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Aus- & Weiterbildung | 06/2017

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8 AUS- & WEITERBILDUNG

8 AUS- & WEITERBILDUNG So klappt es mit Praktika und Berufsstart 23. Juni 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG „Freude an Arbeit ist wichtig für Erfolg“ 3838986-10-1 3833922-10-1 3803817-10-1 3838210-10-1 3832499-10-1 Klaus Ebnet, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Chemnitz, gibt im Experten-Interview Tipps, damit der Einstieg in den Beruf rundum gelingt. Schülern wird immer wieder empfohlen, möglichst viele Praktika zu absolvieren. Doch wie wichtig ist in Ihren Augen die praktische Erfahrung wirklich? Klaus Ebnet: Die praktische Erfahrung ist wirklich immens wichtig. Nur in der Praxis kann der Bewerber erkennen, ob die Berufsausrichtung wirklich für ihn passt. Die Aufgaben, die hier bewältigt werden müssen, sind real, sind das wirkliche Leben, und das kann schon sehr abweichen von den theoretischen und Wunschvorstellungen über den Traumberuf. Sie haben auch Praktikumsplätze im Angebot. Was sollten Bewerber, die sich für ein Praktikum interessieren, mitbringen? Klaus Ebnet: Wir bieten ständig Schülerpraktika an, weil wir die jungen Menschen unterstützen wollen, sich auszuprobieren und Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln. Korrektes, freundliches Auftreten, Gewissenhaftigkeit, Fleiß und Flexibilität sind für uns genauso wichtig wie die Bereitschaft zu lernen und Neues schnell aufzunehmen. Die größte Angst der jungen Leute ist, dass sie während des Praktikums stundenlang kopieren oder nur literweise Kaffee kochen müssen. Mit welchen Aufgaben betrauen Sie die Schüler? Klaus Ebnet: Ja, das soll wohl ab und zu noch vorkommen, aber bei uns gehört Kaffeekochen nicht zum Programm und kopieren nur in dem Umfang , wie es unsere Mitarbeiter auch tun müssen. Generell werden Praktikanten in allen Bereichen von den dortigen Kollegen eingewiesen und mit eigenständigen Aufgaben betreut. Dazu erhalten sie auch Zugang zum IT-System mit eigener Kennung. ······································································· KLAUS EBNET Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Chemnitz Foto: privat ······································································· Wenn Praktika eine gute Grundlage für den Berufseinstieg sind, stellt sich die Frage, was Ihnen bei Bewerbungen wichtiger ist: Interesse oder gute Noten? Klaus Ebnet: Beides ist wichtig. Wenn nur Interesse da ist, aber die Grundlagen fehlen, wird es lange dauern und schwierig sein, den Anforderungen gerecht zu werden. Im umgedrehten Fall ist es natürlich auch schwierig Erfolg zu haben, denn wenn kein Interesse da ist, nützen die besten Noten nichts und der Beruf ist für den Bewerber einfach nicht geeignet. Das sollte von den Praktikanten möglichst früh erkannt werden: Die Freude an der Arbeit ist eine wesentliche Voraussetzung für Erfolg. Das Formulieren einer überzeugenden Bewerbung fällt vielen Schülern nicht leicht. Welche Tipps haben Sie? Klaus Ebnet: In der Tat fällt es vielen Schülern schwer, sich überzeugend „zu verkaufen“. Die IKK classic unterstützt daher mit einem Bewerbertraining, das etwa in Oberschulen angeboten wird. Es gibt Tipps zur korrekten Bewerbungsmappe und simuliert Vorstellungsgespräche und Eignungstests. Und wenn es dann zum Vorstellungsgespräch kommt, bleiben die Eltern lieber zu Hause, oder? Klaus Ebnet: Ganz klar: Ja. Der Bewerber will ja schließlich die Stelle haben und nicht Papa oder Mama. Das eigenständige und selbstbewusste Auftreten ist ja dann auch in Ausbildung und Beruf sehr wichtig. Dennoch ist es verständlich, dass junge Leute bei ihrem ersten Vorstellungsgespräch aufgeregt sind. Wie brechen Sie das Eis? Klaus Ebnet: Natürlich begegnen wir den jungen Menschen auf Augenhöhe, holen sie dort ab, wo sie sind. Aufgeregtheit ist verständlich und kann mit einem lockeren Scherz zerstreut werden. Angst vor dem Gespräch braucht niemand zu haben und das beste Mittel dagegen ist eine gute Vorbereitung.

Angebote zur Weiterbildung gehen oft an Bedarf vorbei Thema Digitalisierung: Studie zeigt Defizite auf AUS- & WEITERBILDUNG 23. Juni 2017 9 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Der digitale Wandel ist in vielen Unternehmen eine anspruchsvolle Herausforderung in Richtung Zukunftsfähigkeit. Mitarbeiter sowie Führungskräfte müssen hierfür neue Kompetenzen erwerben. Am Seminarmarkt gibt es ein großes Weiterbildungsangebot, das allerdings zu wenig dazu beiträgt, das Verhalten im Unternehmensalltag nachhaltig zu ändern. Das Weiterbildungsangebot geht damit häufig am Bedarf vorbei. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hochschule Darmstadt und der Personalberatung Heidrick & Struggles. Befragt wurden dafür Führungskräfte und Personalverantwortliche zu ihren Erwartungen hinsichtlich der Steigerung der digitalen Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. 75 Prozent der Befragten äußern, dass ein digitales Training „Verhaltensänderungen im Unternehmensalltag“ fördern sollte, im Kern solle es um einen „Mentalitäts- und Kulturwandel“ (70 Prozent) gehen. Entsprechend wird erwartet, dass sich die wichtigsten Themenfelder des Trainings um „digitale Geschäftsmodelle“ (80 Prozent), „digitale Führung“ (74 Prozent), „digitale Analytik“ (63 Prozent), „digitales Projektmanagement“ (51 Prozent) und „digitale Kommunikation und Vermarktung“ (46 Prozent) drehen. In der Praxis finden sich aber oft noch Weiterbildungsangebote, die vorrangig auf die Wissensvermittlung zu Themen wie digitale Sicherheit, Social Web, SEO (Suchmaschinenoptimierung), digitale Recherche und technologische Kompetenzen abzielen. Kommen Führungskräfte und Mitarbeiter nach den Trainings dann in ihren Unternehmensalltag zurück, können sie die neuen Inhalte und Kompetenzen kaum anwenden, da sie unveränderte Strukturen vorfinden und der Kulturwandel fehlt, so das Ergebnis der Studie. Handwerk stärkt Qualifizierung am Bau Initiative Energieeffizienz bietet Seminare 3838019-10-1 3836149-10-1 Seit einem Jahr stärkt das Handwerk über die „Handwerksinitiative Energieeffizienz“ Handwerksbetriebe in ihrer Beratungskompetenz. „Zentrales Instrument unserer Aktivitäten ist die Weiterbildung. Hier haben wir ein Instrumentarium entwickelt, das den Betrieben ermöglicht, ihren Kunden bestmögliche Lösungen aufzuzeigen“, so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Die energetischen Anforderungen an Gebäude sind gestiegen. Mit ihnen sind auch die Schnittstellen zwischen den Gebäudebestandteilen – zum Beispiel Mauerwerk und Fenster – immer komplexer geworden. Das Handwerk hat daher die Seminarreihe „Das Haus als System“ erstellt. In den sechs Modulen der 88 Unterrichtseinheiten umfassenden Seminarreihe werden die Schnittstellen zwischen den Gewerken beleuchtet. Absolventen werden zu technischen Herausforderungen geschult und steigern mit ihrem Know-how die Qualität der Bauplanung und -ausführung. Weiterbildungen wurden auch für einzelne Gebäudebestandteile wie etwa die Heizung entwickelt. Beim Kurs „Energieeffizienzhandwerker SHK“ befassen sich die Teilnehmer mit der Planung von Heizungs- und Warmwasseranlagen und dem hydraulischen Abgleich. Einen Überblick über die Weiterbildungsangebote im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz finden Handwerker in der Weiterbildungsdatenbank unter www.karriereportal-handwerk.de. 3837191-10-1