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Aus- & Weiterbildung | 06/2017

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Diesen Anstieg begründet DSW- Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Bei einer stetig wachsenden Zahl von Studierenden auf inzwischen 2,8 Millionen erhöht sich auch die Zahl derer, die psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Außerdem hat sich die Hemmschwelle bei Studierenden verringert, professionelle Beratung aufzusuchen. Eingespannt in enge Zeit- und Prüfungsstrukturen, die ein Studium bestimmen, brauchen sie oft schnelle und exakt auf ihre Problemlagen zugeschnittene Beratung – genau das bieten die Studentenwerke.“ Auch die Nachfrage der Studierenden nach Sozialberatung ist unverändert hoch. Fast 75.000 Einzelgespräche wurden 2015 in den Sozialberatungsstellen der Studentenwerke geführt. Weitere 44.000 besuchten Informationsveranstaltungen der Sozialberatungsstellen. Wichtigste Themen waren die Studienfinanzierung, das Jobben, Unterhaltsrecht, Krankenversicherung und Wohngeld. Programm soll „Lehrer aufs Land“ locken Angehende Lehrer können sich noch bis 2. Juli für das „Sachsenstipendium“ bewerben. 50 Stipendien vergibt das Kultusministerium für Studierende der Lehrämter Grundschule, Oberschule und Sonderpädagogik, wenn sie sich verpflichten, nach dem Abschluss ihrer Ausbildung in einer Schule auf dem Land zu arbeiten. Die Stipendiaten erhalten dafür 300 Euro monatlich ab dem 5. Fachsemester bis zum Ende der Regelstudienzeit. Das Kultusministerium hat Fortbildung macht fit für Digitalisierung Umfrage von Arbeitsmarktforschern: Wirtschaft 4.0 ist für meisten Betriebe bereits heute relevant Inzwischen sind alle Wirtschaftsbereiche und der Großteil der Betriebe von Digitalisierung betroffen. Bislang habe sich die Digitalisierung dabei insgesamt nicht auf die Anzahl der Beschäftigten ausgewirkt. Das zeigt eine repräsentative Befragung von rund 12.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) AUS- & WEITERBILDUNG das Programm 2015 ins Leben gerufen, um mehr Lehrer fürs Land zu gewinnen. Neben dem Zuschuss erhalten die Stipendiaten auch eine ideelle Förderung mit Seminar- und Trainingsangeboten sowie einer Begleitung während des Studiums, des Vorbereitungsdienstes und zu Beginn der Lehrtätigkeit. Neu im Programm ist die spezielle Vorbereitung auf Führungsfunktionen und Mentorentätigkeit. Foto: wavebreak3/fotolia –www.sachsenstipendium.de 3838922-10-1 23. Juni 2017 Seite gibt Orientierung Hochschulkompass ist neu Der Kompass durch die Hochschulwelt ist gründlich überholt worden und jetzt mit einem komplett überarbeiteten Auftritt online: Unter www.hochschulkompass.de bietet die Hochschulrektorenkonferenz nun auch kompakte Informationen über Profile und Selbstverständnis einzelner Hochschulen. Der neue Partner ARD-alpha ermöglicht, dass die von ihm produzierten „Hochschulvisitenkarten“ ergänzend in den Hochschulkompass eingebunden werden. Bislang sind 70 dieser Filmbeiträge verfügbar, weitere werden folgen. Gerade für Studieninteressierte soll damit die Orientierung in der komplexen deutschen Hochschullandschaft erleichtert und besser erfahrbar werden. Auch die Nutzung des Hochschulkompass mit mobilen Endgeräten wurde optimiert. Teilweise habe sich aber die Dynamik der Einstellungen und Abgänge von Beschäftigten erhöht, berichten die Arbeitsmarktforscher Anja Warning und Enzo Weber. „Die zunehmende Digitalisierung bringt beträchtliche Veränderungen in der betrieblichen Personalpolitik mit sich“, betonen Warning und Weber. Beispielsweise beeinflusse die Digitalisierung die Anforderungen, die seitens der Arbeitgeber an neues Personal gestellt werden. „Eine zentrale Rolle spielen dabei Kenntnisse, die durch Weiterbildung erworben werden, sowie sozial-kommunikative Kompetenzen, die von den Arbeitgebern auf dem Weg zu Wirtschaft 4.0 zunehmend nachgefragt werden“, so Warning und Weber. Neueinstellungen in Betrieben mit Digitalisierungstrend seien außerdem mit höheren Anforderungen an die zeitliche und inhaltliche Flexibilität der neuen Mitarbeiter verknüpft. Die Forscher stellen zudem fest: „Obwohl im Zuge der Digitalisierung teilweise Engpässe bei der Besetzung offener Stellen auftreten und die Anforderungen steigen, zeigen sich bislang keine spürbaren Lohneffekte.“ Die aufgrund der Digitalisierung steigenden Anforderungen können der Studie zufolge einerseits die Handlungs- und Entwicklungsspielräume für die Beschäftigten erhöhen, andererseits aber die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben zunehmend verschwimmen lassen. „Hier ist eine betriebliche Personalpolitik gefragt, die bei der Formulierung von Anforderungen die unterschiedlichen Interessen und Möglichkeiten verschiedener Gruppen von Beschäftigten berücksichtigt. Gesetzliche Regelungen müssen nach wie vor dem Schutz der Beschäftigten vor Überlastung gerecht werden, sollten aber auch Möglichkeiten bieten, auf der betrieblichen und sozialpartnerschaftlichen Ebene einzelfallgerechte Lösungen zu erarbeiten“, schreiben Warning und Weber. Gegenstand solcher Pakete könnten etwa Anpassungen der Arbeitszeit und der Vorlauf bei ihrer Ankündigung sein, außerdem die Lage der Arbeitszeit, Urlaubsregelungen oder Freistellungen beispielsweise für Weiterbildung oder für Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die Forscher unterscheiden in ihrer Studie drei Formen der Digitalisierung: die interne Digitalisierung (die digitale Vernetzung der internen Produktions- oder Dienstleistungskette), die externe Digitalisierung (digitale Vernetzung mit Zulieferern oder Kunden), und den Einsatz lernender Systeme. Bei interner und externer Digitalisierung berichtete die deutliche Mehrheit der Betriebe von einem leichten oder starken Digitalisierungs-Trend.

Hier machen Kreative Karriere Nach Lehre oder Umschulung als Friseur durchstarten Hinter den Zahlen, die Jörn Lüdecke präsentiert, steckt eine klare Botschaft. „In Chemnitz und im Umkreis von 100 Kilometern gibt es derzeit rund 200 freie Stellen für Friseure“, sagt der Obermeister der Friseur- und Kosmetik-Innung Chemnitz. Wer sich also vorstellen kann, anderen Menschen die Haare zu waschen, zu pflegen, zu schneiden, zu färben und zu frisieren, der hat in den Salons der Region jetzt die aller besten Jobchancen. Und das gilt nicht nur für Azubis, sondern auch für diejenigen, die ihren ursprünglichen Beruf an den Nagel und als Friseur noch einmal neu durchstarten wollen. „Mit unserer im Chemnitzer Bildungszentrum angebotenen Umschulung ist es möglich, in Vollzeit innerhalb von zwei Jahren eine Berufsausbildung zu absolvieren“, sagt der 35-Jährige Obermeister. Normalerweise dauert die Ausbildung in diesem anerkannten Beruf des Handwerks drei Jahre. „In der Umschulung haben wir jedoch sehr kleine Gruppen von maximal acht Teilnehmern, weshalb wir ganz individuell auf jeden Einzelnen eingehen können“, sagt Jörn Lüdecke, der im gleichen Atemzug den hohen Praxisbezug der Qualifizierung betont. Wer sich für diese AUS- & WEITERBILDUNG 23. Juni 2017 15 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Friseure haben in der Region derzeit beste Berufschancen. Foto: contrastwerkstatt interessiert, der sollte vor allem den Umgang mit anderen Menschen mögen und kreativ sein. Diese Anforderungen gelten natürlich auch für junge Leute, die gleich nach der Schule mit der Lehre beginnen wollen. „Die Chance, eine Lehrstelle in dem Salon seiner Wahl zu finden, waren noch nie so gut wie heute“, macht Jörn Lüdecke deutlich. Auch die Übernahmechancen nach der Lehre seien sehr gut. „Die Betriebe bilden aus, weil sie die Azubis übernehmen wollen, um die Zukunft des Betriebes zu sichern, außerdem wissen sie bei den ,Eigengewächsen‘ was sie an diesen haben“, sagt Jörn Lüdecke. Dazu kommt, dass sich der Verdienst der Friseure deutlich verbessert hat. „Bei uns gilt natürlich der Mindestlohn, doch wer sich als Friseur einen guten Kundenstamm aufgebaut hat, der kann mit seinem Verdienst auch deutlich darüber liegen“, sagt der Obermeister mit eigenem Salon in Zschopau. Nach der Ausbildung oder Umschulung ist die oberste Stufe der Karriereleiter freilich noch lange nicht erreicht. In einem speziellem, in Chemnitz angebotenen Kurs, der in Vollzeit ein halbes und in Teilzeit ein ganzes Jahr dauert, kann der Meistertitel erworben werden. MEISTERTITEL FÜR KOSMETIKER Um als Kosmetiker einen Salon zu eröffnen ist, anders als bei den Friseuren, kein Meistertitel notwendig. „Dennoch wollen immer mehr Kosmetiker den Meistertitel als Qualitätssiegel erwerben“, sagt Jörn Lüdecke, Obermeister der Friseur- und Kosmetik-Innung Chemnitz. Im September 2015 startete im Chemnitzer Bildungszentrum der Innung an der Waldenburger Straße der erste Meisterkurs, er wird in Voll- und Teilzeit angeboten. „In der Vollzeitvariante werden die Teilnehmer ein halbes Jahr lang an vier Tagen in der Woche unterrichtet. Die Teilzeitvariante gibt es mit einer oder zwei Unterrichtseinheiten pro Woche, der Kurs dauert dann zwei beziehungsweise ein Jahr“, sagt der 35-Jährige. Die Meisterprüfungsverordnung orientiert sich nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks an dem Dienstleistungsspektrum der Kosmetikbetriebe, das von der Entwicklung von Behandlungsund Pflegekonzepte über die kosmetische Hand- und Fußpflege bis hin zu apparativen kosmetischen Behandlungen reicht. Neben der Vermittlung fachlicher Kompetenzen liefert die Meisterausbildung auch kaufmännisch-betriebswirtschaftliches Rüstzeug. 3835483-10-1