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Aus- und Weiterbildung | 10/2018

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18 ANZEIGEN

18 ANZEIGEN AUS- & WEITERBILDUNG Neuer Studiengang gestartet 26. Oktober 2018 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE 3955817-10-1 Die Technische Universität Chemnitz bietet seit dem Wintersemester den fakultätsübergreifenden Masterstudiengang „Human Factors“ an. Er kann mit einem Bachelor-Abschluss in Psychologie (auch Sensorik und kognitive Psychologie), Informatik oder einer Ingenieurwissenschaft aufgenommen werden, bei anderen Bewerbern entscheidet der Prüfungsausschuss. Absolventen sind qualifiziert für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Unternehmen, die technische Produkte für die Nutzung durch Menschen herstellen. „Human Factors“ vermittelt Kenntnisse in relevanten Gebieten der Psychologie, der Arbeitswissenschaft und der Mensch-Computer-Interaktion und macht die Studierenden mit technischen und ingenieurwissenschaftlichen Gegenständen vertraut. Foto: Jacob Müller Was bringen Kurse und Lehrgänge? Über den Nutzen non-formaler Weiterbildung 3951381-10-1 Erwerbstätigen, die sich beruflich weiterentwickeln wollen, wird Weiterbildung oft als Karrieresprungbrett anempfohlen. Dies wird beispielsweise am Motto „Aufstieg durch Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung deutlich. Während es mit Blick auf formale Weiterbildungen – zum Beispiel ein Meisterabschluss nach der Lehre – klare Hinweise auf Karriereverbesserungen gibt, sind die Befunde zur sogenannten „nonformalen“ Weiterbildung wie Kursen und Lehrgängen alles andere als eindeutig. Eine Studie hat deswegen nun den Einfluss von nonformaler Weiterbildung auf die Arbeitsmarktmobilität mit Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) über den Zeitraum von 2009 bis 2016 untersucht. Unter non-formaler Weiterbildung versteht man die vielfältigen Kurse und Lehrgänge, die meist berufsbegleitend stattfinden, relativ kurz sind und nicht zu anerkannten Bildungsabschlüssen führen: Softwareschulungen, Sprachkurse, Präsentationstrainings und vieles mehr fallen darunter. Solche Kurse machen heute einen erheblichen Teil der Lernaktivitäten von Erwerbstätigen aus. Als mögliche Karriereveränderungen durch non-formale Weiterbildung wurden Berufswechsel, Betriebswechsel, Auf- und Abstiege in der Einkommenshierarchie sowie Wechsel in Nichterwerbstätigkeit untersucht. Die Ergebnisse machen deutlich, dass berufliche Kurse und Lehrgänge kein Karrieresprungbrett darstellen. Vielmehr zeigte sich, dass Erwerbstätige die an diesen Weiterbildungen teilnehmen eher auf ihren Arbeitsplätzen verbleiben. Die Kursteilnahme stabilisiert also die Karriere. Das bedeutet, dass non-formale Weiterbildung einerseits die Funktion eines „Sicherheitsnetzes“ hat und dem Ausstieg aus Erwerbstätigkeit sowie beruflichen Abstiegen entgegenwirkt. Allerdings finden in Folge non-formaler Weiterbildung auch seltener Aufstiege, Betriebs- und Berufswechsel statt.

26. Oktober 2018 19 Hochschulstudium ist weiterhin attraktiv Jährlich eine halbe Million Studienanfänger An der TU Chemnitz können Studierende zwischen 102 Studiengängen wählen. Foto: TU Chemnitz/Dirk Hanus Seit fünf Jahren nimmt jährlich mehr als eine halbe Million junger Menschen in Deutschland ein Studium auf. Die hohe Nachfrage beruht neben einer steigenden Zahl internationaler Studierender auf veränderten Bildungsentscheidungen der Jugendlichen, die heute häufiger eine Studienberechtigung erwerben und dann ein Studium aufnehmen. Dies schlägt sich in einer hohen Studienanfängerquote von mehr als 50 Prozent nieder. Dieses starke Wachstum, aber auch Diversifizierung und Strukturwandel in der Hochschulentwicklung beschreibt der Bildungsbericht 2018 des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZWH). Weiterhin zeigen sich in Deutschland ein deutliches Wachstum des Hochschulsystems und zugleich ein Wandel in der -struktur. Die Zahl der Hochschulen hat seit Mitte der 1990er Jahre um gut 100 auf etwa 400 zugenommen, überwiegend im privaten Hochschulsektor. Insgesamt ist das Studienangebot mit etwa 10.000 grundständigen und 9000 weiterführenden Studiengängen unübersichtlicher geworden. Vor allem der Ausbau der Fachhochschulen hat mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen neue Studienangebote begünstigt. Auch das duale Studium gewinnt an Bedeutung. Eine Folge dieser wachsenden Vielfalt besteht darin, dass eine gezielte Studienentscheidung für den Studienerfolg immer wichtiger wird, auch um den immer noch hohen Studienabbruch zu verringern. Diversität zeigt sich auch in der Zusammensetzung der Studierenden. Etwa ein Fünftel der Studierenden hat eine berufliche Ausbildung vor dem Studium absolviert. Zudem kommt ein mit rund 3 Prozent kleiner, aber gestiegener Anteil ohne schulische Hochschulreife an die Hochschule. Knapp ein Drittel der Studierenden studiert faktisch in Teilzeit und muss das Studium mit anderen Verpflichtungen in Einklang bringen. Der steigende Anteil ausländischer Studierender spricht für die hohe Attraktivität eines Hochschulstudiums in Deutschland und trägt zur Internationalisierung der Hochschulen bei. In anderer Hinsicht könnte die Diversität weiter ausgebaut werden: „Studierende mit Migrationshintergrund sind an den Hochschulen nach wie vor unterrepräsentiert. Außerdem gibt es massive soziale Ungleichheiten beim Hochschulzugang“, so Professor Andrä Wolter vom DZWH. SERVICE Die TU Chemnitz ist mit 102 Studiengängen ins Wintersemester 2018/2019 gestartet, darunter 37 Bachelor- und 61 Masterstudiengänge sowie zwei Diplomstudiengänge und zwei Angebote am Zentrum für Lehrerbildung. Neu sind die beiden modularisierten Diplomstudiengänge Maschinenbau und Mathematik sowie die vier Masterstudiengänge Human Factors, Data Science, Semiotik und multimodale Kommunikation sowie Interkulturelle Germanistik. An der TU Bergakademie Freiberg startete das Semester mit 66 Studiengängen – darunter der neue Bachelorstudiengang zum „Internet der Energie“. AUS- & WEITERBILDUNG ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE 3954716-10-1 ANZEIGEN 3925005-10-1 3945135-10-1