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Aus- & Weiterbildung | 10/2017

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2 Mehr Erzieher braucht

2 Mehr Erzieher braucht das Land Nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung fehlen allein in den Kitas mehr als 17.000 Fachkräfte Es gibt ja mittlerweile einige Berufe mit guten bis sehr guten Jobchancen auch in Zukunft. Der Erzieherberuf gehört auf jeden Fall dazu, schließlich fehlen allein in den sächsischen Kitas mehr als 17.000 vollzeitbeschäftigte Erzieher. Das hat die Bertelsmann-Stiftung errechnet. Die Zahl basiert auf einem nach Meinung der Stiftung kindgerechten und pädagogisch sinnvollen Betreuungsverhältnis von 1:3 bei den unter Dreijährigen und von 1:7,5 bei den über Dreijährigen. Nach Angaben der Stiftung betreut eine Erzieherin in einer sächsischen Kita momentan sechs Krippenkinder beziehungsweise 13 Kindergartenkinder. Deutschlandweit ist das eines der schlechtesten Betreuungsverhältnisse. Elternvertreter und Kitabetreiber fordern seit längerem, dass in Kitas mehr qualifiziertes Personal für die Betreuung zur Verfügung steht. Ab dem kommenden Jahr will auch Nicole Klug die Erzieherinnen und Erzieher in den sächsischen Kitas unterstützen. Sie absolviert derzeit bei der DPFA in Chemnitz eine entsprechende Ausbildung und befindet sich im letzten Jahr vor dem Berufsabschluss. Sie muss nicht lange über die Frage nachdenken, weshalb sie sich für die anspruchsvolle, dreijährige Ausbildung entschieden hat: „Ich mag Kinder wirklich sehr und sehe dort auch meine berufliche Zukunft. Kinder sind herzlich und ehrlich, noch ganz und gar authentisch.“ Zudem Nicole Klug (rechts im Bild) lässt sich bei der DPFA in Chemnitz zur Erzieherin ausbilden. Nach Angaben von Schulleiterin Kerstin Dohn (links im Bild) sind die Jobchancen in dem Beruf sehr gut. Foto: Bianca F. Kother/DPFA Chemnitz AUS- & WEITERBILDUNG ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG würden im Berufsbild viele ihrer eigenen Interessen einen Platz finden. „So bin ich zum Beispiel gern in der Natur, bin aktiv und kreativ. Für einen Erzieher gehört dies zum Berufsalltag.“ Ihr sei dabei durchaus bewusst, dass der Job auch sehr anstrengend sei. „Doch wo bekommt man soviel direktes Lob für seine Anstrengungen?“, fragt sie. Die DPFA in Chemnitz gehört zu den Fachschulen in Sachsen, in denen Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. „Mir wurde die Schule von zwei Absolventen sehr empfohlen und ich habe meine Entscheidung noch an keinem einzigen Tag bereut. Allein das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern ist zum Beispiel sehr offen und kollegial. Man fühlt sich aufgehoben und ernst genommen. Noch viel wichtiger ist jedoch, dass uns die Theorie sehr praxisnah vermittelt wird. Wir bekommen eine große Methodenvielfalt an die Hand gegeben, die wir in unseren Praktika anwenden können. Und gerade dort, also in den Praxiseinrichtungen, höre ich auch immer wieder, wie gut der Ruf meiner Schule ist“, sagt sie. Schulleiterin Kerstin Dohn freut sich über dieses DER BERUF UND DIE AUSBILDUNG In Sachsen werden Erzieher an Fachschulen ausgebildet. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Zur schulischen Ausbildung gehören Praktika unter anderem in Kitas und Jugendeinrichtungen. Für eine Ausbildung wird in Sachsen mindestens ein Realschulabschluss und eine mindestens zweijährige, anerkannte Berufsausbildung, etwa zum Sozialassistenten, vorausgesetzt. In sächsischen Kitas arbeiten derzeit fast 30.000 Erzieherinnen und Erzieher. Mehr als 7000 von ihnen sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes 55 Jahre oder älter. Erzieherinnen und Erzieher finden Beschäftigung in Kindergärten, Kinderkrippen und Horten, in Kinder-, Jugendwohn- und Erziehungsheimen, in Familienberatungs- und Suchtberatungsstellen sowie in Tagesstätten oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung. Nach Angaben der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2014 bekommt eine Erzieherin in Westdeutschland durchschnittlich 2540 Euro (brutto) pro Monat. In Ostdeutschland sind es im Schnitt 200 Euro weniger. Lob. In ihren Augen ist der Erzieherberuf durch die verschiedenen Arbeitsfelder – neben den bekannten wie Krippe, Kindergarten, Hort, gehören auch weniger bekannte wie die Arbeit in Wohngruppen, an Förderschulen, in Kinder- und Jugendclubs dazu – stets abwechslungsreich. „Kein Tag ist wie der andere. Erzieherinnen und Erzieher arbeiten jeden Tag mit Menschen zusammen, begleiten diese in ihrer Entwicklung, bei Höhen und Tiefen“, so die Schulleiterin. Für ausgelernte Erzieherinnen und Erzieher sei stetige eigene Weiterentwicklung möglich und nötig. In der Ausbildung werden all diese Aspekte aufgegriffen. „Wir bieten einen handlungs- und praxisorientierten Unterricht und Praktika in verschiedenen Arbeitsfeldern“, sagt Kerstin Dohn. Aktuell sei der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern sehr hoch. Absolventen hätten gute Einstiegschancen. Über eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels in den sächsischen Kitas würde sich auch die Schulleiterin freuen. Denn damit bestünde die Chance, individueller und somit erfolgreicher mit den Kindern zu arbeiten. -www.dpfa.de 27. Oktober 2017 Hoch hinaus in der Ausbildung Dachdecker sind gefragt Wenn es ins Dach hineinregnet, hilft auch der beste Arzt nicht. Und wenn es unter dem Dach im Sommer zu heiß wird und im Winter die Heizkosten drastisch steigen, kann auch der Dipl.-Betriebswirt nichts daran ändern. Gut also, dass es Dachdecker gibt. „2,9 Millionen Studierenden im Wintersemester 2016/17 an deutschen Hochschulen stehen gerade einmal 317.000 Handwerker-Auszubildende gegenüber“, erläutert Landeslehrlingswart Paul Hobeck vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Sachsen. „Da muss sich niemand wundern, wenn Dachdecker immer gefragter sind.“ Als Alternative für eine berufliche Zukunft in einem von Jungakademikern „überschwemmten“ Arbeitsmarkt empfiehlt Köhler daher die Ausbildung im Handwerk – oder genauer gesagt: im Dachdeckerhandwerk. Dass es in dieser Ausbildung nicht nur ums Ziegelauflegen auf Dächer geht, verkennen immer noch viele Schüler, Eltern und Lehrer. So gehört die gesamte Gebäudehülle zu den Arbeitsbereichen der Dachdecker. Von der Fundamentabdichtung über die energetische Optimierung der Wandbereiche bis hin zur Dacheindeckung mit keramischen Baustoffen, Beton, Holz, Kunststofffolien, Bitumen, Metall – und sogar bis zur Vorbereitung einer ökologisch wertvollen Dachbegrünung – reicht das Aufgabenspektrum dieses Handwerks. „Allein schon die genannten Nachwuchszahlen dokumentieren, wo die besseren Perspektiven für eine sichere berufliche Zukunft zu finden sind“, so Hobeck. „Und das in nur sechs Semestern“, ergänzt er augenzwinkernd. Da bekanntlich Angebot und Nachfrage in der Marktwirtschaft den Preis bestimmen, müssen sich weder Auszubildende in diesem Gewerk noch Gesellen mit ihrem Einkommen vor Studierenden oder frisch gebackenen Akademikern „verstecken“. Und wer die Karriereleiter im Handwerk noch weiter hinaufsteigt, kann mit dem Meisterbrief in der Tasche auch ein Studium anschließen. Für ihn ist der oft geäußerte Wunsch, „Du sollst es einmal besser haben“, als deutliche Empfehlung für eine Ausbildung im Handwerk zu verstehen.

IMPRESSUM Aus-& Weiterbildung ist eine Anzeigensonderveröffentlichung der „Freien Presse“. AUS- & WEITERBILDUNG 27. Oktober 2017 3 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Trend zu dualem Studium hält an Fachportal: Derzeit mehr als 100.000 dual Studierende in Deutschland HERAUSGEBER/VERLAG Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG (CVD) Geschäftsführer: Ulrich Lingnau Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz Geschäftsführer: Tobias Schniggenfittig Brückenstraße 15, 09111 Chemnitz ANZEIGENLEITUNG Torsten Müller Telefon: 0371 656 10717 Mail: torsten.mueller@ cvd-mediengruppe.de REDAKTION Christian Wobst Telefon: 01712898247 DRUCK Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG Für dieses Produkt gilt eine Sonderpreisliste einschließlich der Allgemeinen und Zusätzlichen Geschäftsbedingungen des Verlags. TITELBILD istockphoto@PeopleImages TERMIN Die nächste Beilage „Aus- und Weiterbildung“ erscheint im Frühjahr 2018. Die aktuelle Auswertung der Datenbank „AusbildungPlus“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt: Der Aufwärtstrend bei dualen Studiengängen setzt sich fort. Erstmals sind bei Ausbildung- Plus mehr als 100.000 dual Studierende gemeldet. Auch bei den Studiengängen ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen: Derzeit sind 1592 Angebote von deutschen Hochschulen registriert. Zugleich bieten immer mehr Betriebe Ausbildungsplätze für ein duales Studium an. Während im Jahr 2004 von den Unternehmen knapp 18.200 Angebote zur Verfügung standen, waren es zum jetzigen Stichtag rund 48.000 Kooperationsangebote. Die Zahl der Studierenden (2004: 40.982) und der kooperierenden Unternehmen haben sich somit in diesem Zeitraum jeweils mehr als verdoppelt. Die Zahl der dualen Studiengänge hat sich seit 2004 – damals waren es 512 – mehr als verdreifacht. Nach wie vor gibt es in den Fachrichtungen des Ingenieurwesens Der Aufwärtstrend bei dualen Studiengängen setzt sich fort. Foto: bluedesign/fotolia mit 600 und Wirtschaftswissenschaften mit 540 Studiengängen die größte Zahl der angebotenen Studiengänge. Im Vergleich zum Gesamtangebot sind das 38 Prozent beziehungsweise 34 Prozent aller zur Auswahl stehenden dualen Studienangebote. Am stärksten nachgefragt sind die Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften mit 44.631 Studierenden, gefolgt von Ingenieurwesen mit 27.410 sowie Sozialwesen/Erziehung/Gesundheit und Pflege, in denen 10.661 Studierende erfasst sind. Zu beobachten ist laut BIBB eine weiter zunehmende Ausdifferenzierung bei den Studienangeboten. Ein hoher Zuwachs an Angeboten ist in den vergangenen Jahren in der Wirtschafts- und Gesellschaftslehre festzustellen, gefolgt von Angeboten der öffentlichen Verwaltungen und des Polizeidienstes. Der Bereich Sozialwesen, Gesundheit und Pflege bleibt in seiner Entwicklung mit 159 Angeboten konstant. Hier wächst aber die Zahl der Studierenden. Am häufigsten werden hier Studiengänge aus der Kategorie Pflegewissenschaften angeboten. Dabei dominieren die Kombinationen mit Ausbildungsberufen in der Altenpflege und in kaufmännischen Berufen. „AusbildungPlus“ ist ein seit 2015 vom BIBB betriebenes Fachportal. „Herzstück“ ist eine Datenbank, die bundesweit über duale Studiengänge und Zusatzqualifikationen in der dualen Berufsausbildung informiert, also über Qualifizierungsangebote, die eine duale Ausbildung mit weiteren Bildungsangeboten verknüpfen. Interessierte Jugendliche können die Datenbank nach passenden Angeboten durchsuchen. Anbieter – zum Beispiel Betriebe, (Fach-)Hochschulen oder Berufsakademien – können ihre Ausbildungs- und Studienangebote kostenlos veröffentlichen. –www.ausbildungplus.de 3868904-10-1