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Aktiv & Gesund | 11/2017

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8 AKTIV & GESUND

8 AKTIV & GESUND ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Reisen, um gesund zu bleiben Selta Med verbindet hochwertige Hotellerie mit Kuranwendungen 18. November 2017 Seit vielen Jahren ist Selta Med Kur- und Wellnessreisen als „Top- Reiseveranstalter“ zertifiziert. Sein Service fängt schon bei der Anreise mit komfortablen Reisebussen und möglicher Haustürabholung an. Mit Top-Qualität und Top-Betreuung helfen die kompetenten Mitarbeiter der Gesundheit auf die Sprünge. Die Leute, die gerade aus dem Kleinbus steigen, sehen noch ein wenig schläfrig aus: Kein Wunder, es ist kurz vor vier Uhr am Morgen. Sie frösteln etwas und huschen schnell in den angenehm temperierten Reisebus, der in wenigen Minuten zu einer Kurreise an die polnische Ostsee aufbricht. Veranstalter ist der Spezialanbieter Selta Med, der in Plauen seinen Sitz hat und seit Jahren auf Kurreisen und Wellnessaufenthalte spezialisiert ist. „Die meisten Gäste nutzen unseren Abholservice von der Haustür, den wir mit speziellen Transferfahrzeugen oder über Taxiunternehmen absichern“, so Nicole Wegner, eine von 30 Mitarbeitern im Unternehmen Selta Med mit Hauptsitz in Plauen und Niederlassung in Berlin. Man biete ein Rundum-Sorglospaket für die oft betagten Gäste. Vermittelt werden die Reisen über rund 6000 bundesweite Reisebüro-Partner. Die meisten Reisen führen in die böhmischen Bäder, anerkannte Kurorte in der Slowakei, Slowenien, Ungarn und ins bayerische Thermenland. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Gesundheits- Trips an die polnische Ostsee. Man lege großen Wert darauf, dass an unseren Zielen eine hochwertige Hotellerie mit klassischen Kuranwendungen kombiniert werden kann. Jährlich bringt der Kurreiseveranstalter zwei Kataloge auf den Markt, der das gesamte Reiseportfolio abbildet.. Spa genießen und gleichzeitig neue Regionen entdecken. Das ermöglicht das Unternehmen Selta Med. Foto: Syda Productions - Fotolia 3871270-10-1

AKTIV & GESUND 18. November 2017 9 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Die Verfügung im Blick Auf dem Papier Damit die Betroffenen auch im Pflegefall ihren Willen erhalten Tipps zum Inhalt von Patientenverfügungen Der Bundesgerichtshof hat sich erneut zur Patientenverfügung (Az. XII ZB 604/15) geäußert. Maßgeblich ist nicht, dass der Betroffene seine eigene Biografie als Patient und den medizinischen Fortschritt vorausahnt. Mit seiner Entscheidung vom 08. Februar 2017 präzisiert der Bundesgerichtshof (BGH) die Anforderungen für bindende Patientenverfügungen. Der Entscheidung lag folgender Fall zugrunde: Eine Frau erlitt 2008 einen Schlaganfall und fiel ins Wachkoma. Seither wird sie künstlich über eine Magensonde ernährt. Mit einem Formular hatte die Frau im Jahr 1998 eine Patientenverfügung errichtet. Ihr Sohn und ihr Ehemann wurden später zu Betreuern bestellt. Während der Sohn im Einklang mit dem behandelnden Arzt der Ansicht ist, die künstliche Ernährung sei entsprechend der Patientenverfügung einzustellen, lehnt der Ehemann dies ab. „Für solche Schicksalsschläge werden Patientenverfügungen typischerweise errichtet“, erklärt Manuel Kahlisch, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen, aus der notariellen Praxis. „Die meisten Betroffenen lehnen in aussichtslosen Fällen eine intensivmedizinische Versorgung ab. Das Problem ist jedoch gerade hier die juristisch rechtssichere Formulierung.“ Mit einer aufsehenerregenden Entscheidung im Jahr 2016 hatte der BGH (Az. XII ZB 61/16) bei der Bevölkerung und Fachleuten die Befürchtung geschürt, dass viele Patientenverfügungen wegen mangelnder Bestimmtheit Makulatur Notarielle Urkunden sollen künftig nicht mehr ausschließlich in Papierform aufbewahrt werden. Fortan werden die Dokumente in einem Elektronischen Urkundenarchiv digital gespeichert. Das hat den Vorteil, dass Gerichte, Ämter und Banken Notarurkunden elektronisch verwenden können. Dies wird Verwaltungs- und Archivierungsprozesse enorm beschleunigen. Statt Schnur und Siegel erhalten die Dokumente eine elektronische Signatur, die sie rechts- und Die Patientenverfügung ist ein wichtiges Dokument bei der Pflege Angehöriger. Foto: Jeanette Dietl/Fotolia seien. „Insofern ist die neue Entscheidung im Grundsatz zu begrüßen“, meint Kahlisch, „da der BGH die rechtlichen Anforderungen an eine bindende Patientenverfügung präzisiert.“ Unmittelbare Bindungswirkung entfaltet eine Patientenverfügung danach nur, wenn sie bestimmt, ob und in welcher konkreten Behandlungssituation bestimmte ärztliche Maßnahmen durchgeführt bzw. unterbleiben sollen. Zugleich betont die neue Entscheidung des BGH, dass die Anforderungen an die Bestimmtheit einer Patientenverfügung nicht Digitales Speichern startet Elektronische Signatur statt Schnur und Siegel beweissicher macht. Das ist neu. Nach einem im Juni 2017 verkündeten Gesetz sollen Notare ihre Urkunden zukünftig elektronisch aufbewahren. Dafür wird die Bundesnotarkammer Schritt für Schritt in den nächsten vier Jahren das Elektronische Urkundenarchiv einrichten. An diesem Ort werden die Notardokumente für 100 Jahre gespeichert. Damit diese dort abgelegt werden können, müssen Notare die Urkunden digitalisieren, qualifiziert elektronisch signieren und überspannt werden dürfen. Allgemeine Anweisungen, wie die Aufforderung, ein „würdevolles Sterben“ oder „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ zuzulassen, genügen allein jedoch nicht. „Die neue Entscheidung des BGH erinnert daran,“ resümiert Kahlisch, „dass jede Erklärung im Einzelfall ausgelegt werden kann und muss. Je präziser die Formulierungen, umso eher kann jeder sicherstellen, dass sein Wille auch in Lebenslagen respektiert wird, die keine Aussicht auf Wiedererlangung des Bewusstseins bieten.“ verschlüsseln. Eine Ausfertigung der Urkunde in Papierform können die Beteiligten aber auch weiterhin erhalten. Die Digitalisierung ermöglicht, dass sämtliche Notarurkunden von Gerichten, Ämtern, Banken und anderen Stellen sofort elektronisch verwendet werden können. Statt zeit- und ressourcenaufwendigem Archivieren und Einscannen von Papierdokumenten können digitale Urkunden direkt in elektronischen Aktensystemen weiterverarbeitet werden. Damit eine Patientenverfügung ihren Zweck erfüllt, muss sie sehr konkret sein. „Sie sollte klar beschreiben, in welcher Krankheitssituation welche Therapien eingefordert oder abgelehnt werden“, sagt Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Laut Christiane Rock von der Verbraucherzentrale sollte man sich auf jeden Fall konkret zu drei Punkten äußern: „Wann und in welchem Umfang Wiederbelebungsmaßnahmen, künstliche Ernährung und künstliche Beatmung erwünscht sind.“ Möchte jemand nur im Sterbeprozess auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichten oder generell? „Hilfreich ist es, einen Extrazettel beizulegen, auf dem man seine Wertvorstellungen schildert und zum Beispiel ausführt, was ein lebenswertes Leben für einen persönlich ausmacht“, so Rock. Das hilft, bei Lücken in der Verfügung den mutmaßlichen Willen einer Person herauszufinden. 3857155-10-1 3871174-10-1 3873801-10-1 3873093-10-1