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Aus- & Weiterbildung | 10/2017

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10 Eine Zukunft in der Verpackungsbranche AUS- & WEITERBILDUNG 27. Oktober 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Digitalisierung in der Landwirtschaft Umstellung bei Lehr- und Lerninstrumenten In der Verpackungsbranche sind der Packmitteltechnologe und der Medientechnologe Druck zwei der wichtigsten Ausbildungsberufe. Mittels modernster Maschinentechnik entwickeln und produzieren die Packmitteltechnologen produktentsprechende Verpackungen. Die fachlichen Kenntnisse zur Entwicklung von Verpackungen über 3D-CAD-Systeme, das Bedienen der Verarbeitungsmaschinen beziehungsweise -anlagen, der Umgang mit unterschiedlichsten Materialien bis hin zur Qualitätskontrolle werden während der Ausbildung vermittelt. Die optimale Umsetzung des farbigen Erscheinungsbildes ist Sache der Medientechnologen Druck. Für ein perfektes Druckergebnis, überwachen sie den gesamten Druckprozess und sorgen damit für eine eindrucksvolle Wiedergabe von Text und Bild auf den Verpackungen. Das Wissen über die Druckverfahren, das Steuern der Druckmaschinen bis hin zur Kontrolle des Druck- und Farbergebnisses sind die wichtigsten Bestandteile der Ausbildung und verlangen Flexibilität und Sorgfalt in der Arbeitsweise. Ausgebildet werden die Berufe unter anderem bei der Wellpappe Auerswalde KG in Lichtenau bei Chemnitz. Das Unternehmen der Schiettinger Gruppe zählt nach eigenen Angaben zu den erfolgreichsten Dienstleistern bei der Herstellung und Veredelung verschiedenster Verpackungslösungen aus Wellpappe. Mehr als 230 Mitarbeiter, darunter 12 Auszubildende, realisieren je nach Kundenwünschen, täglich neue Verpackungslösungen und Displays. Foto: Wellpappe Auerswalde KG Landwirtschaftliche Fach- und Führungskräfte sowie Ausbilder, Berufsschullehrer und Prüfer in der landwirtschaftlichen Berufsbildung müssen sich zukünftig verstärkt darauf einstellen, digitale Lehr- und Lerninstrumente gezielt einzusetzen. Diese Schlussfolgerungen wurde auf der Fachtagung des Deutschen Bauerverbandes zur Digitalisierung im Bereich der landwirtschaftlichen Berufsausbildung gezogen. Aus Sicht der betrieblichen Praxis betonte Hartmut Kümmerle, Betriebsleiter und Ausbilder in Baden-Württemberg, dass digitale Technologien zur Optimierung technischer Betriebsabläufe beitragen und Arbeitserleichterungen ermöglichen. Im Bildungsbereich werde die Nutzung digitaler Lehrund Lerninstrumente auch die Qualität und Effizienz der agrarischen Berufsbildung beflügeln. Bestätigt wurde diese berufsständische Einschätzung von Vertretern der Berufsschulen und Weiterbildungseinrichtungen und auch der für die Berufsbildung zuständigen Stellen. Der Digitalisierung aller Teilbereiche der Land- und Agrarwirtschaft sollte sich nach gemeinsamer Einschätzung aller Bildungsexperten die berufliche Bildung noch stärker öffnen – und zwar im Hinblick auf die Nutzung digitalisierter Lehr- und Lernmittel. Beispielhaft vorgestellt wurden bisherige Praxiserfahrungen bei der Nutzung von „elektronischen Berichtsheften“ im Gartenbau, beim E- Learning im Fachschulbereich und der Anwendung elektronischer online-gestützter Lernplattformen. Von den Experten werden die bisher noch zu geringe überregionale Koordinierung und mangelnde Kooperationsstrukturen bei der Einführung und praktischen Nutzung digitaler Lehr-/Lerntechnologien in Betrieben, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen kritisch gesehen. 3869070-10-1

AUS- & WEITERBILDUNG 27. Oktober 2017 11 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Neue Aufgaben für Übersetzer Fortbildungsordnung tritt ab Januar mit neuen Anforderungen in Kraft Computer Aided Translation, virtuelle Datenbanken, Social Media- Plattformen zum Austausch von Übersetzungslösungen – hinter diesen Schlagworten verbergen sich verschiedenste digitale Entwicklungen der vergangenen Jahre. Sie wirken sich auf die Anforderungen aus, die heute an Übersetzerinnen und Übersetzer gestellt werden. Daher hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine neue Fortbildungsordnung zum Geprüften Übersetzer erarbeitet. Die bundeseinheitlich geregelte Fortbildung steht Personen mit kaufmännischer oder verwaltender Berufsausbildung offen. Voraussetzung sind eine mindestens einjährige Berufspraxis oder vergleichbare Qualifikationen und gehobene fremdsprachliche Kenntnisse. Mit dem anerkannten Fortbildungsabschluss können sie zum Beispiel für Unternehmen, Übersetzungsagenturen, Gerichte, Notare oder in öffentlichen Institutionen arbeiten. Die modernisierte Prüfungsordnung greift digitale Kompetenzanforderungen für Übersetzungsdienstleistungen und die besondere Bedeutung von Projektarbeit im Kundenauftrag durch verschiedene Neuerungen auf. Dies betrifft zum einen die Erweiterung der Prüfungsziele: Nach wie vor von zentraler Bedeutung sind inhaltlich und sprachlich korrekte Übersetzungen schwieriger Texte, das Verfassen eigener anspruchsvoller Texte in der Fremdsprache sowie die mündliche fremdsprachliche Kommunikation auf hohem Niveau. Neu sind insbesondere die computerunterstützte Die Digitalisierung sorgt auch bei Übersetzern für neue Herausforderungen. Foto: lightpoet/fotolia Übersetzung, Recherche und Terminologieverwaltung sowie Medienkompetenzen bei der kritischen Bewertung von Informationsquellen. Zudem lernen Geprüfte Übersetzer, Aufträge kunden- und qualitätsorientiert zu planen und abzuwickeln. Für diese Anforderungen beinhaltet die novellierte Fortbildungsordnung jetzt ein Prüfungsmodul: Zusätzlich zur schriftlichen Übersetzungsprüfung besteht eine neue Aufgabe der Prüflinge in der Erarbeitung eines Übersetzungsprojekts. Dies hat laut BIBB den Vorteil, dass eine praxisnahe, für Übersetzer typische, projektbasierte Arbeitsform geprüft wird. Die modernisierte Fortbildungsordnung tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Sie löst die alte Verordnung aus dem Jahr 2004 ab. Berufseinstieg meist reibungslos Ausbildungsabsolventen werden oft übernommen Für die meisten Ausbildungsabsolventen verläuft der Berufseinstieg reibungslos. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Rund zwei Drittel der Ausbildungsabsolventen werden direkt vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Vier Fünfteln der Ausbildungsabsolventen gelingt der Berufseinstieg nach dem Ausbildungsende, ohne arbeitslos zu werden. Ausbildungsabsolventen, die von ihren Ausbildungsbetrieben im Lehrberuf übernommen werden, erzielen im Mittel ein Einstiegsgehalt von rund 2070 Euro brutto. Wer von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen wird, jedoch in einem anderen Bereich als dem Ausbildungsberuf tätig ist, verdient im Mittel rund 2580 Euro. Absolventen, die nach der Ausbildung den Betrieb wechseln, aber nicht den Beruf, erhalten im Mittel rund 2280 Euro. Bei einem Wechsel von Betrieb und Beruf liegt das Einstiegsgehalt im Mittel bei rund 2120 Euro. Die geringsten Einstiegsgehälter bekommen die Ausbildungsabsolventen, die nach dem Ausbildungsende zunächst arbeitslos wurden: Nach einer Arbeitslosigkeit von bis zu drei Monaten liegt das mittlere Einstiegsgehalt bei rund 1730 Euro, nach einer Arbeitslosigkeit von vier Monaten oder länger bei 1620 Euro. Ein erhöhtes Risiko, nach der Ausbildung arbeitslos zu werden, besteht laut IAB im Friseurgewerbe oder bei Malern und Lackierern, ein niedriges hingegen zum Beispiel bei Absolventen im Bereich der Maschinenbau- und Betriebstechnik oder der Altenpflege. Bei der Berufswahl der meisten Jugendlichen gab es im Laufe der vergangenen Jahrzehnte der IAB- Studie zufolge eher wenig Veränderung. Nach wie vor konzentrieren sich junge Männer auf industrielle und technische Berufe, junge Frauen auf Büro-, Gesundheitsund Pflegeberufe. Bei kaufmännischen Berufen zeigen sich weniger geschlechtsspezifische Unterschiede – sie stehen bei beiden Geschlechtern hoch im Kurs. Die IAB-Studie analysierte die Daten von mehr als 15.000 Ausbildungsabsolventen in den Jahren 2013 und 2014. 3857413-10-1 3843291-10-1