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Abschied | 04/2020

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Abschied ORT DER BESINNUNG Foto: iStockphoto, © kzenon mit dem Verstorbenen, fühlen sich so weiterhin nah und verbunden. Wer sich anonym bestatten lässt, versagt seinen Angehörigen diese Form der Trauerbewältigung. TIPPS Beratung Lassen Sie sich vom Bestatter oder der Friedhofsverwaltung über die vielen Bestattungsmöglichkeiten und Grabarten informieren. Bestattungsverfügung Wurde eine anonyme Bestattung zum Beispiel in einer Bestattungsverfügung festgelegt, so ist dies bindend, selbst dann, wenn die Hinterbliebenen dies nicht wünschen und für die Kosten und Pflege einer Grabstelle aufkommen wollen. Alternativen Das Leben ist nicht Schwarz oder Weiß und man muss sich nicht immer zwischen dem Einen oder dem Anderen entscheiden. Oft gibt es Kompromisse, einen goldenen Mittelweg sozusagen. Daher hat man nicht nur die Wahl zwischen einer billigen anonymen Bestattung und einer teuren Grabstelle. Es gibt verschiedene Alternativen, die einerseits kostengünstig sind und anderseits auch wenig oder keinen Aufwand bei der Grabpflege erfordern. Das Rasengrab beispielsweise kann sowohl für die Beisetzung von Urnen als auch für die Beisetzung von Särgen genutzt werden. Wie der Name andeutet, wird auf einem Rasengrab nach erfolgter Beisetzung Rasen gesät. Meist kann zudem ein Grabstein errichtet werden. Eine aufwendige gärtnerische Pflege der Grabstelle entfällt somit. Ähnlich sieht es bei der Bestattung in einem Kolumbarium aus. Ein Kolumbarium ist ein kleineres Gebäude oder Gewölbe, in dem Urnen beigesetzt werden können. Diese befinden sich häufig auf Friedhöfen oder sind an Krematorien angegliedert. Kleine Kammern dienen als Aufbewahrungsstätte für die Urnen. In der Regel werden diese Kammern nach dem Einsetzen der Urne mit einer Steinplatte verschlossen. Auf diesen Platten ist unter anderen Name, Geburts- und Todestag des Verstorbenen eingraviert. Hier fällt ebenfalls keine Grabpflege an. Aber dennoch ist Platz für das Aufstellen einer Kerze oder das Ablegen eines Blumengrußes. y Anzeigensonderveröffentlichung 54

ORT DER BESINNUNG Abschied Grabformen Menschen haben unterschiedlichste Bestattungswünsche Anzeigensonderveröffentlichung Wer sich im Rahmen einer Vorsorge Gedanken über seine eigene Bestattung macht oder die Beisetzung eines verstorbenen nahen Verwandten zu regeln hat, muss sich auch für eine Grabform entscheiden. Das ist nicht einfach, denn neben den Kosten spielen Befindlichkeiten, Wünsche, Weltanschauung und letztlich Friedhofsordnung sowie das deutsche Bestattungsgesetz eine Rolle. Es haben sich verschiedene Grabformen entwickelt, die wir hier kurz vorstellen möchten. Reihengrab Reihengräber gibt es für jeweils einen Sarg oder eine Urne. Sie werden einmalig zur Bestattung für die Dauer der jeweiligen gesetzlichen oder friedhofstypischen Ruhezeit gelöst. Eine Weiterführung ist nicht möglich, die Einebnung erfolgt in der gleichen Abfolge wie die Belegung. Reihengräber, soweit nicht anders vereinbart, sind individuell zu pflegen. In Reihengrababteilungen gibt es keine Doppelgräber, da immer der Reihe nach belegt wird. Wahlgrab Wahlgräber gibt es in verschiedenen Größen (Einzel/Doppel/Mehrfachgräber) für Urnen und Särge. Sie werden zur Bestattung für die Dauer der jeweiligen gesetzlichen oder friedhofstypischen Ruhezeit der ersten Bestattung gelöst. Auch eine längere Zeit ist möglich. Die Lage und Anzahl der Grablager ist wählbar. Bei einer weiteren Belegung oder bei Ablauf sind diese Gräber weiterhin lösbar, durchaus auch bereits Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in Familienbesitz. Wahlgräber sind individuell zu pflegen. Familiengrab Familiengräber sind eine Form der Wahlgräber, in denen über einen längeren Zeitraum alle verstorbenen Familienangehörigen bestattet werden. Sie werden von Generation zu Generation weiter vererbt. Die Lage dieser Grabstellen ist häufig aus Prestigegründen gewählt worden. Familiengräber sind individuell zu pflegen. Gemeinschaftsgrab Gemeinschaftsgräber sind eine Bestattungsform der heutigen Zeit. Früher nur in Seuchenfällen oder Kriegszeiten, haben diese sich zu einer sehr weit verbreiteten Bestattungsart entwickelt. Es gibt Gemeinschaftsgräber für Urnen und Särge. Meist sind es größere Flächen, alte Wandgräber oder Familienstellen, in denen der Reihe nach Verstorbene bestattet werden. Die Pflege der Anlage erfolgt meist durch Verwaltung oder Gärtner. Der Hinterbliebene darf meist Schnittblumen oder auch eine Schale bzw. Gesteck auf einer vorgegebenen Stelle, ablegen. Auf einem entweder gemeinschaftlichen oder auch auf individuellen Grabmal werden Name und Lebensdaten der Verstorbenen genannt. Eigene Pflegemaßnahmen sind nicht möglich. Anonyme Bestattung Anonyme Bestattungen sind heute sehr häufig. Meist erfolgt hier die Bestattung in Rasenflächen („Grüne Wiese“). Eine individuelle Grabpflege ist unmöglich, Blumen und Gestecke müssen an der 55