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Aus- und Weiterbildung | 10/2018

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4 ANZEIGEN AUS- &

4 ANZEIGEN AUS- & WEITERBILDUNG 26. Oktober 2018 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Unterschiede bis zu 296 Euro im Monat Vergütungen variieren nach Region und Branche 3946460-10-1 Die Höhe der Azubi-Vergütungen hängt von der Region ab. Foto: pusteflower9024/adobe.stock.com 3951531-10-1 Die in Tarifverträgen vereinbarten Ausbildungsvergütungen unterscheiden sich je nach Branche und Ausbildungsjahr sehr stark. Die Spannbreite reicht von 610 Euro im Kfz-Handwerk Thüringen im ersten Ausbildungsjahr bis zu 1580 Euro im westdeutschen Bauhauptgewerbe im 4. Ausbildungsjahr. Zudem gibt es in vielen Branchen auch eine erhebliche regionale Differenzierung. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung von 16 ausgewählten Tarifbranchen hervor, die das Tarifarchiv des Wirtschaftsund Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht hat. Auch für Auszubildende spielt es eine große Rolle, ob ihr Betrieb nach Tarif zahlt, oder nicht. Denn für sie gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht. Nach dem Berufsbildungsgesetz haben sie zwar ein Anrecht auf eine „angemessene Vergütung“. Nach der gültigen Rechtsprechung soll sich letztere an den Tarifverträgen orientieren und darf das tarifliche Niveau nicht um mehr als 20 Prozent unterschreiten. „In der wachsenden Anzahl nicht-tarifgebundener Betriebe“, so der Leiter des WSI-Tarifarchivs Prof. Dr. Thorsten Schulten, „werden jedoch häufig deutlich niedrigere Vergütungen gezahlt.“ Deshalb sei neben einer generellen Stärkung der Tarifbindung die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung sinnvoll, um Missbrauch bei Betrieben, die außerhalb des Tarifvertragssystems stehen, vorzubeugen. Bei der Höhe der tariflichen Ausbildungsvergütungen lassen sich für das erste Ausbildungsjahr drei Gruppen unterscheiden. Die höchsten Ausbildungsvergütungen mit monatlichen Beträgen zwischen 900 und 1000 Euro finden sich im Bank- und Versicherungsgewerbe, im öffentlichen Dienst, in der chemischen Industrie, in der Druckindustrie und bei der Deutschen Bahn AG. Der absolute Spitzenreiter ist jedoch die Metall- und Elektroindustrie, die als einzige Branche bereits im ersten Ausbildungsjahr in den meisten Regionen mehr als 1000 Euro zahlt. Eine zweite Gruppe mit Ausbildungsvergütungen zwischen 700 und 900 Euro umfasst die Textilindustrie, das Bauhauptgewerbe, den Einzelhandel, die Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie und die Süßwarenindustrie sowie in Westdeutschland das Private Verkehrsgewerbe, das Gebäudereinigerhandwerk, das Hotel- und Gaststättengewerbe und das KFZ- Handwerk. SERVICE Das WSI-Tarifarchiv der Hans- Böckler-Stiftung bietet zu den Ausbildungsvergütungen einen Online-Service an: Für 27 Wirtschaftszweige und Tarifbereiche können die tariflichen Ausbildungsvergütungen gegliedert nach Ausbildungsjahren abgerufen werden. Dabei werden auch die Unterschiede nach Bundesländern und Regionen sowie zwischen gewerblichen und kaufmännischen Auszubildenden aufgezeigt. Der Service ist kostenlos und die Daten werden ständig aktualisiert. –www.boeckler.de

26. Oktober 2018 5 Staat unterstützt bei Weiterbildungen Auszahlung erfolgt ab sofort pauschal AUS- & WEITERBILDUNG ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE ANZEIGEN Der Freistaat Sachsen unterstützt die berufliche Weiterbildung. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Sozialunternehmen werden mit dem betrieblichen Weiterbildungsscheck bei betrieblich notwendigen Bildungsaktivitäten unterstützt. Mit dem Weiterbildungsscheck ermöglicht Sachsen unabhängig von Arbeitgeber und Beschäftigungsverhältnis eine berufsbezogene Weiterbildung, um die eigenen beruflichen Kompetenzen und Beschäftigungsaussichten zu verbessern. Nun wurde beim Weiterbildungsscheck die Pauschalfinanzierung eingeführt. Anhand des Weiterbildungsangebots wird ein individueller Pauschalsatz festgelegt, der nach Absolvieren der Weiterbildung ausgezahlt wird. Es ist lediglich die Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme nachzuweisen. Damit entfällt für die Zuwendungsempfänger die Nachweispflicht über bezahlte Rechnungen. Das für die Ermittlung des Pauschalsatzes erforderliche Weiterbildungsangebot ist weiterhin frei wählbar. Nur bei Weiterbildungskosten über 2600 Euro sind noch drei vergleichbare Angebote einzureichen. Zudem verringert sich der Erfassungsaufwand für Kleine und Mittlere Unternehmen beim Nachweis Soft Skills sind gefragt Studie zeigt außerdem Bedarf bei IT-Kenntnissen der Umsetzung der Maßnahme. „Mit diesen Vereinfachungen entlasten wir Fachkräfte und Unternehmen. Außerdem wollen wir so einem großen Personenkreis Weiterbildungen ermöglichen“, erklärt Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig, „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die Herausforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt besser zu bewältigen.“ Der „Weiterbildungsscheck – individuell“ richtet sich an Beschäftigte, Auszubildende und Berufsfachschüler, Wiedereinsteiger und Berufsrückkehrer, die sich beruflich weiterbilden möchten. Dabei werden bis zu 80 Prozent der Weiterbildungskosten durch einen Zuschuss gefördert. Das Förderprogramm „Weiterbildungsscheck – betrieblich“ richtet sich an sächsische Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern. Mit der Förderung können sowohl Unternehmer und Selbstständige als auch Beschäftigte, Auszubildende, dual Studierende, Werkstudenten und Praktikanten, Mitarbeiter in Elternzeit und Arbeitslose mit einer Einstellungszusage an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teilhaben. Dabei werden in der Regel 50 Prozent der Weiterbildungskosten gefördert. Die Vermittlung von Soft Skills und IT-Kenntnissen spielt in den Weiterbildungsstrategien deutscher Unternehmen eine zentrale Rolle. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden bei der 5. Europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung Kundenorientierung (50 Prozent) und technische, praktische oder arbeitsplatzspezifische Fertigkeiten (52 Prozent) von jedem zweiten Unternehmen zu den wichtigsten Qualifikationen für die zukünftige Unternehmensentwicklung gezählt. Es folgten Teamfähigkeit (43 Prozent) und Problemlösungskompetenz (30 Prozent). Allgemeine IT-Kenntnisse gehörten für 35 Prozent der Unternehmen zukünftig zu den wichtigsten Qualifikationen. Auf technische, praktische oder arbeitsplatzspezifische Fertigkeiten entfielen 2015 bei fast zwei Drittel der Unternehmen (64 Prozent) die meisten Stunden an Lehrveranstaltungen. Kundenorientierung war bei 27 Prozent der Unternehmen Gegenstand der meisten Schulungsstunden, allgemeine IT- Kenntnisse bei 20, Teamfähigkeit bei 16 Prozent der Unternehmen. Innerhalb der alle fünf Jahre stattfindenden Erhebung wurden 2015 in Deutschland rund 12.000 Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen befragt. 3954031-10-1 3956324-10-1