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Abschied | 04/2020

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Abschied STERBEBEGLEITUNG Glücksmomente schaffen Die Zeit, die bleibt, lebenswert gestalten Foto: iStockphoto, © yunlutas Zu wissen, dass ein geliebter Mensch bald von uns gehen wird, stürzt schnell in tiefe Trauer: Es packt uns Angst, Sorge und Verzweiflung, weil man vermeintlich nicht helfen kann. Der Gedanke ist unerträglich schwer, dass ein geliebter Mensch bald nicht mehr da sein wird. Und es ist schwer, einem sterbenden Menschen, in den letzten Tagen seines Lebens beizustehen, ihn beim Sterben zu begleiten. Angesichts dessen fühlen wir uns oft hilflos, aber wir können helfen und letztlich helfen wir uns selbst damit auch: Wir können die Zeit, die ihm noch bleibt, lebenswert machen. So schwer es auch fallen mag, akzeptieren Sie die Situation und seien sie dankbar für jede gemeinsame Stunde, die noch bleibt. Nutzen Sie diese Zeit, um Glücksmomente zu schaffen, die den Strebenden überraschen oder auch Freudentränen über die Wangen laufen lassen. Gemeint sind damit keine aufwendig organisierten Events. Denn für einen Sterbenden bedeutet Glück oftmals das, was wir im normalen Leben schon als Selbstverständlichkeit betrachten. Vielleicht noch einmal einen Sonnenaufgang von einer Aussichtsplattform erleben und den Anblick der geliebten Heimat in sich aufsaugen. Anzeigensonderveröffentlichung 22

Abschied Oder noch einmal im Garten auf der Bank sitzen, im Schatten eines Apfelbaumes, der vor Jahren selbst gepflanzt wurde, dabei dem Gesang der Vögel lauschen. Vielleicht hat der Sterbende Lust, etwas ganz „Verrücktes“ zu tun. Einmal etwas tun, was man sich sonst nie trauen würde. Vielleicht haben Sie auch das Video von der klingelputzenden Oma gesehen, das vor einiger Zeit weltweit Millionen Herzen berührte. Diese alte Dame hatte sich etwas getraut, was Erwachsene normalerweise nicht tun. Ihre Freude, ihre glücklichen Augen, dieser Moment der Emotionen – das ist Lebensfreude pur, das ist das Leben genießen. Mit diesen Glücksmomenten helfen sie dem Sterbenden, aber sie helfen auch sich selbst. Denn diese Augenblicke bleiben unauslöschlich in Erinnerung. Sie werden dann die verstorbene Person nicht nur als Sterbenden mit all seinen Qualen und körperlichen Gebrechen im Gedächtnis behalten, sondern auch als einen glücklichen Menschen, der seine letzten Tagen und Wochen noch ein wenig genießen und mit Freude füllen konnte. Das ist ein großer Trost in der Zeit der Trauer. Letzten Wunsch erfüllen Angehörige stehen nicht allein, wenn es darum geht, den Sterbenden noch einen letzten Wunch zu erfüllen und so einen Glücksmoment zu schaffen. Sie erhalten Unterstützung von Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Sterbenden und Angehörigen mit der Erfüllung eines letzten Wunsches den Abschied etwas leichter zu machen. Hier stellen wir einige vor: Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen Inzwischen haben sich diese ehrenamtlichen Letzte-Wünsche-Erfüller in verschiedenen Vereinen und Initiativen organisiert. Eine schöne Idee ist beispielsweise der Malteser Herzenswunsch- Krankenwagen. Dieser bringt Menschen, ausgestattet und fachlich besetzt wie jeder andere Krankenwagen, dorthin, wo sie alleine nicht mehr hinkommen. Die schwer kranken Menschen können Abschied nehmen, noch einmal genießen oder sich einfach noch einmal wie früher fühlen. Begleitet werden sie von Maltesern, die als Rettungs- oder Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten tätig sind. Für den Herzenswunsch-Krankenwagen sind Anzeigensonderveröffentlichung 23