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Aus- und Weiterbildung | 10/2018

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14 ANZEIGEN AUS- & WEITERBILDUNG 26. Oktober 2018 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Soziales Umfeld ist entscheidend für die Berufswahl Ursachen des Lehrlingsmangels im Handwerk 3899000-10-1 3956728-10-1 3951521-10-1 Damit bei Jugendlichen Interesse an Handwerksberufen wie dem Dachdecker geweckt wird, müssen sie umfassend informiert werden. Stehen Jugendliche vor der Frage, ob sie einen Handwerksberuf erlernen sollten, geht es für sie nicht nur darum, ob die Arbeit interessant ist, was sie einbringt und unter welchen Bedingungen sie zu verrichten ist. Noch wichtiger ist für die Jugendlichen, ob ihnen die Wahl des Berufs hilft, in ihrem sozialen Umfeld zu punkten. Ist dies nicht der Fall, nehmen viele vom betreffenden Beruf Abstand, selbst dann, wenn ihnen die Arbeit darin gefallen würde. Dies sind Ergebnisse einer Befragung von rund 1700 Schülern, die der neuesten Ausgabe der Reihe BIBB Report des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zugrunde liegen. Für das Handwerk stellt der starke Einfluss des sozialen Umfeldes eine große Herausforderung dar. Denn immer mehr Schüler stammen aus Elternhäusern, die selbst keine Verbindung zum Handwerk mehr haben und von ihren Kindern das Abitur oder einen Hochschulabschluss erwarten. Die Folgen: Viele dieser Kinder verlieren nicht nur das Interesse, an einer Berufsausbildung im Handwerk überhaupt noch zu denken. Sie wissen auch über Handwerksberufe und ihre Tätigkeitsanforderungen weniger Bescheid – anders als ihre Klassenkameraden, die über ihre Bekannten und Verwandten noch Kontakte zu Handwerkern haben. Durch eine stärkere Aufklärung über die aktuellen Tätigkeitsanforderungen in Handwerksberufen ließe sich sehr wohl das Interesse der Schüler steigern. Denn das, Foto: HF.Redaktion was sich diese vor allem wünschen – abwechslungsreiche und kreative Arbeit unter Einsatz modernster Technik – kennzeichnet nach Ansicht von Ausbildern die Arbeit in Handwerksberufen viel stärker als Jugendliche vermuten. Gleichwohl bleibt es für die Jugendlichen aber die entscheidende Frage, ob ein Beruf ihr Ansehen beziehungsweise ihre Stellung in ihrem sozialen Umfeld stärkt. Ist dies nicht der Fall, zum Beispiel, weil sie infolge der Erwartungen ihrer Eltern den Gedanken an eine Berufsausbildung im Handwerk längst aufgegeben haben, vermag auch die Aufklärung über die tatsächlichen Tätigkeiten in diesen Berufen nur noch wenig bewirken. Für BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser verdeutlichen die Ergebnisse, dass Berufsorientierung in den Schulen nicht nur über Handwerksberufe und ihre modernen Arbeitsanforderungen informieren sollte. „Sie muss auch Identifikationspotenziale für junge Menschen aufzeigen.“ Deshalb sei zum Beispiel die Idee richtig, Auszubildende als Ausbildungsbotschafter in die Schulklassen zu schicken. „Eine junge Auszubildende mit höherem Schulabschluss, die sich bewusst für einen männertypischen Handwerksberuf, wie zum Beispiel Klempner oder Metallbauer, entschieden hat, hat eine emotional wesentlich bedeutsamere Wirkung auf die Schüler als eine Broschüre, in der mit klugen Argumenten für eine von Klischees unabhängige Berufswahl geworben wird.“

AUS- & WEITERBILDUNG 26. Oktober 2018 15 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE ANZEIGE Textilbranche: Attraktiv und modern ANZEIGEN Die heimische Textil- und Modebranche präsentierte sich unlängst auf der 7. Internationalen Chemnitzer Textilfachmesse mtex+ als modern und attraktiv für junge Leute. Die vom Verband der Nord-Ostdeutschen Textilund Bekleidungsindustrie e. V. (vti) unterstützte Kampagne „Go textile!“ informiert vor allem über Online-Medien zu Ausbildungs- und Karrierechancen in der Branche. Die 12.000 Beschäftigten in Sachsen produzieren unter anderem hochwertige Sport- und Arbeitsschutzbekleidung, Damast-Bettwäsche, beheizbare Vliesstoffe und Anti-Zecken-Socken. „Unsere mit Hightech ausgestatteten Firmen benötigen Ingenieure ebenso wie Maschinen- und Anlagenführer, Textilveredler, Laboranten oder Kaufleute mit Fremdsprachenkenntnissen“, sagt vti-Geschäftsführer Dr. Peter Werkstätter: „Abiturienten können – deutschlandweit einmalig – einen kombinierten Bachelor-Master-Studiengang Textiltechnologie an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der TU Chemnitz belegen. Studienmöglichkeiten bieten sich auch an der TU Dresden.“ www.go-textile.de www.vti-online.de. Foto: mtex+/Kristin Schmidt Als Azubi ins Ausland Studie zu Mobilität in dualen Ausbildungsberufen Jedes Jahr nutzen tausende junger Menschen die Möglichkeit, einen Teil ihrer Berufsausbildung im Ausland zu verbringen. Aber welche Berufe sind dabei stark, welche weniger gut vertreten? Hoch ist die Beteiligung zum Beispiel bei den Industriekaufleuten und einigen Berufen im Elektrobereich, eher gering dagegen bei den zahlenmäßig starken Ausbildungsberufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Verkäufer/-in. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wirft in der aktuellen Ausgabe seiner Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“ mit dem Schwerpunktthema „Internationale Mobilität“ einen genaueren Blick darauf, wie viele Auszubildende aus welchen Berufen die Chance einer Auslandsqualifizierung nutzen. So haben im Jahr 2017 insgesamt 5,3 Prozent aller Auszubildenden in Deutschland einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbracht – beinahe jeder zweite von ihnen mit Unterstützung durch das von der Europäischen Union geförderte Programm Erasmus+. Dies zeigt eine aktuelle Mobilitätsstudie der Nationalen Agentur Bildung für Europa (NA) beim BIBB. 3956690-10-1 3956344-10-1 IMPRESSUM Aus- und Weiterbildung ist eine Sonderausgabe der „Freien Presse“. VERLAG Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG (CVD) Brückenstraße 15, 09111 Chemnitz ANZEIGENLEITUNG Tobias Schniggenfittig (verantw.) VERKAUFSLEITER Torsten Müller, Telefon: 0371 656 10717 Mail: torsten.mueller@ cvd.mediengruppe.de REDAKTION Christian Wobst, Telefon: 01712898247 TITELBILD sturti/adobe.stock.com 3956217-10-1