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Aus- & Weiterbildung | 10/2017

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Altenpflege: Höhere Jobchancen durch Qualifizierung Analyse: Weiterbildung im Pflegebereich lohnt sich Die Teilnahme an einer geförderten Weiterbildung im Bereich der Altenpflege lohnt sich. Sowohl Umschulungen als auch kürzere Weiterbildungen verbessern die Arbeitsmarktchancen Arbeitsloser deutlich. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg hervor. Eine Umschulung zum Altenpfleger erhöht die Beschäftigungswahrscheinlichkeit laut der Arbeitsmarktexperten langfristig um rund 20 Prozentpunkte. Kürzere Weiterbildungen mit einer Dauer von wenigen Wochen bis zu einem Jahr können laut IAB-Experten die Beschäftigungswahrscheinlichkeit langfristig um 10 bis 20 Prozentpunkte steigern. Bei der auf die Weiterbildung folgenden Beschäftigung in der Altenpflege ist der Teilzeitanteil ähnlich hoch wie im Altenpflegebereich insgesamt: Mehr als Wer sich im Bereich der Altenpflege weiterbildet, der hat bessere Jobchancen. Foto: Robert Kneschke/fotolia die Hälfte aller Altenpflegerinnen und Altenpfleger in Deutschland arbeiten in Teilzeit. Ein hoher Anteil der vormals Arbeitslosen, die in der Altenpflege geschult wurden, arbeitet auch AUS- & WEITERBILDUNG 27. Oktober 2017 17 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG langfristig im Pflegebereich. Unter den Umschulungsteilnehmenden sind es rund 70 Prozent, bei den Teilnehmenden an den kürzeren Weiterbildungen sind es rund 50 Prozent. Hochschulen verzeichnen mehr Absolventen Zahl seit 2001 auf rund 490.000 gestiegen Im Prüfungsjahr 2016 (Wintersemester 2015/2016 und Sommersemester 2016) erwarben rund 492.000 Absolventen einen Hochschulabschluss an deutschen Hochschulen. Damit ist deren Zahl seit 2001 kontinuierlich angestiegen, im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, bestanden 442.600 deutsche Absolventen ihre Abschlussprüfung, 49.100 (10 Prozent) hatten eine ausländische Staatsbürgerschaft. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Masterabschlüsse um 9 Prozent auf 124.400 und der Bachelorabschlüsse um 2 Prozent auf 249.600 (ohne Lehramt). Die Lehramtsprüfungen (44.000) und Promotionen (29.300) blieben auf unverändertem Niveau. Einen Rückgang gab es bei den Fachhochschulabschlüssen mit – 2 Prozent auf 9800 und bei den universitären Abschlüssen mit – 11 Prozent auf 34.600. Mehr als ein Drittel der Examen wurde 2016 in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften abgelegt (39 Prozent). 26 Prozent schlossen ihr Studium in Ingenieurwissenschaften erfolgreich ab, 11 Prozent in Mathematik und Naturwissenschaften und ebenfalls 11 Prozent in den Geisteswissenschaften. In der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften erwarben 6 Prozent der Absolventen einen Abschluss. Zusammengefasst erreichten die übrigen Fächergruppen Sport, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin sowie Kunst, Kunstwissenschaft einen Anteil von 7 Prozent an allen Abschlüssen. 3867360-10-1