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Aktiv & Gesund | 02/2017

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16 Apotheker rufen zum

16 Apotheker rufen zum Erhalt der Versorgung auf So kämpfen die Damen und Herren in Weiß gegen Versandhändler aus dem EU-Ausland Schilder wie „Heute von 12 bis 17 Uhr geöffnet“ oder „Wegen Inventur geschlossen“ sind für Apotheken undenkbar. Denn Apotheker dürfen die Öffnungszeiten nicht frei wählen und zu selbst definierten Zeiten schließen. Als zentrale Institution der Arzneimittelversorgung unterliegen sie einer Vielzahl von Gemeinwohlpflichten. Dazu gehören neben dem Vorhalten eines breiten Arzneimittelsortimentes, Notdiensten und dem Herstellen von individuellen Rezepturarzneimitteln auch die Erreichbarkeit während der Öffnungszeiten. „Wenn eine Apotheke längere Zeit schließen will, etwa wegen eines Umbaus, muss die zuständige Behörde des Landes, meist die Apothekerkammer, diese Ausnahme genehmigen. Voraussetzung dafür ist, dass umliegende Apotheken AKTIV & GESUND einspringen“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Wir wollen und müssen die Versorgung vor Ort sicherstellen. Das ist ein Unterschied zum Arzneimittel-Versandhandel.“ Außerhalb der klassischen Ladenöffnungszeiten, in denen alle Apotheken offen zu halten sind, werden ein Teil der Apotheken durch die zuständigen Behörden von der Dienstbereitschaft befreit. Die verbleibenden Apotheken dürfen nicht geschlossen werden und sichern flächendeckend den „Notdienst“ während der Nacht und an Sonn- und Feiertagen. Noch bis zum 1. März läuft eine Unterschriftenaktion in Apotheken. Patienten sind aufgerufen, für den Erhalt der Versorgung durch Präsenzapotheken zu unterschreiben. Diese ist durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes gefährdet, durch die ausländische Arznei-Versandhändler im Wettbewerb bevorzugt werden sollen. Arzneimittelversorger unterliegen einer ganzen Anzahl von sogenannten Gemeinwohlpflichten. Foto: Fotolia/auremar 10. Februar 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG APOTHEKE BIETET BE- SONDERE MESSUNGEN Am 20. und 21. Februar dieses Jahres startet die Delphin-Apotheke in Chemnitz eine Sonderaktion. Unter dem Motto „Herz- Kreislauf in Schwung“ sind verschiedene Messungen und Beratungen geplant. So können beispielsweise Homocystein- Messungen und INR-Wert-Bestimmungen vorgenommen werden. Das gesamte Blut des Menschen durchfließt innerhalb von 60 Sekunden einmal den gesamten Organismus. Damit dieses Herz-Kreislaufsystem einwandfrei funktionieren kann, müssen besonders Herz, Blutgefäße und Blutdruck gesund sein. Die Mitarbeiter helfen, die Werte zu überprüfen. Ebenfalls kann getestet werden, wie schnell das Blut eines Menschen gerinnt. Das ist wichtig für Menschen, die blutgerinnende Medikamente einnehmen. Eine Messung dauert etwa 30 Minuten. Anmeldungen werden unter 0800/3811000 entgegen genommen. Dort gibt es auch Informationen zu den Preisen. Weiterführende Informationen gibt es auch auf der Internetseite. www.delphin-gesundheit.de. 3801593-10-1 3802493-10-1 3799039-10-1 Die Entscheidung über Leben und Tod Vorsorgevollmacht muss Kompetenzen klar benennen ANZEIGE Der Bundesgerichtshof hat zu den Anforderungen an eine Vorsorgevollmacht Stellung bezogen. In der Entscheidung ging es um eine Vollmacht zur Vertretung in Fragen der medizinischen Behandlung und Versorgung bei der Entscheidung über den Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass für eine wirksame Bevollmächtigung dem Vollmachtgeber in Gesundheitsfragen die weitreichenden Konsequenzen der Vollmacht und damit die besondere Gefahrenlage bei der Entscheidung über Leben und Tod eindeutig vor Augen geführt werden müssen. Der Fall ist einer von Millionen in Deutschland: Einem Kind war privatschriftlich eine Vorsorgevollmacht erteilt worden, anstelle der Mutter mit den behandelnden Ärzten „alle erforderlichen Entscheidungen abzusprechen“. Nachdem bei der Mutter der Vorsorgefall eingetreten und eine Kommunikation mit ihr nicht mehr möglich war, kam es zwischen den Angehörigen zum Streit, ob die künstliche Ernährung der Mutter eingestellt werden sollte. Der Bundesgerichtshof musste prüfen, ob die erteilte Vollmacht den vom Gesetz aufgestellten inhaltlichen Anforderungen entsprach. Aus dem Gesetz (§ 1904 Abs. 5 BGB) folgt, dass dem Vollmachtgeber die Tragweite der Bevollmächtigung deutlich vor Augen geführt und die Entscheidungskompetenz des Bevollmächtigten klar umschrieben werden muss. Da – so der Bundesgerichtshof – die Vollmacht erteilt werden kann, ohne dass zuvor eine rechtliche Beratung des Vollmachtgebers erfolgt, muss ihm durch den Vollmachtstext verdeutlicht werden, dass er dem Bevollmächtigten die Entscheidung über sein Schicksal und über Leben und Tod anvertraut. Die privatschriftliche Vollmacht machte jedoch nach Ansicht des Bundesgerichtshofs das Recht zur Letztentscheidung durch den Bevollmächtigten nicht hinreichend deutlich. Daher hatte das Gericht Zweifel, ob sie in der Situation tatsächlich ausreichte. Allerdings hatte die Mutter zusätzlich auch eine notarielle Vorsorgevollmacht errichtet. Da diese den gesetzlichen Anforderungen genügte, konnte das Kind die Entscheidung über die lebensverlängernde Maßnahme doch für seine Mutter treffen. Schließlich stellte der Bundesgerichtshof noch klar, dass im Rahmen einer Patientenverfügung eine konkrete Behandlungsentscheidung geäußert werden muss. Daher sollten in einer Patientenverfügung immer bestimmte ärztliche Maßnahmen genannt und Krankheitsbilder oder Behandlungssituationen klar umschrieben werden, statt nur allgemeine Anweisungen und Wünsche zu äußern. Die Entscheidung macht damit deutlich, wie notwendig es ist, sich beraten zu lassen, statt solche Erklärungen allein und im stillen Kämmerlein zu erstellen. Beim Notar finden Betroffene eine solche Beratung.

AKTIV & GESUND 10. Februar 2017 17 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Helfer im Sport, Helden im Sport Vereine und Verbände stellen tolle Entwicklungschancen in einjährigen Diensten in Aussicht Auf die Plätze! Fertig! Freiwillig! Gesucht werden junge Menschen, die sich in Sportvereinen engagieren. Foto: Landessportbund Sachsen Freiwilligendienste als Bildungsund Orientierungsjahr haben immer mehr an Bedeutung gewonnen. Diese besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements fördert den freiwilligen Einsatz für andere und die Übernahme von Verantwortung. Und genau jetzt werden junge Menschen im Sport gebraucht. „Freiwillige erhalten gleichzeitig Einblick in ein Berufsfeld, in dem sie erste Erfahrungen im Arbeitsalltag sammeln“, sagte Dietmar Görsch, Vorsitzender der Sportjugend Sachsen. „Eine Vielzahl unserer Sportvereine und -verbände sind anerkannte Einsatzstellen, die davon profitieren, dass junge Engagierte neue Projekte umsetzen. In Verbindung mit den Bildungsmaßnahmen innerhalb des Freiwilligenjahres können diese so auch qualifizierten Nachwuchs für die eigenen Strukturen gewinnen, sei es für ein künftiges Haupt- oder Ehrenamt.“ Gesucht werden demnach engagierte junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, die sich für ein Jahr im Vereinsalltag, insbesondere in der sportlichen Kinder- und Jugendarbeit, einbringen wollen. Im Freiwilligendienst für Menschen unter 27 Jahren gibt es zwei Dienstformen: das FSJ im Sport und den BFD im Sport. Für die jungen Engagierten gibt es dabei keine Unterschiede. Beide Dienste starten ab dem 1. September und dauern im Regelfall zwölf Monate. Die Freiwilligen engagieren sich dabei in Vollzeit (40 Stunden/Woche) in einem Sportverein oder -verband ihrer Wahl, der sogenannten Einsatzstelle, und unterstützen die meist ehrenamtlich geführten Vereine vor allem bei Aufgaben im Kinder- und Jugendbereich. Für die über 26- Jährigen gibt es auch ein Freiwilligendienstformat, für das es ein gesondertes Bewerbungsverfahren gibt. Neben einem Taschengeld von 300 Euro monatlich gibt es in diesem einen Jahr einen tiefen Einblick in das Berufsfeld Sport und unzählige neue Erfahrungen zu sammeln. Sei es als Übungsleiter von Kindertrainingsgruppen, als Betreuer von Projekten in Kitas und Schulen oder bei der Organisation von Feriencamps und Spielfesten. Die Aufgabenbereiche sind sehr vielfältig. Neben dem monatlichen Taschengeld werden die Freiwilligen gesetzlich sozialversichert. Kindergeld wird sowohl während des FSJ, als auch des BFD weiterhin gezahlt. Auch eine Anerkennung als Wartesemester und Praktikum ist bei beiden Formen möglich. Eine aktuelle Übersicht mit freien Einsatzstellen in Sachsen und den Anforderungen, die an die Bewerber gestellt werden, sind unter www.sportjugend-sachsen.de in der Rubrik „Freiwilligendienste“ zu finden. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und zum Ablauf des Freiwilligendienstes im Sport. 3795447-10-1