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Aktiv & Gesund | 02/2017

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10 AKTIV & GESUND 3800966-10-1 3799388-10-1 Wenn man auf dem Arbeitsweg stürzt Kanzlei informiert zu tückischen Unfällen Das Winterwetter macht deutlich, wie verletzlich der Mensch auch im modernen Leben bleibt. Besonders zu merken ist dies, wenn man an dunklen Wintertagen über vereiste Wege zur Arbeit geht. Es lauern Stürze und Verletzungen. Und Glück hat, wer dann mit einem blauen Fleck davon kommt. Passieren hingegen schwerere Verletzungen, stellt sich regelmäßig die Frage, wer für die Unfallfolgen finanziell aufkommen muss. „Nach dem Gesetz sind Arbeitsunfälle Unfälle von versicherten Personen infolge einer sozialversicherten Tätigkeit“, erklärt Jana Tolkmitt, in der Kanzlei Döscher, Drosdek & Partner als Rechtsanwältin tätig. In diesen Fällen greift also der Leistungsanspruch gegen die Berufsgenossenschaft. Zu den Arbeitsunfällen zählen damit alle Verrichtungen, die während der Berufstätigkeit passieren und sogenannte Betriebswege, also solche, in denen der Arbeitnehmer während der Arbeit einen Außentermin wahrnimmt. Kein Betriebsweg wäre es allerdings, wenn der Arbeitnehmer zum Imbiss um die Ecke geht, um für die Abteilung Mittagessen zu holen, denn hier handelt es sich um private Interessen der Kollegen. Zu den versicherten Tätigkeiten zählt auch der direkte Weg von und zur Arbeit (Wegeunfallversicherung). Wird dieser Weg aber mehr als nur geringfügig unterbrochen, um private Dinge zu erledigen, dann wird es kompliziert. Ganz geringfügige Abweichungen, zum Beispiel beim Bäcker einen Kaffee zu holen, bleiben Teil des versicherten Arbeitsweges. Andere Maßnahmen werden aber grundsätzlich dem persönlichen Lebensbereich des Versicherten und nicht der Arbeitstätigkeit zugerechnet. 10. Februar 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Sie stehen daher üblicherweise nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, selbst wenn sie zum Beispiel der Erhaltung der Gesundheit dienen und damit wie viele Verrichtungen des täglichen Lebens sowohl privaten Interessen nützen als auch den betrieblichen Interessen des Arbeitgebers. Der Weg zum Arztbesuch vor der Arbeit mag also zwar auch der Erhaltung der Arbeitskraft dienen, ist aber generell eine private Verrichtung und fällt nicht unter die Verantwortlichkeit der Berufsgenossenschaft, so das Bundessozialgericht erneut in einer aktuellen Entscheidung (BSG Urteil vom 5.7.2016, B 2 U 16/14 R). Etwas anderes gilt aber wieder, wenn im rechtlichen Sinne keine „Unterbrechung“ des Arbeitsweges vorliegt, sondern wenn der Arbeitsweg insgesamt von einem „dritten Ort“ begonnen wurde. Man darf als Arbeitnehmer also auch einmal bei Freunden übernachten und ist trotzdem auf dem Weg von dort zur Arbeit versichert. Die Unterscheidung zwischen „Drittort“ und „Unterbrechung“ trifft das Bundessozialgericht schlicht nach der Aufenthaltsdauer. Wer sich mehr als zwei Stunden am Drittort aufgehalten hat, beginnt danach von dort einen eigenständigen, versicherten Weg zur Arbeit. Wer hingegen nur kürzer am Drittort war, hat im Zweifel seinen Arbeitsweg nur für private Zwecke unterbrochen und ist erst wieder unfallversichert, wenn er die sonst übliche Route erreicht hat. Die Bearbeitung der Materie ist stets fachlich anspruchsvoll. Deshalb ist ratsam, sich hierzu von einer spezialisierten Anwaltskanzlei beraten und schließlich auch helfen zu lassen. 3798401-10-1 FACHKRÄFTEMANGEL IN PFLEGEBERUFEN Die Gesundheits- und Pflegeberufe klagen zwar über einen spürbaren Fachkräftemangel - doch wer den Beruf einmal gelernt hat, bleibt in vielen Fällen auch in seinem Job. Das berichtet das Magazin „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ (Ausgabe 1/2017) des Bundesinstituts für Berufsbildung. Die sogenannte Stayer-Quote lag 2013 bei 74,4 Prozent und damit deutlich höher als im Durchschnitt aller Berufe. Denn branchenübergreifend bleibt nur etwa jeder Zweite (46,7 Prozent) in dem Beruf, den er mal gelernt hat. Noch höher ist die Stayer-Quote zum Beispiel in Sicherheitsberufen (79,3 Prozent).

So soll die Hilfe beim Schock aussehen Wenn Allergiker plötzlich kollabieren AKTIV & GESUND 10. Februar 2017 11 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3798944-10-1 Das Bild zeigt die ersten Handlungsschritte, wenn jemand von einem allergischen Schock betroffen ist. Foto: Fotolia/Henrie Wiesbaden (ots) - „Das war so angsteinflößend“, beschreibt US- Schauspielerin Miley Cyrus in einem Radiointerview den allergischen Schock (auch: Anaphylaxie, anaphylaktischer Schock), den sie kurz zuvor erlitten hatte. Kein Wunder, ist doch die Anaphylaxie die schwerste und lebensgefährliche Form einer allergischen Reaktion. Mit der seit Jahren zunehmenden Zahl an Allergien steigt auch die Häufigkeit an anaphylaktischen Reaktionen und die macht auch vor Stars und Sternchen nicht halt, wie das Beispiel Miley Cyrus zeigt. „Anaphylaktische Reaktionen können prinzipiell jeden treffen - sogar denjenigen, der vorher noch nie allergisch reagiert hat“, sagt Professor. Ludger Klimek, Leiter des Allergiezentrums in Wiesbaden. Weitaus höher ist die Gefahr allerdings bei bekannten Allergien. Um das persönliche Anaphylaxie-Risiko einschätzen zu lassen, rät Klimek einen Allergologen aufzusuchen. Das ist der richtige Experte, der entweder Entwarnung geben oder geeignete Vorsorgemaßnahmen empfehlen kann. Denn sicher ist: So bedrohlich eine anaphylaktische Reaktion auch sein kann, mit der Verordnung eines Notfallsets, dessen wichtigster Bestandteil ein Adrenalinautoinjektor ist, und der entsprechenden Anwendungsschulung ist der Betreffende gut vorbereitet. Daher Klimeks Appell: „Zum Arzt gehen und das eigene Risiko checken lassen!“ Für Lebensmittel-, Insektengift- oder Medikamentenallergiker ist die Anaphylaxiegefahr grundsätzlich erhöht. „Alarmstufe Rot“ ist immer dann angezeigt, wenn nach einem Insektenstich oder beim Essen die Haut anfängt zu jucken und sich rötet und zusätzlich Übelkeit, Erbrechen, Atemwegsbeschwerden oder Herzkreislaufsymptome wie Schwindel, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit auftreten. Besteht ein erhöhtes Anaphylaxierisiko, verordnet der Arzt ein sogenanntes Notfallset, das der Patient immer bei sich tragen sollte. Denn im Fall des Falles ist schnelles Handeln gefragt. Neben einem Antihistaminikum und einem Kortisonpräparat ist der wichtigste und sofort wirksame Bestandteil des Sets ein Adrenalinautoinjektor. Klar verständliche und praktische Informationen rund um die Anaphylaxie finden sich auf der speziell dafür angelegten Webseite www.anaphylaxie-experten.de. Erfahrungsberichte verdeutlichen, wie wichtig ein Notfallset für Anaphylaxie gefährdete Menschen ist, im Service-Bereich stehen unter anderem ein Videobeitrag und Downloadmaterialien, wie zum Beispiel ein Anaphylaxie-Pass, zum Ausdrucken, bereit. 3802813-10-1