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Aktiv & Gesund | 06/2017

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4 WENN DIE FÜßE

4 WENN DIE FÜßE ERSCHÖPFT SIND Wer kennt das nicht: Ausgedehnte Wanderungen in vertrauter Umgebung oder am Urlaubsort. Doch gerade, wenn die Tour am meisten Spaß macht, streiken die Füße. Blasen-Alarm! Blasen entstehen, wenn die Haut längere Zeit durch Druck oder Reibung belastet wird. Die oberen Hautschichten lösen sich dann von den unteren, in den Spalt sickert Gewebsflüssigkeit. „Kleine Blasen versorgen Sie am besten mit einem Blasenpflaster“, empfiehlt Apothekerin Barbara Später im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. „Es polstert die Stelle, schützt die Haut vor weiterem Druck und fördert die Heilung.“ Ist die Blase offen, gilt: erst desinfizieren, dann Pflaster aufkleben. Wichtig zu wissen ist, dass viele Menschen mit Diabetes Durchblutungsstörungen in den Füßen haben und auch die Empfindungsnerven oft geschädigt sind. „Beides zusammen führt dazu, dass sich aus kleinen Wunden rasch tiefe, entzündete Geschwüre entwickeln können“, so Später. Daher sollte jeder Diabetiker, vor allem wenn er bereits Fußprobleme hat, selbst kleine Verletzungen oder Druckstellen rasch einem Arzt zeigen. Der 120. Deutsche Ärztetag in Freiburg hat vor wenigen Tagen stattgefunden und eine frühzeitige Förderung der Gesundheit und der gesundheitlichen Kompetenzen im Kindes-und Jugendalter gefordert. „Kinder und Jugendliche sollen körperliche und seelische Prozesse besser verstehen und Kenntnisse sowie die Motivation zu einer gesundheitsförderlichen Lebensführung erlernen“, heißt es in einer Entschließung des Ärzteparlaments. Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt die Ärzteschaft eine Reihe von Maßnahmen vor. So sollen gesundheitsrelevante Themen in die Ausbildung von Lehrern und Erziehern sowie in die schulischen Lehrpläne aufgenommen werden. Denkbar seien projektbezogener Unterricht, eigene Unterrichtseinheiten sowie ein eigenes Schulfach „Gesundheit“. Der Ärztetag forderte die Kultusministerkonferenz dazu auf, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. AKTIV & GESUND Thema „Gesundheit“ als Schulstoff Kinder und Jugendliche sollen im Unterricht besser aufgeklärt werden Schon jetzt unterstützen mehrere Landesärztekammern in strukturierten Programmen Schulen beim gesundheitsbezogenen Unterricht. Auf diese ärztliche Expertise könne weiter zurückgegriffen werden. In einigen Bundesländern stünden hierfür bereits strukturierte Programme und Lernmaterialien zur Verfügung. An allen Schulen sollte im Lehrplan das Fach „Gesundheit „Gesundheit“ soll Schulstoff werden. und Prävention“ ab der ersten Jahrgangsstufe bis zum Schulabschluss eingeführt werden. Angesichts der zunehmenden Zahl übergewichtiger Kinder sollten neue Leistungsbewertungen im Schulsport als Alternativen zu Zensuren etabliert werden. Priorität 2. Juni 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Foto: Fotolia/Syda Productions müsse die Stärkung der Bewegungsfreude von Kindern und Jugendlichen haben. In einer weiteren Entschließung forderten die etwa 250 Delegierten von der Bundesregierung die Einsetzung eines Kinder- und Jugendbeauftragten. 3831408-10-1

AKTIV & GESUND 2. Juni 2017 5 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Wenn der Urlaub Heilung bringt Reisen, die dem Körper gut tun, sind so angesagt wie nie zuvor Die Planung für den Sommerurlaub laufen auf Hochtouren. Und immer mehr Hotels bieten dazu gesundheitsfördernde Programme und spezielle Wellnessangebote. Sie sollen helfen, Körper und Geist wieder aufzutanken. Wie und wo das geht, verraten die Experten von Fit Reisen, die sich auf Gesundheits- und Wellnessreisen spezialisiert haben. Wellness ist in: Darunter versteht man alle Anwendungen, die das körperliche, geistige oder seelische Wohlbefinden verbessern, Energiereserven aufladen und weniger stressanfällig machen. Neben den üblichen Angeboten wie Schwimmbad, Sauna und Massagen gibt es immer neue Trends wie Absolute Fitness, Detoxing, Yoga Retreats oder Medical Wellness. Häufig nachgefragt werden auch gezielte Behandlungen für Antistress oder Burnout-Prävention. Hotels mit gehobenem Wellness- Programm findet man heute weltweit. Lust darauf, besser zu essen? Urlaub ist auch der perfekte Start für eine veränderte Ernährungsweise. Ob Heilfasten, Weightloss, LOGI oder Saftkur: Unter professioneller Anleitung lässt sich testen, was einem gut bekommt. Häufig hilft die erste Umgewöhnungsphase dabei, die neue Ernährung anschließend in das tägliche Leben zu integrieren. Fast alle bei Fit Reisen angebotenen Hotels bieten qualifizierte Ernährungsprogramme und -berater an. Menschen mit deutlichen Krankheitssymptomen sollten mit ihrem Arzt über eine Kur sprechen. Wer dagegen eine Auszeit vom anstrengenden Alltag nehmen möchte, für den eignen sich Reisearrangements mit Gesundheitspaketen. Neben Deutschland sind viele Hotels in Ungarn, Italien oder in den bekannten Kurbädern Tschechiens entsprechend ausgestattet. Hier können - häufig mit Krankenkassenzuschuss - erholsame Aufenthalte gebucht werden. Gesunder Urlaub ist so angesagt wie nie. Foto: obs/FIT Gesellschaft für gesundes Reisen mbH/FIT Reisen Kleine Pumpe, große Wirkung High-Tech-Wunderwerk: Im Herzzentrum Dresden wird die weltweit kleinste Herzpumpe implantiert ANZEIGE Unser Herz schlägt jeden Tag bis zu 100.000 Mal, pumpt dabei 7.000 Liter Blut durch ein weit verzweigtes Gefäßsystem und versorgt somit unseren ganzen Körper. Gerät es aus dem Takt – etwa durch einen Infarkt oder infolge einer Herzinsuffizienz – ist Eile geboten. Werden lebenswichtige Organe nicht mehr mit genügend Blut und somit Sauerstoff versorgt, kommt es zum Kreislaufkollaps und ohne Die Herzpumpe Impella wird in das Herz eingeführt und unterstützt es im kardiogenen Schock. Foto: ABIOMED Inc. adäquate Versorgung unweigerlich zum Tod. Aber auch mit schneller Hilfe ist das Risiko, diesen lebensgefährlichen Zustand nicht zu überleben, immer noch sehr hoch. Im Herzzentrum Dresden hilft seit einiger Zeit ein medizinisches High-Tech-Wunderwerk, dieses Risiko extrem zu senken: Die weltweit kleinste Herzpumpe mit Namen Impella. „Im kardiogenen Schock nimmt die Pumpleistung des Herzens wegen verschlossener Herzkranzgefäße rapide ab und der Zustand des Patienten verschlechtert sich dramatisch. Die Impella ist die weltweit kleinste Mikropumpe, die in der Minute bis zu 4 Liter Blut aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader fördern kann und so dabei hilft, den Kreislauf, trotz verschlossener Gefäße, aufrecht zu erhalten und zu stabilisieren“, so PD Dr. med. Karim Ibrahim, der kommissarische Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Herzzentrum Dresden. Um die verschlossenen Gefäße wieder zu öffnen beziehungsweise offen zu halten, muss oftmals ein Stent implantiert werden. Dabei muss kurzzeitig die Blutzufuhr zum Herzen unterbrochen werden. Mit der Herzpumpe Impella bleibt der Patient dennoch stabil. Auch nach dem Eingriff unterstützt das System das Herz bei der Regeneration, denn die Pumpe kann mehrere Tage im Körper verbleiben. Seit 2014 wurden in Dresden bereits 200 der modernen Systeme, die von ihrer Größe und ihrem Durchmesser einem Trinkhalm ähneln, eingesetzt. Über eine Punktion in der Leiste wird die Mikropumpe über die Oberschenkelarterie bis zur linken Herzkammer geführt. Der Eingriff selbst dauert nur sieben bis acht Minuten, bedeutet jedoch erheblich mehr Sicherheit und Zeitgewinn für den Patienten. PD Dr. med. Ibrahim führt aus, dass auch bei geplanten Hochrisikoeingriffen auf die Unterstützung durch Impella zurückgegriffen wird, da sie es ermöglicht, in kürzerer Zeit mehr Gefäße behandeln zu können und gleichzeitig die Belastung für den Patienten zu minimieren. Die Pumpe kommt nur während des Eingriffes zum Einsatz und wird am Ende desselben wieder entfernt. Meist darf der Patient die Klinik am Folgetag verlassen. PD Dr. med. habil. Karim Ibrahim (r.) erklärt dem Patienten KONTAKT RA Bernd Großer die Funktionsweise des modernen Impella-Systems Foto: Archiv Herzzentrum Fetscherstraße 76 01307 Dresden Telefon: 0351 450-0 Telefax: 0351 450-1512 hzd-kardiologie@ herzzentrum-dresden.com www.herzzentrum-dresden.com