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Aus- & Weiterbildung | 10/2017

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12 AUS- & WEITERBILDUNG

12 AUS- & WEITERBILDUNG Bank bietet Beruf mit Potenzial und Ausbildungs-Extras Volksbank Chemnitz mit attraktiven Möglichkeiten und Herausforderungen für Auszubildende und Studenten 27. Oktober 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Die Auszubildenden der Volksbank Chemnitz haben im vergangenen Jahr den Gartenzaun der Kita in Schellenberg wieder auf Vordermann gebracht. Foto: privat 3860638-10-1 Es ist kein Geheimnis, dass es für Unternehmen mehr und mehr zur Herausforderung wird, geeignete Bewerber für die angebotenen Ausbildungs- und Studienangebote zu finden. Die Volksbank Chemnitz eG geht deshalb mit der eine Azubi-WG für die Auszubildenden und Studenten der Berufsakademie (BA) einen besonderen Weg, nicht aus Werbezwecken, sondern aus Verantwortung der nächsten Generation gegenüber: Carmen Merkel, Ausbildungsverantwortliche der Bank: „Bei uns beginnen junge Leute ihre Ausbildung mitunter nach ihrem Realschulabschluss, das heißt sie sind circa 16 Jahre alt. Öffentliche Verkehrsmittel stehen meist zur Verfügung, sind jedoch zum Teil mit langen Fahrtzeiten verbunden. Je nach Wohnort kann es passieren, dass bis zu vier Stunden Fahrweg am Tag entstehen, um nach Chemnitz in unsere Hauptgeschäftsstelle oder in die Berufsschule zu gelangen. Da ist die Azubi-WG, zumindest in der Frage der Unterbringung, eine sehr gute Lösung, denn der Einstieg ins Berufsleben ist bekanntlich mit reichlich Veränderungen verbunden.“ Mit der Azubi-WG lernen die Auszubildenden Verantwortung zu übernehmen, Selbstständigkeit zu entwickeln und in der Gemeinschaft zu leben – ein stufenweiser Prozess des Lernens, um sich zukünftig zu organisieren und gegebenenfalls Konflikte zu lösen. Dazu dient auch eine weitere Besonderheit der Ausbildung bei der Volksbank Chemnitz: das Projekt „Junge Bank“. Eigene Ideen verwirklichen, Selbstvertrauen gewinnen und organisatorisches Geschick erwerben – das ist das Ziel der „Jungen Bank“, bei der die Azubis unter anderem Vorträge in Schulen zu finanzwirtschaftlichen Themen sowie einmal im Jahr ein Volleyballturnier für die Chemnitzer Oberschulen und Gymnasien organisieren. Zudem übernehmen sie mit ihrer Ausbildungsleiterin die Präsentationen auf den Ausbildungsmessen und engagieren sich in einem sozialen Projekt. Die Vorteile liegen auf der Hand: „Man sieht in den drei Jahren der Ausbildung, wie die jungen Leute mit ihren Aufgaben wachsen und immer selbstbewusster werden“, sagt Carmen Merkel. Vor allem bei den Vorträgen und den Messen ergibt sich noch ein weiterer Vorteil: „Die Auszubildenden kommunizieren mit jungen Leuten auf Augenhöhe und sprechen so über eigene Erfahrungen im Beruf und Ausbildungsunternehmen“, so Carmen Merkel. Wie attraktiv die Ausbildung zum Bankkaufmann und zur Bankkauffrau auch in Zeiten, in denen Standardgeschäfte wie die Anlage von Daueraufträgen oder Überweisungen problemlos online erledigt werden, noch immer ist, erklärt Ausbildungsleiterin Carmen Merkel: „Unsere Berater stellen nicht einzelne Produkte in den Mittelpunkt, sondern den Kunden mit seinen ······································································· CARMEN MERKEL Ausbildungsleiterin bei der Volksbank ······································································· Zielen und Wünschen. Nur in einem persönlichen Gespräch kann der Berater seinem Kunden genau zuhören, dann gemeinsam alle Fragen klären und sich ein umfassendes Bild von der individuellen Finanzsituation machen. Der Kunde erhält dank dieser persönlichen Beratung eine ganz genau auf seine Bedürfnisse abgestimmte Finanzlösung.“ Sie macht sich deshalb keine Sorgen um den Berufsstand. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass junge Menschen eher selten zur Bank gehen. Doch spätestens beim Finanzierungsbedarf von Wohneigentum suchen sie die Erfahrung unserer gut ausgebildeten Berater. Deshalb sind wir fest davon überzeugt, dass Menschen in unserer Branche in Hinblick auf ihre Beratungskompetenz durch Technik nicht zu ersetzen sind.“ Bei der Volksbank Chemnitz werden Mädchen und Jungen zu Bankkaufleuten ausgebildet. Zudem bietet das Finanzunternehmen mit der Berufsakademie in Glauchau einen Studienplatz zum Bachelor of Arts in der Spezialisierung Bank an. „Der große Vorteil eines Studiums an der Berufsakademie ist jedoch, dass die jungen Leute praktisch sehen, was sie studieren“, weiß die Ausbildungsleiterin aus langjähriger Erfahrung. –www.volksbank-chemnitz.de

Kammer vermittelt Bewerber passgenau ans Handwerk Spezielles Angebot hilft Schülern und Firmen in der Region AUS- & WEITERBILDUNG 27. Oktober 2017 13 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3803819-10-1 Fast 4000 Jugendliche mehr als noch im Jahr 2016 haben in diesem Jahr eine Ausbildung im Handwerk gestartet. Das teilt der Zentralverband des Deutschen Handwerks mit. Davon profitiert auch das Bauhandwerk. Für die passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen gibt es ein Angebot der Handwerkskammer Chemnitz. Foto: goodluz/fotolia Das neue Ausbildungsjahr läuft schon ein paar Wochen und wieder konnten im Bereich der Handwerkskammer Chemnitz nicht alle freien Ausbildungsstellen besetzt werden. Spitzenreiter ist das Frisörhandwerk, wo Ende September noch 46 Ausbildungsstellen offen blieben. In der Rangliste der unbesetzten Ausbildungsstellen standen zudem der Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung, Klima (42 offene Stellen), der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (35) sowie der Kfz-Mechatroniker (20) ganz oben auf der Liste. „Nach einer langen Phase, in der kaum ein junger Mensch einen Bauberuf erlernen wollte, spüren wir jetzt aber wieder eine stärkere Nachfrage der Jugendlichen“, sagt Nora Langfritz. Seit September ist die 39-Jährige bei der Handwerkskammer Chemnitz für die Betreuung des Projektes „Passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen“ zuständig. Ziel des Projektes ist es, den Bedarf der Betriebe mit den Anfragen von Schülern abzustimmen. „Viele kleine und mittelständische Handwerksbetriebe haben gar nicht die Zeit, sich um die Besetzung von Ausbildungsplätzen zu kümmern. Und da komme ich ins Spiel“, sagt Nora Langfritz. Sie spricht mit den Handwerksmeistern über deren Anforderungen an Lehrlinge und fragt auch danach, in welchen Bereichen auch einmal ein Auge zugedrückt werden kann, falls der potenzielle Bewerber diese Anforderungen nicht zu 100 Prozent erfüllt. „Dann schaue ich in meinem Netzwerk aus Schulen und anderen Partnern, welcher junge Mensch auf diese oder jene Stelle passen würde“, erklärt Nora Langfritz das weitere Vorgehen. Im Idealfall folgt darauf ein erstes Praktikum. ······································································· NORA LANGFRITZ Vermittlerin der Handwerkskammer Chemnitz Foto. HWK Chemnitz ······································································· Der Vorteil ist, dass die Chemnitzerin weiß, wovon sie spricht. Nach einer Lehre und erfolgreich absolvierter Meisterschule im Maler- und Lackiererhandwerk arbeitete sie bei einem privaten Bildungsträger viele Jahre in der Ausbildung Jugendlicher. Dabei betreute sie auch schwierige Fälle, für die aber meist eine gute Lösung gefunden wurde. „Die Ausbildungsbetriebe versuche ich in der Regel davon zu überzeugen, dass sie mit ihren Anforderungen an die Lehrlinge ein Stück zurückgehen. Den Azubis, die bisher Probleme in der Schule hatten, lege ich eine inhaltlich einfachere Ausbildung ans Herz“, sagt sie. So sei es zum Beispiel möglich, die zweijährige Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter zu absolvieren und anschließend, die entsprechenden Leistungen vorausgesetzt, die Lehre mit dem Ziel des Abschlusses als Maurer beziehungsweise als Beton- oder Stahlbetonbauer fortzusetzen. „Es gibt für fast jeden Handwerksberuf ein kürzeres Pendant. Wer anschließend den nächst höheren Abschluss anstrebt, muss unter Umständen auch keine zeitlichen Einbußen befürchten“, macht Nora Langfritz deutlich. Details bespricht sie gern persönlich mit den Betrieben, Schülern und deren Eltern. Ein großes Anliegen sind ihr die Mädchen – aus eigener Erfahrung und aus gutem Grund: „Viele Mädchen ziehen einen Handwerksberuf für sich leider gar nicht in Betracht. Aber man muss als Mädchen im Handwerk nicht unbedingt auf der Baustelle stehen. Die Karrierewege sind so vielfältig. Ich habe selbst erfahren, dass es besser ist, eine solide und praktische Grundlage zu haben, bevor man sich weiterentwickelt oder studiert. Dann weiß man, wovon man redet!“ 3859806-10-1 3860188-10-1