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Abschied | 04/2020

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Trauerverarbeitung

Trauerverarbeitung Lernen, mit dem Verlust zu leben Foto: iStockphoto, © iodrakon Wir Menschen müssen oft Abschied nehmen in unserem Leben. Dabei machen wir die Erfahrung, dass ein Abschied manchmal neue Türen öffnet, neue Perspektiven und neue Lebensinhalte ermöglicht. Die gebotenen Perspektiven anzunehmen, ist ein wichtiger Bestandteil der Trauerbewältigung. Das Wissen, dass ein Abschied neue Türen öffnen kann, ist zugleich Trost und Hoffnung. Es liegt in unserer Natur, Trauer zu empfinden. Friedhöfe geben unserer Trauer einen Platz. Ein Grabmal ist etwas sehr persönliches, etwas äußerst individuelles und ein Zeichen von Achtung und Wertschätzung des Verstorbenen. y 52

ORT DER BESINNUNG Abschied Entscheidung mit Tragweite Anonyme Bestattung – wirklich das Beste für die Hinterbliebenen? Ich möchte nur das Beste für meine Kinder! Das ist ein Grundgedanke der meisten Eltern. Und so treffen sie in gut gemeinter Absicht Entscheidungen. Doch das Leben zeigt, dass diese Entscheidungen nicht immer das Beste für die Kinder sind, weil zum Beispiel die Kinder ganz andere Vorstellungen davon haben, was für sie das Beste ist. Senioren beispielsweise, sehen es oft als das Beste an, wenn sie ihren Kindern nicht zur Last fallen – nicht zu Lebzeiten und auch nicht nach dem Ableben. Sie erwägen daher oft, sich anonym bestatten zu lassen. Eine Grabstelle und deren jahrelange Pflege sind schließlich kostspielig. Manche sehen es als egoistisch an, sich ein schönes Grab zu wünschen und glauben, mit diesem Wunsch den eigenen Kindern eine Last aufzubürden. einen Ort des Gedenkens, wo sie in Stille innehalten und Blumen als Zeichen der Verbundenheit ablegen können. Immer wieder erleben Friedhofsangestellte, dass viele Hinterbliebene an anonymen Grabfeldern stehen und nach der Grabstätte des Verstorbenen suchen. Irgendwo hier muss Opa oder Oma liegen. Aber wo? Unschlüssig stehen sie mit einem Blumengruß da und wissen nicht, wo sie ihn ablegen sollen. Die meisten Menschen brauchen einen Platz der Trauer, wo sie ungestört und in Ruhe ihren Gedanken nachhängen können. Viele reden am Grab Anzeigensonderveröffentlichung Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt, sich anonym bestatten zu lassen, nur um seinen Lieben keine Sorgen um die Grabpflege zu bereiten, sollte versuchen herauszufinden, was die nächsten Angehörigen von dieser Idee halten. Sie sollten ergründen, ob das vermeintlich Beste auch wirklich das Beste für sie ist, statt über die Köpfe der Angehörigen hinweg eine Entscheidung zu treffen, die, wenn sie ihre Wirkung entfaltet, also nach dem Ableben, nicht mehr korrigiert werden kann. Vielleicht möchten sich die Kinder und andere Verwandten um die Grabpflege sorgen, vielleicht empfinden sie die Pflege einer Ruhestätte gar nicht als Last, sondern als Bedürfnis. Vielleicht wünschen sie sich DER INDIVIDUELLE RAHMEN FÜR IHR TRAUERKAFFEE – IN UNSEREM GALERIE CAFÉ. Stollberg · Bahnhofstraße 4 Tel. 03 72 96 – 71 90 www.bilder-knauf.de 53