Aufrufe
vor 2 Wochen

Aus- und Weiterbildung | 10/2018

  • Text
  • Weiterbildung
  • Unternehmen
  • Sonderausgabe
  • Oktober
  • Sachsen
  • Deutschland
  • Mitarbeiter
  • Chemnitz
  • Ausbildung
  • Auszubildende

16

16 Weiterbildung in Deutschland Hohe Teilnahmequote Jeder zweite Deutsche nimmt mindestens einmal im Jahr an einer Weiterbildung teil. Damit ist die Teilnahmequote an Weiterbildung seit 2012 ungebrochen hoch. Die über 50-Jährigen haben ihre Beteiligung in den vergangenen zehn Jahren sogar noch gesteigert. So das Ergebnis des Adult Education Survey. Die Beteiligung zwischen verschiedenen Altersgruppen nähert sich langfristig an. Am aktivsten sind die 35- bis 49-Jährigen mit einer Teilnahmequote von 55 Prozent, gefolgt von den 18- bis 34-Jährigen mit 49 Prozent. Wie kaum eine andere Berufsgruppe stehen die industriellen Metallund Elektroberufe im Blickpunkt, wenn es um die Digitalisierung der Arbeitswelt geht. Deshalb wurden jetzt die Ausbildungsordnungen von elf Metall- und Elektroberufen angepasst. Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit werden Bestandteile der Ausbildung. Eine Reihe von Zusatzqualifikationen gibt den Betrieben zudem die Möglichkeit, gezielt AUS- & WEITERBILDUNG Metall und Elektro: Berufe neu gestaltet Digitalisierung: Ausbildungsordnungen angepasst Kompetenzen für den digitalen Wandel aufzubauen. Überarbeitet wurden der Mechatroniker sowie die Metallberufe Anlagenmechaniker, Industriemechaniker, Konstruktionsmechaniker, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker und die Elektroberufe Elektroniker für Automatisierungstechnik, Betriebstechnik, Gebäude- und Infrastruktursysteme, Geräte und Systeme sowie Informations- und Systemtechnik. Stadtwerke bieten Karrierechancen 26. Oktober 2018 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE ANZEIGEN Annaberger Energieversorger zeigt Perspektiven auf Franz Kirchner ist nach erfolgreicher Ausbildung Anlagenmechaniker für Versorgungstechnik. Er übt bei den Stadtwerken Annaberg-Buchholz eine verantwortungsvolle Tätigkeit aus. Foto: ANZEIGE Stadtwerke/Päßler Die Stadtwerke Annaberg-Buchholz bieten mehr als einen Ausbildungsplatz. Die Jugendlichen erlernen bei dem kommunalen Energieversorger einen Beruf, der echte Perspektiven bietet. Ob Elektroniker für Betriebstechnik, Anlagenmechaniker oder Fachangestellter für Bäderbetriebe – alle Ausbildungsberufe sind mit großer Verantwortung verbunden. Nach erfolgreicher Lehrzeit können die Azubis in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Ulrike Brückner ist Bereichsleiterin Personalwesen. Sie erklärt, welche Erwartungen das Unternehmen an Jugendliche hat, die sich bewerben: „Die jungen Leute sollten sich mit unserer Region verbunden fühlen. Außerdem müssen sie echtes Interesse an einer Ausbildung mit Perspektive zeigen und erkennen lassen, dass sie auch selbst über Potenzial verfügen. Selbstverständlich ist ein ordentlicher Schulabschluss mit entsprechendem Zeugnis erforderlich.“ Mehrere junge Mitarbeiter durchliefen in den vergangenen Jahren diesen Weg, so auch Franz Kirchner. Er erlernte den Beruf eines Anlagenmechanikers für Versorgungstechnik. Im Februar schloss er die Ausbildung erfolgreich ab. Gemeinsam mit seinen Kollegen sorgt Franz Kirchner dafür, dass die Heizung im Herbst und Winter nie kalt bleibt: „Meine wichtigste Aufgabe ist die Wartung und Instandhaltung von Fernwärmeanlagen“, so der junge Stadtwerker. SERVICE Wer mehr über eine Ausbildung bei den Stadtwerken Annaberg- Buchholz erfahren möchte, kann sich im Internet informieren. Außerdem freut sich Toni Herrmann aus der Personalabteilung über Anrufe. Bei ihm können sich Interessierte gern telefonisch erkundigen. Ihn erreicht man unter 03733 5613-927. –www.swa-b.de/karriere 3955818-10-1 3898709-10-1

AUS- & WEITERBILDUNG 26. Oktober 2018 17 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Ingenieurnachwuchs entwirft Achterbahnen Ingenieurkammer unterstützt Schülerwettbewerb Spektakuläre Achterbahnen mit ihren Loopings, Schrauben sowie Berg- und Talfahrten sind für die Besucher eines Freizeitparks das absolute Highlight. Dabei vergessen die meisten, dass es sich bei den Fahrgeschäften um komplexe technische Anlagen handelt, deren Konstruktion ein hohes Fachwissen der jeweiligen Ingenieure erfordert. Der bundesweite Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern – „junior.ING“– stellt jungen technikbegeisterten Menschen daher in diesem Schuljahr die anspruchsvolle Aufgabe, mit einfachen Materialien ein Achterbahnmodell zu konstruieren. „Die Ingenieurkammer Sachsen beteiligt sich das erste Mal an diesem Wettbewerb“, sagt Kammerpräsident Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke. „Mit dem Leipziger Freizeitpark Belantis konnten wir bereits einen wichtigen Partner gewinnen, der den Wettbewerb genauso engagiert unterstützt wie wir.“ Mitmachen kann jede Schülerin und jeder Schüler im Freistaat. Es gibt zwei Altersstufen (bis 8. Klasse, ab 9. Klasse), aus denen im Mai 2019 jeweils ein Landessieger ermittelt wird. Die Sieger dürfen im Juni 2019 zum Bundesentscheid nach Berlin. „Ziel ist es, zwei konkurrenzfähige Modelle nach Berlin zu entsenden“, so Milke weiter. „Schließlich wollen wir auch bei diesem Wettbewerb zeigen, dass Sachsen das Land der Ingenieure ist.“ Sachsen – das Land der Ingenieure? Woher kommt dieser Slogan. „Wir haben in Sachsen auf dem Arbeitsmarkt die höchste Ingenieursdichte bundesweit“, erklärt Milke. 5,7 Prozent aller Beschäftigten im Freistaat sind Ingenieure. Und rund die Hälfte der wirtschaftlichen Wertschöpfung in Sachsen geht auf ingenieurtechnische Leistungen zurück. „Aufgrund dieser enormen wirtschaftlichen Bedeutung des Berufsstandes ist es wichtig, dass wir uns für den Ingenieurnachwuchs einsetzen und junge Menschen für technische Berufe begeistern“, sagt Milke, der selbst Professor an der HTWK Leipzig ist. Dass dies notwendig ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Von den 1,7 ANZEIGE Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke ist Präsident der Ingenieurkammer Sachsen. Foto: Ingenieurkammer Sachsen Millionen Ingenieuren in Deutschland gehen jedes Jahr mindestens 40.000 in den Ruhestand. Hinzu kommt eine teils rasante technische Entwicklung, die nach Schätzungen weitere 40.000 Ingenieure pro Jahr zusätzlich erfordert. Dem Bedarf von 80.000 Ingenieuren stehen jährlich jedoch gerade einmal 47.000 Masterabschlüsse in den Ingenieurswissenschaften gegenüber. „In Sachsen können wir unseren Bedarf von rund 7000 Ingenieuren zwar gerade so decken“, erklärt Kammerpräsident Milke. „Jedoch benötigen wir hier in Sachsen für Fachkräfte auskömmliche Gehälter und Honorare, damit uns die jungen Menschen nicht in andere Bundesländer abwandern.“ Informationen zum „Schülerwettbewerb junior.ING“ gibt es im Internet. – www.ing-sn.de/junior-ing INGENIEURE IN ZAHLEN Bundesweit gibt es rund 1,7 Millionen Ingenieure, circa 115.000 davon in Sachsen. Lediglich 30.804 Ingenieure sind bundesweit arbeitslos, in Sachsen davon 1733 (Arbeitslosenquote bezogen auf Ingenieure gesamt: 1,8 Prozent, Arbeitslosenquote bezogen auf Erwerbstätige gesamt: 0,07 Prozent). 129.470 offene Stellen gibt es bundesweit für Ingenieure, 6830 davon in Sachsen. Pro Jahr liegt der Bedarf an Ingenieuren in Deutschland bei rund 80.000, in Sachsen bei etwa 7000. ANZEIGEN 3956285-10-1 3955541-10-1