGLEITUNG Abschied Stark sein für andere Sterbebegleitung – Kann ich das? Anzeigensonderveröffentlichung Grundsätzlich ist die Sterbebegleitung etwas, was aus dem sozialen Miteinander erwächst und wozu es keiner besonderen Fähigkeiten bedarf außer der „mitmenschlichen Geste“. Die Unsicherheiten auf diesem Gebiet sind aber größer geworden durch die Tatsache, dass kaum jemand mehr das Sterben in seinem Umfeld erlebt. Und so vermag man kaum im Vorfeld abzuschätzen, wie ein Mensch in einer derartigen Situation reagiert. Wie man mit der Situation klar kommt, ist von vielen Faktoren abhängig, der eigenen psychischen Belastbarkeit, Empathie, der Fähigkeit, Dinge nicht ranzulassen oder auch mal abzuschalten, Einstellung zum Leben und Tod, Glaube, Trostfähigkeit usw. Und so gibt es Menschen, die sich nicht in der Lage fühlen, einen Sterbenden zu begleiten. Sie sollten aber zu ihrer Unsicherheit oder Überforderung stehen und Verantwortung übernehmen, indem sie dem Patienten Hilfe und Unterstützung von anderer, kompetenter Seite vermitteln. Es selbst nicht auszuhalten, dem Sterbenden stärkend zur Seite zu stehen, hat nichts mit Versagen zu tun. Menschen sind nicht in allen Belangen gut. Es ist keine Schwäche, seine Schwächen und Grenzen zu akzeptieren. Ganz im Gegenteil. Angehörige und Freunde eines Sterbenden werden fast „automatisch“ zu Sterbebegleitern, da sie ihm am nächsten stehen und oft auch als Ansprechpartner fungieren. Allerdings lässt die große Nähe zum Sterbenden oft auch keine klare Sicht der Dinge zu, die nötige Distanz für bestimmte Entscheidungen ist wegen der eigenen Betroffenheit nicht oder nicht ausreichend vorhanden. Das führt dazu, dass Angehörige und Freunde selbst eine Begleitung benötigen. Im Idealfall gibt es einen oder mehrere Begleiter, die den Sterbenden und sein Umfeld im Blick haben. Sterbebegleitung lernen Es gibt keine „professionellen“ Sterbebegleiter, wohl aber Berufsgruppen, die im Rahmen ihrer Arbeit auch Sterbebegleitung „leisten“, so wie viele der im Gesundheitswesen oder in der Seelsorge Tätigen. Ebenso gibt es Menschen aus anderen Berufsgruppen oder auch nicht (mehr) Berufstätige, die sich dieser Aufgabe aus den verschiedensten Gründen ehrenamtlich widmen. Obwohl es keine festgelegte „Ausbildung“ ehrenamtlicher Sterbebegleiter gibt, bieten viele Organisationen und Hospizvereine Kurse an, die sich mit diesem Thema befassen. Diese Kurse vermitteln die Aufgaben und Ziele der Hospizarbeit, Besonderheiten der Sterbephasen, geben Hilfestellung bei Kommunikation und Gesprächsführung, gehen aber auch auf Motivation und auf die Gestaltung der eigenen Begleiterrolle ein. Sie setzen sich darüber hinaus intensiv mit Leben, Sterben, Tod und Trauer auseinander, denn erst der bewusste Umgang mit den eigenen Erfahrungen und Vorstellungen und Gefühlen macht es möglich, den Fragen und Ängsten unheilbar Kranker wie ihrer Angehörigen nicht auszuweichen, sondern ihnen offen und authentisch zu begegnen. y 21