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Aus- & Weiterbildung | 06/2017

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16 Hochschulen machen

16 Hochschulen machen MINT schmackhaft Drei Konzepte, um für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern Ob Smartphones, Medizintechnik oder Kraftwerke – die Welt ist ohne die Errungenschaften aus Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften kaum vorstellbar. Technische Systeme aus Einzelkomponenten, die voranschreitende Miniaturisierung dieser Systeme oder große und komplexe Datenstrukturen fordern das immer engere Zusammenspiel der unter der Abkürzung MINT zusammengefassten Disziplinen. Allein in Deutschland sind rund 9 Millionen Fachkräfte im Bereich MINT beschäftigt, heißt es in einer gemeinsame Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Technischen Universität Chemnitz, der Hochschule Mittweida und der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Dennoch steigt der Bedarf an hochkarätigen Fachkräften aufgrund der Weiterentwicklung der Gesellschaft stetig. Bereits in Sachsen selbst sind rund 14,7 Prozent der offenen Arbeitsstellen freie Arbeitsplätze im MINT-Bereich. Aufgrund der weiterentwickelten Vermittlungsmethoden an Universitäten und Hochschulen, erfreut sich der Studienbereich immer größerer Beliebtheit und konnte im Wintersemester 2016/17 in ganz Deutschland rund 200.000 Studierende verzeichnen. Sachsen nimmt dabei eine herausragende Rolle ein, waren doch zum Wintersemester 2016/17 mehr als 49.000 Studierende in MINT-Fächern eingeschrieben, was einer Quote von 44 Prozent aller Studierenden in Sachsen entspricht. Alle vier sächsischen Universitäten und die fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben Studienangebote im MINT-Bereich und forschen in diesen Themenfeldern. Die Ingenieurwissenschaft ist mit 38.385 Studierenden die größte Fächergruppe in Sachsen. Auch im neuen Chemnitzer MINT-Studiengang wird Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften mit Technik in besonderer Art und Weise verbunden. Foto: TU Chemnitz/Jacob Müller Chemnitz: Viele Wege führen zum MINT-Bachelor Die Technische Universität (TU) Chemnitz startete den deutschlandweit einzigartigen Bachelorstudiengang „MINT: Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, mit Anwendungen in der Technik“. In diesem neuen Studiengang erhält man zunächst während einer zweisemestrigen Orientierungsphase tiefe Einblicke in die Grundlagen der Fächer Informatik, Mathematik und Physik. Später erfolgt – unterstützt von einer Fachstudienberatung – eine Spezialisierung. „In dieser Verbindung von Orientierungs-, Spezialisierungs- und Forschungsstudium ist dies deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal. Insbesondere für Abiturienten, die sich für Informatik, Mathematik und Physik interessieren und noch nicht genau wissen, in welche Richtung ihre beruflichen Wünsche gehen, ist dies ein ideales Bachelorstudienangebot“, sagt Mario Steinebach, Sprecher der TU INFOS IM INTERNET Jede der drei Hochschulen bietet Informationen zu den angebotenen MINT-Studiengängen auch online an. TU Chemnitz: https://www.tu-chemnitz.de/studentenservice/zsb/studiengaenge/flyer/- mint_bachelor.pdf Hochschule Mittweida: https://www.wi.hs-mittweida.de/studium/studienangebote/orientmint.html Westsächsische Hochschule Zwickau: https://www.fh-zwickau.de/lehre/projekte/openmint/ AUS- & WEITERBILDUNG ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Chemnitz. Im MINT-Studiengang vermittelt werden Kernkompetenzen, wie logisches Denken und Argumentieren, das Erkennen von Gesetzmäßigkeiten und Analogien sowie der zielgerichtete Umgang mit Methoden, die technischen Anwendungen zugrunde liegen. Mittweida: Eintauchen mit „OrientMINT“ Mit „OrientMINT“ bietet die Hochschule Mittweida ab dem Wintersemester 2017/18 Studieninteressierten die Chance, über zwei Semester in verschiedene MINT-Studienrichtungen einzutauchen, um die eigenen Interessen und Talente zu finden – und dann zu entscheiden, in welcher Richtung es weitergehen soll. Die Orient-MINT-Studierenden besuchen dabei sowohl Vorlesungen, Seminare und Praktika der MINT-Studiengänge als auch spezielle für sie konzipierte Lehrveranstaltungen. Ein persönliches Mentoring begleitet diese Orientierungsphase, die individuell abgestimmt wird. Die Hochschule bietet im ersten Semester von OrientMINT die Grundlagen-Module Mathematik, Elektrotechnik, Konstruktion, Informatik, Fertigungstechnik und Werkstofftechnik. Im zweiten Semester folgen Mathematik II, Physik, Programmierung, Studium Generale und eine fachspezifische Orientierung. Die Teilnahme an den Modulen wird per Zertifikat bestätigt. Die Credits für eine erfolgreich abgelegte Prüfung können in einem späteren Studium angerechnet werden. Das spezielle Modul „Labor MINT“ führt zu einer frühen praktischen Begegnung mit dem vielfältigen Berufsfeld. Zwickau: Mit openMINT stressfreier Einstieg Im openMINT-Orientierungsstudium der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) können sich die Studierenden in zwei Semestern ausprobieren und feststellen, ob ein beziehungsweise welches weiterführende MINT-Studium für sie geeignet ist. Zu den MINT-Modulen gehören zum Beispiel Mathematik, Datenbanksysteme, Experimentalphysik oder Elektronik/Elektrotechnik. Neben den MINT-Modulen gibt es auch übergreifende Module wie Lernen und Studium, Technisches Englisch, Einführung in die Betriebswirtschaftslehre oder Recht für Ingenieure. „Prüfungen im openMINT-Orientierungsstudium gelten als ,Freiversuch‘, das heißt, eine nicht bestandene Prüfung wird nicht gewertet und kann im gewählten Studiengang an der WHZ wiederholt werden. Leistungen aus dem Orientierungsstudium werden anerkannt. In den ersten Semestern des Fachstudiums reduziert sich dadurch der Unterrichtsumfang, was einen stressfreieren Einstieg ins Studium ermöglicht“, erklärt WHZ-Pressesprecherin Silke Dinger. Spitze bei früher Förderung MINT-in Kita und Hort 23. Juni 2017 In Sachsen beteiligen sich 65 Prozent aller Kitas und mehr als 50 Prozent aller Horte an der Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“. Der Freistaat nimmt damit im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle ein. Das teilte das sächsische Kultusministerium mit. „Bei den Kitas und Horten sind wir Spize. Jetzt ist es wichtig, dass wir noch mehr Grundschullehrkräfte für die Bildungsinhalte des ,Hauses der kleinen Forscher‘ gewinnen und damit eine lückenlose frühkindliche MINT-Bildung beim Übergang von der Kita zur Grundschule erreichen“, betont Kultusministerin Brunhild Kurth. „Kinder erwerben durch entdeckendes Lernen und frühe MINT- Bildung wichtige Fähigkeiten, um den Herausforderungen einer komplexen Welt begegnen zu können. Sie können auf diese Weise eigene Antworten finden und Selbstvertrauen erlangen“, erklärt Dr. Ute Gallmeier vom „Haus der kleinen Forscher“ die Bedeutung des Angebots und betont, dass diese Erfahrungen den Kindern weit über die Kindheit hinaus in ihrer Entwicklung stärken können. Um die Kinder beim forschenden Lernen optimal zu begleiten, besuchen die Pädagogen Fortbildungen der Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“. Sie verankern regelmäßiges Forschen im Alltag und dokumentierten mit den Kindern ihre Forscher-Projekte. STIFTUNG „HAUS DER KLEINEN FORSCHER“ Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich für eine bessere Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit einem Fortbildungsprogramm unterstützt das „Haus der kleinen Forscher“ pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, den Entdeckergeist von Kindern zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen zu begleiten. Die Bildungsinitiative leistet damit nach eigenen Angaben einen Beitrag zur Verbesserung von Bildungschancen, zur Nachwuchsförderung im MINT- Bereich und zur Professionalisierung des pädagogischen Personals. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.