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Aus- und Weiterbildung | 10/2018

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8 AUS- & WEITERBILDUNG

8 AUS- & WEITERBILDUNG 26. Oktober 2018 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE ANZEIGEN Meisterprüfungen im Überblick 3954121-10-1 3934153-10-1 3956949-10-1 Wo und in welchen Gewerken Meisterprüfungen in Deutschland abgelegt werden können, darüber gibt jetzt eine vom Zentralverband des Deutschen Handwerks in Zusammenarbeit mit den 53 Handwerkskammern erstellte Übersicht Auskunft. Darin finden sich die Daten über die Anzahl und regionale Verortung von Meisterprüfungsausschüssen für alle Handwerke und handwerksähnlichen Gewerbe, in denen eine Meisterprüfung abgelegt werden kann. www.zdh.de/meisterpruefungsausschuesse/ Foto: industrieblick/abobe.stock.com Nachwuchssorgen in vielen Branchen Junge Menschen ergreifen zu selten die Berufe, in denen Nachwuchs besonders benötigt wird In Sachsen könnte bald der berufliche Nachwuchs fehlen. Dies ergeben Berechnungen der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts für das Sächsische Staatsministerium der Finanzen. Demnach dürften Akademikerstellen schwieriger nachzubesetzen sein als Stellen, die eine Berufsausbildung erfordern. Die Nachwuchssorgen betreffen vor allem Sicherheits-, Lehrund Verwaltungsberufe. „Das Problem ist weniger die reine Anzahl der älteren Beschäftigten, sondern vielmehr ein Qualifikationsproblem“, erläutert ifo-Forscher Michael Weber, einer der Autoren der Studie. „Die jungen Menschen ergreifen zu selten die Berufe, in denen Nachwuchs besonders benötigt wird.“ Während die Älteren verstärkt aus Verwaltung und Logistik ausscheiden werden, gingen die Jüngeren zuletzt eher in das Gesundheitswesen oder in die Industrie. Bis zum Jahr 2030 könnte daher für jeden vierten älteren Beschäftigten passend ausgebildeter Nachwuchs fehlen. Von den Nachbesetzungsschwierigkeiten besonders betroffen ist der öffentliche Dienst in Sachsen. Hier scheidet bis zum Jahr 2030 fast jeder zweite Beschäftigte altersbedingt aus. Mehr als ein Drittel dieser Stellen könnte im Jahr 2030 unbesetzt bleiben. Von den rund 1,6 Millionen Arbeitnehmern und Beamten in Sachsen werden bis zum Jahr 2030 mehr als 550.000 in den Ruhestand gehen. Rein rechnerisch könnten diese durch jüngere Arbeitslose und die nachrückenden Beschäftigten am sächsischen Arbeitsmarkt ersetzt werden. „Dazu müssten Ausund Weiterbildung künftig stärker am Nachbesetzungsbedarf ausgerichtet werden“, ergänzt Weber. „Das würde dann aber das Fachkräfteproblem in anderen Branchen verschärfen, die Stellen nicht nur nachbesetzen, sondern ihre Beschäftigung ausweiten wollen, etwa in der Pflege.“ Die Berechnungen beruhen auf Sonderauswertungen der Personalstandstatistik, der Beschäftigungsstatistik und der Arbeitslosenstatistik für den Freistaat Sachsen.

26. Oktober 2018 9 Gut versichert in der Ausbildung Experten erklären die wichtigsten Versicherungen AUS- & WEITERBILDUNG ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE ANZEIGEN Die Krankenversicherung ist auch für Azubis eine Pflichtversicherung. Foto: maho/stock.adobe.com Mit dem Start in die Ausbildung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Vieles verändert sich. Daher sollten Auszubildende auch ihren Versicherungsschutz überprüfen und anpassen. Welche Versicherungen wichtig sind, erklären die Experten der Arag-Versicherung. Die Pflichtversicherungen Die Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht; die Krankenkasse ist frei wählbar. Allerdings muss man sich bis 14 Tage nach Beginn der Ausbildung entschieden haben. Auszubildende sind automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Waren sie vorher über ihre Eltern privat versichert, sollten sie die private Versicherung als Anwartschaft weiterlaufen lassen, um dann später problemlos und ohne Gesundheits-Check zurückwechseln zu können. Der Arbeitnehmeranteil wird automatisch vom Bruttogehalt abgezogen. Die Pflegeversicherung springt ein, wenn man etwa durch einen schweren Verkehrsunfall zum Pflegefall wird. Auch sie wird automatisch vom Bruttolohn abgezogen. Über die Arbeitslosenversicherung bekommen Auszubildende von der Bundesagentur für Arbeit bis zu einem Jahr lang 60 Prozent, beziehungsweise mit Kind 67 Prozent des letzten Nettolohns, wenn sie nach Abschluss der Ausbildung nicht weiterbeschäftigt oder arbeitslos werden. Außerdem ist die gesetzliche Rentenversicherung eine Pflichtversicherung. Auch wenn diese als Alterssicherung nicht mehr ausreicht, müssen die Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen entrichtet werden. Über die gesetzliche Unfallversicherung sind Auszubildende während ihrer Arbeit und auf dem Weg zum Arbeitsplatz und zurück grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Anders als bei den anderen Pflichtversicherungen zahlen Azubis hier keinen Anteil; das ist allein Arbeitgebersache. Weitere Versicherungen Neben den Pflichtversicherungen gibt es laut Arag-Experten einige weiter Versicherungen, auf die Auszubildende nicht verzichten sollten, allen voran die private Haftpflichtversicherung. Sie tritt ein, wenn man jemanden verletzt oder etwas beschädigt – auch und gerade im Beruf. Azubis sollten prüfen, ob sie eventuell über einen Familientarif bei den Eltern mitversichert sind. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert im Fall des Falles den Lebensunterhalt. Diese sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden, um von niedrigen Beiträgen zu profitieren. Warum diese Versicherung so wichtig ist? Berufseinsteiger müssen mindestens fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein, um die gesetzliche Erwerbsminderungsrente zu bekommen. Ohne einen privaten Schutz geht man also leer aus. Bei Rechtsschutzversicherungen gilt die Police der Eltern, wenn sie denn eine haben, in der Regel auch für die Kinder bis zum 25. Lebensjahr. Fahren Azubis mit dem Auto zur Ausbildungsstelle, sollte eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung enthalten sein. Sie zahlt bei einem Verkehrsunfall den Anwalt und die Gerichtskosten. 3900452-10-1 3955566-10-1