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CHARL | 11/2017

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Charl 8 CHEMNITZ ERLEBEN

Charl 8 CHEMNITZ ERLEBEN NOVEMBER - 2017 SCHREIB! ES! AUF! Einfach mal hinsetzen und aufschreiben. Da sieht man erstmal, was man im Advent an einem Tag so alles isst. Wer die Liste gemacht hat, sollte einfach durchstreichen, was verzichtbar ist. Dann kommen auch nicht so große Essensmengen zusammen. NICHT FÜR DIE KATZ! Weihnachtszeit gleich Schlemmerzeit. Das gilt für Menschen, aber auch für Tiere. Denn viele Herrchen und Frauchen geben ihren Lieblingen gerne von den köstlichen Leckereien ab. Den Tieren tun sie damit jedoch keinen Gefallen. Zu viel und zu fettes Essen schadet sowohl Menschen als auch ihren vierbeinigen Freunden. ALLEIN, ALLEIN Nicht für jeden wird Weihnachten ein Familienfest. Jeder 25. erwachsene Deutsche, das sind zwei Millionen Menschen, verbringt das Fest völlig einsam, lediglich 58 Prozent sind mindestens zu dritt. Das ergab eine Umfrage des Münchner Instituts Imas International im Auftrag der Marketing-Fachzeitschrift W&V. Pfundige Adventszeit Süße Versuchungen, knusprige Keulen, duftender Glühwein. Noch Fragen? 38 Prozent der Deutschen befürchten, ein bis drei Kilogramm nach den Feiertagen mehr auf den Hüften zu haben. Zu dem Ergebnis kommt eine repräsentative Um - frage der E-Commerce Plattform Tradoria unter 900 Konsumenten in Deutschland. Rechnet man die Prognosen der Befragten zusammen, werden wir Deutschen nach den Feiertagen 72 Millionen Kilo Foto: lev dolgachov / Istock zusätzlich auf die Waage bringen. Bäm! Da hilft nur eins: Die Kilos müssen wieder runter! Und wie? Da sind sich 40 Prozent der Deutschen einig. Das Frühjahr wird sportlich, denn die einzige Strategie die Pfunde wieder los zu werden, heißt Bewegung. 16 Prozent streben eine strikte Januar-Diät an. Jeder Dritte gesteht, die Weihnachtspfunde noch eine Weile oder gar für immer mit sich herumschleppen zu müssen. KLING, GOOGLE, KLINGELINGELING Google ist im Alltag der meisten Deutschen längst ein fester Bestandteil. Vor fast jedem Kauf wird nach Produkten gegoogelt. Und auch bei Problemen ist die Suchmaschine oft die Anlaufstelle Nummer Eins. An Weihnachten ist das nicht anders. Wie die Deutschen rund um das Fest der Liebe googeln, hat Suchmaschinenexperte Felix Beilharz untersucht. So wird zum Beispiel der „Weihnachtsbaum” fast doppelt so oft gesucht wie der „Tannenbaum”. Und auch vergessene Geschenke spiegeln sich im Suchverhalten wider. So hat der Suchbegriff „Last Minute Geschenke” jedes Jahr im Dezember einen ansehnlichen Hochpunkt. „In der Weihnachtszeit wird extrem stark nach Lebensmitteln, Gerichten und Süßig keiten gesucht” erklärt Experte Beilharz. Das ändert sich jedoch nach Weihnachten schnell. Im Januar haben dann Begriffe wie „Abnehmen”, „Sport” und „Diät”wieder das höhere Suchvolumen. D Die erfrischend fruchtige Garten-Limonade von Bad Brambacher schmeckt so gut wie selbst gemacht. Mit natürlichem Mineralwasser und feinem Fruchtsaft. Natürlich ohne künstliche Aromen, NEU! WWW.FREIEPRESSE.DE/CHARL ohne Farb- und Konservierungsstoffe! Ohne künstliche Farbstoffe Ohne künstliche Aromen Ohne Konservierungsstoffe www.bad-brambacher.de

CHEMNITZ ERLEBEN Charl 9 EIN TAG IM WEINBERG Jetzt ist die Zeit für ein gutes Tröpfchen Entkorkt ist er schnell. Getrunken auch. Und genossen sowieso. Jetzt ist die Zeit für lange Abende in Kerzenschein, bei gutem Essen und mit lieben Freunden. Jetzt ist die Zeit für guten Wein. Doch wissen wir eigentlich, was wir da für ein edles Tröpfchen ins Glas gießen? Wie lange es dauert, bis ein guter Wein das wird, was er dann ist? Chemnitzer haben sich in die Andy Gotter, Marion Clausing, Jacqueline Mandel und Alois Rettenberger (von links) waren bei der Weinlese in Radebeul. Foto: Peggy Fritzsche Weinlese begeben. Auf allen vieren krochen sie durch die Weinberge. Der Sonne sahen sie sich ausgesetzt. Auf Kraxelkünste kam es in den Hanglagen an. Mit dabei waren auch Experten vom Unternehmen „Getränkewelt”. Wo früher Grafen residierten und schon der Hof Augusts des Starken rauschende Feste feierte, erlebten sie das in Europa einzigartige Wein- bergensemble Schloss Wackerbarth. Würde der Kellermeister das Wort ergreifen, er spräche von einem barocken Cuvée aus Schlossund Gartenanlage, historischer Weinkulturlandschaft und moderner Wein- und Sektmanufaktur. 1570 Stunden Sonnenschein kitzeln pro Jahr dieses Fleckchen Erde. Den Pflückern auf Probe schien Klärchen bei ihrem Einsatz im September erbarmungslos auf den Pelz. „Das ist kein Zuckerschlecken hier“, sagte Getränkewelt-Geschäftsführer Alois Rettenberger. Neun Uhr morgens stiegen sie bei ihrem Lese-Einsatz in den steilen Berg, ausgestattet mit Körben, Eimern und einer Traubenschere. Gemeinsam mit anderen Teilnehmern der Weinlese hatten sie am späten Nachmittag insgesamt drei Tonnen Trauben gelesen. „Da weiß man erst mal, welche Arbeit die Winzer auf sich nehmen, um guten Wein zu produzieren“, so Rettenberger weiter. Und apropos Zuckerschlecken: „Die Hände sind ziemlich verklebt“, sagte Andy Gotter, Onlineshop-Betreuer. Sonne satt hatte die Trauben in den Monaten davor dick und süß werden lassen. Bis eine Flasche Wein letztendlich in den Handel und zum Konsumenten gelangt, sind eine Menge Arbeitsgänge nötig. Wackerbarth-Sprecher Martin Junge: „Die Entwicklung neuer Methoden für Anbau und Kellertechnik in den vergangenen Jahrzehnten war für den deutschen Weinbau überlebensnotwendig. Dank intensiver Forschung ist es gelungen, die Weinqualität ganz entscheidend zu verbessern.“ Zu Recht werde gesagt, dass es nie zuvor so viele vorzüg liche Weine aus Deutschland gab wie heute. Mit dem Weinbauern im Hang: Jacqueline Mandel erlebte die Lese an der Seite des Profis. Foto: Peggy Fritzsche Foto: Sächsisches Staatsweingut Wackerbarth WEIN MACHT ARBEIT Im Januar wird mit dem Rebschnitt altes Holz entfernt. Dies beeinflusst den Ertrag und damit die spätere Weinqualität. Qualitätsbewusste Winzer reduzieren in der Regel den Rebstock auf zwei Triebe. Im Frühling wird der Rebstock durch Biegen und Binden in seiner Form stabilisiert, um eine gleichmäßige Versorgung der Triebe mit Nährstoffen zu gewährleisten. Eine mechanische Bodenlockerung regt das natürliche Bodenleben an. Im Sommer blühen die Reben. Durch Ausbrechen oder Ausgeizen unerwünschter Triebe wird der Wuchs gefördert. Zwischen Juni und August werden die Laubwände im Weinberg durch Heften der Rebtriebe in Form gehalten. Trotzdem müssen durch Laubschnitt einzelne Blätter entfernt werden, um die Lichteinwirkung auf die Trauben und die Durchlüftung zu verbessern. Je nach Witterung während des Sommers beginnt Mitte bis Ende September die Weinlese. Auch jetzt ist das Wetter noch ein wichtiger Faktor: Regenfälle kurz vor oder während der Lese wären nicht günstig, da die Trauben dann vermehrt Wasser aufsaugen. Den Zeitpunkt für den Lesebeginn bestimmen die Winzer mit dem Refraktometer, das den Reifezustand der Trauben misst. Ist der Oechslegrad hoch genug, werden die Trauben sorgfältig gelesen. Danach wird gemaischt, gekeltert, gegärt und abgefüllt. SACHSENS WEINBAUER ...gehören zum Großteil dem Weinbauverband Sachsen an. Er hat seinen Sitz in Meißen direkt an der 55 Kilometer langen Sächsischen Weinstraße zwischen Pirna und Diesbar Seußlitz. In Sachsen liegt das kleinste Weinanbaugebiet Deutschlands und das am weitesten nordöstlich gelegene Europas. Der Verband hat etwa 90 Mitglieder, davon 39 Weingüter im Haupt- und Nebenerwerb. Von den derzeit 496 Hektar Rebfläche stehen 491 Hektar in Ertrag. Ziel des Verbandes sind der Erhalt und die Entwicklung der sächsischen Kulturlandschaft, die vom sächsischen Weinbau und der Arbeit der Winzer geprägt ist. WWW.FREIEPRESSE.DE/CHARL