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Aus- & Weiterbildung | 06/2017

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6 AUS-

6 AUS- & WEITERBILDUNG 23. Juni 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Grenzüberschreitend studieren Erste Summer School an Hochschule Zwickau 3837858-10-1 3835734-10-1 3797060-10-1 Die Projektpartner aus Zwickau und Decin treffen sich regelmäßig zum Austausch, wie hier auf dem Campus Scheffelberg in Zwickau. Foto: BIC Zwickau Eine grenzüberschreitende Summer School mit 14 Studenten der Verkehrssystemtechnik hat in dieser Woche an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) stattgefunden. Der Studentenaustausch mit der Fakultät für Verkehr der Tschechischen Technischen Universität (CVUT) Prag, Außenstelle Decin, dauerte fünf Tage und fand innerhalb des EU-Projektes „Einführung von neuartigen Simulations- und Visualisierungswerkzeugen in die Verkehrssystemtechnik“ statt. „Geplant ist der Auf- beziehungsweise Ausbau von insgesamt drei Laboren für die Studenten in den Diplom- und Masterstudiengängen an der WHZ und der Bachelor-Studiengänge in Decin. Damit soll insbesondere auf die zunehmende Entwicklung und schrittweise Einführung intelligenter Verkehrssysteme in die Praxis reagiert werden“, erklärt Prof. Wolfgang Kühn vom Institut für Energie und Verkehr der WHZ. Das Institut organisiert den Austausch gemeinsam mit dem Förderverein der Business and Innovation Centre (BIC) Zwickau GmbH. „Die bestehenden Lehr- und Ausbildungsangebote erfordern neben der Vermittlung der neuartigen theoretischen Kenntnisse auch das Erlernen von Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit neuartigen Techniken und Technologien in geeigneten Laboratorien“, so Prof. Kühn weiter. Neben der theoretischen Ausbildung und Praktika sowie einer Exkursion würden bei der Summer School auch kulturelle und gesellschaftliche Aspekte der Region in den Mittelpunkt gestellt. Die Ausbildung findet in Laboratorien statt. Dort können praxisnahe Aufgaben bearbeitet werden. ÜBER DAS PROJEKT Beim bis Juli 2019 laufenden EU-Projekt „Einführung von neuartigen Simulations- und Visualisierungswerkzeugen in die Verkehrssystemtechnik“ ist der Auf- und Ausbau von drei Laboren zur Ausbildung und Berufsund Studienorientierung geplant. An der WHZ werden das Virtual Reality Labor ausgebaut und das Simulationslabor mit einer multifunktionalen Bewegungsplattform ausgestattet. Letztere wird benötigt, um das Fahrverhalten auf Bestandsstraßen und in Planung befindlicher Straßen realitätsnäher abschätzen, prüfen und im Rahmen des automatisierten Fahrens bei unterschiedlichen Fahrszenarien testen zu können. An der Fakultät für Verkehr der CVUT Prag, Außenstelle Decin wird ein Labor mit einem modularen Übungssimulator aufgebaut, in dem der Aufbau von Simulatoren und ihren Funktionen demonstriert und die praktische Anwendung durch Tests durchgeführt werden kann.

AUS- & WEITERBILDUNG 23. Juni 2017 7 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Hörakustiker sind Branchenbeste Studie belegt Spitzenstellung bei Ausbildung im Gesundheitsbereich Fortkommen im Job ist gefragt Interesse an Weiterbildung Zu den Aufgaben des Hörakustikers gehört das Erstellen eines individuellen Hörprofils. Foto: biha Angst vor dem Fachkräftemangel in Deutschland? Nicht bei den Hörakustikern. Wenn es um die Ausbildungszahlen geht, sind die Hörakustiker laut einer Studie im Gesundheitsbereich die Besten. Als einzige Branche bilden sie dem starken Branchenwachstum entsprechend aus, heißt es in einer Mitteilung der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). „Die Zahl der Auszubildenden entspricht nur im Hörakustikerhandwerk dem Wachstum der Branche (Anstieg der Anzahl der Auszubildenden um 120 Prozent zwischen 2000 und 2015)“, stellt die Studie des Instituts für Europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft GmbH (IEGUS) fest. Sie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut Wi- FOR GmbH und dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) im Zeitraum vom Juni 2015 bis Januar 2017 durchgeführt. Untersucht wurde die Entwicklung der Angebotsstruktur, der Beschäftigung sowie des Fachkräftebedarfs im nichtärztlichen Bereich der Gesundheitswirtschaft. „Die duale Ausbildung in der Hörakustik ist international Vorbild. Gerade die Bündelung des Wissens und der Investitionen am Ausbildungszentrum Lübeck sind ein starker Zukunftsgarant. Die hochqualitiative und erfolgreiche Ausbildung in Lübeck sichert letztlich die Patientensicherheit und -zufriedenheit“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). Die Hörakustiker bilden seit mehr als 40 Jahren bundeszentral in Lübeck auf dem Campus für Hörakustik aus. Dem Campus gehören die Akademie für Hörakustik und die Landesberufsschule für Hörakustikerinnen und Hörakustiker an. Die Zahl der Auszubildenden beträgt aktuell mehr als 1000 pro Jahr. DER BERUF In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit 6200 Hörakustiker-Betrieben und rund 14.500 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker- Handwerk etwa 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit volldigitalen Hörsystemen. Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen zuständig. Daneben organisiert er – wenn Anspruch besteht – die Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen und steht für Wartung und Reparaturen der Hörsysteme bis zu einem gewissen Grad zur Verfügung. Darüber hinaus berät er zu Gehörschutz und speziellem technischen Zubehör. Der Hörakustiker verfügt über theoretisches Wissen aus der Akustik, Audiologie, Psychologie und Hörsystemtechnik und über praktische Fertigkeiten zur Audiometrie. Mehr als 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben Interesse an beruflicher Weiterbildung. Bei den unter 40-Jährigen liegt der Wert mit über 90 Prozent sogar noch darüber. Mit steigendem Lebensalter sinkt der Wert etwas – bei den über 50-jährigen Angestellten sind es noch knapp drei Viertel, die Interesse signalisieren. Drei Viertel der Befragten geben an, dass sie bei ihrer letzten Weiterbildungsmaßnahme Fähigkeiten erworben haben, die ihnen im Berufsleben weiterhelfen. Dies ist das Ergebnis einer Befragung der Jobseite Indeed unter mehr als 1000 Angestellten in Deutschland. Bei der Mehrheit der Befragten kümmert sich der Arbeitgeber um Weiterbildungen und schlägt Schulungen vor. Rund ein Drittel der Arbeitnehmer erhält keine Weiterbildungsangebote von Arbeitgeberseite, bei Arbeitern sind es sogar knapp über 50 Prozent. Bei den Arbeitnehmern, die keine Weiterbildungsangebote vom Arbeitgeber erhalten, zeigen zwei Drittel auch keine Eigeninitiative. 3835140-10-1