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Das neue Erzgebirgsstadion | 1/2018

2 Geräuschlos Riesiges

2 Geräuschlos Riesiges Kompliment: Der Neubau des Erzgebirgsstadions ist nahezu geräuschlos über die Bühne gegangen – Unkenrufen zum Trotz. Enger Zeitplan? Eingehalten! Kostenexplosion? Fehlanzeige! Dabei hätte viel schiefgehen können. Schließlich entstand die moderne Fußballarena bei laufendem Spielbetrieb, mussten verschiedene Interessen unter einen Hut gebracht GLÜCK AUF IM ERZGEBIRGSSTADION werden. Bauherr und Eigentümer ist der Landkreis, Nutzer ist der FC Erzgebirge Aue und das Stadionumfeld stellt die Stadt. Sollte es während der Bauphase doch Geräusche gegeben haben, dann waren sie so leise, dass sie nicht nach außen drangen und auch das verdient hohe Anerkennung. Katja Lippmann-Wagner Januar 2018 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3890765-10-1 Am 11. Dezember 2015 war Baustart – am 28. Januar steigt das erste Spiel vor neuer großer Kulisse. Neues Zeitalter beginnt Altes Stadion zu moderner Fußballarena umgebaut Foto: Carsten Wagner Wenn am kommenden Sonntag, am 28. Januar, zur Begegnung gegen Eintracht Braunschweig das Erzgebirgsstadion seine Tore öffnet, dann startet der FC Erzgebirge Aue in ein neues Zeitalter. Kaum noch etwas wird ans alte Fußballstadion erinnern. Die moderne Fußballarena, deren Baustart im Dezember 2015 war, ist eines Zweitligisten würdig. Es ist ein Meilenstein, den der FC Erzgebirge Aue als Nutzer und der Erzgebirgskreis als Bauherr gehen. Positive Veränderungen, wohin das Auge reicht. Alle Tribünenbereiche sind überdacht. Von allen Plätzen aus genießt man einen freien Blick aufs Spielfeld, kein Stützpfeiler und kein Zaun behindern die Sicht. Saubere und neue Sanitäranlagen, schicke, glänzende Sitzschalen, neue Imbissstände und ein neuer VIP-Bereich sorgen für Zufriedenheit unter den Fans. Aber auch fürs Trainerteam und die Fußballprofis ändert sich ab sofort einiges. Hinter der neuen Haupttribüne befinden sich die Funktionsräume. Sowohl die Mannschaft als auch der Trainerstab sind nun aus der Geschäftsstelle, die sich oberhalb des Stadions befindet, ausgezogen. „Die Wege in die Geschäftsstelle sind tatsächlich länger geworden“, stellt Martin Männel sachlich fest: „Aber unser täglich Brot ist es ja, uns in der Kabine umzuziehen und auf den Trainingsplatz zu gehen und so sind die Wege insgesamt doch kürzer geworden.“ Die Bedingungen seien sehr gut, die Räume großzügig, der Parkplatz befinde sich direkt vor der Tür und auch der Besuch des Kraftraums sei unkompliziert möglich. „Insgesamt macht alles einen neuen und modernen Eindruck. Insofern ist es schon eine Verbesserung zu vorher.“ Nur die Wege zu den Geschäftsstellenmitarbeitern, „die uns auch am Herzen liegen“, seien nun weiter. Am Freitag will der Landkreis das Erzgebirgsstadion offiziell an den Verein übergeben, damit am nächsten Sonntag, die Veilchen erstmals vor großer Kulisse auf Punktejagd gehen können. 3889576-10-1 3888788-10-1

Januar 2018 3 Investition aus Eigenmitteln Landrat Frank Vogel über lila Vermerke und andere Stadien Ganze Arbeit hat der Erzgebirgskreis beim Bau des Erzgebirgsstadions geleistet. Unsere Reporterin Katja Lippmann-Wagner hat mit Landrat Frank Vogel gesprochen. Ein Landkreis, der ein Fußballstadion eines Zweitligisten sein Eigen nennt, ist nicht alltäglich. Ist das Last oder Glück? Es ist meines Wissens einmalig in Deutschland. In der Vergangenheit war es immer wieder eine Herausforderung, die Auflagen der DFL, die Wünsche und Vorstellungen des Vereins, der Sponsoren und Fans unter einen Hut zu bringen und letztendlich zu finanzieren. Mit dem jetzt vollzogenen Um- und Ausbau des Erzgebirgsstadions ist uns etwas gelungen, was ich, ehrlich gesagt, so nicht gedacht hätte, als vor einigen Jahren erste „Träume“ und Ideen dazu kamen. Und deshalb bin ich sehr dankbar darüber, denn es ist nicht selbstverständlich, dass der Erzgebirgskreis eine solche Investition aus Eigenmitteln stemmt. Sie sind selbst fußballbegeistert. Seit wann schlägt Ihr Herz für die Lila-Weißen? Fußballbegeistert und Aue-Fan war ich schon immer. Seit Anfang der 1990er Jahre bin ich regelmäßig zu den Heimspielen im Erzgebirgsstadion. GLÜCK AUF IM ERZGEBIRGSSTADION ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Landrat Frank Vogel Foto: Carsten Wagner Wie oft gehen Sie heute zum Fußball? Wann immer ich Zeit dazu habe. In der Saison besuche ich ca. dreiviertel aller Heimspiele. Und gelegentlich fahre ich auch mal zu einem Auswärtsspiel. In meinem Terminkalender haben die Punktspiele, sobald sie terminiert sind, ihren betont lila Vermerk. Mein Büro weiß, die Zeitfenster sind nach Möglichkeit freizuhalten. Welche anderen Stadien kennen Sie und wie schneidet der Neubau des Erzgebirgsstadions im Vergleich mit diesen ab? Worin liegen für Sie die Besonderheiten des Erzgebirgsstadions? Da sind in den Jahren schon einige zusammengekommen, sowohl in der dritten wie auch zweiten Liga. So war ich unter anderem in Cottbus, bei Union, in Kaiserslautern, Stuttgart, München, Nürnberg, Sandhausen, Heidenheim und Dresden. Das Erzgebirgsstadion hat eine sehr schöne Lage und dieser Um- und Ausbau war etwas Besonderes. Es ist funktional, schafft eine noch bessere Atmosphäre, als wir das im alten Stadion gewöhnt waren, man ist näher dran. Und ich hoffe, das Stadion macht neugierig, der lilaweiße Funke springt über und zieht künftig noch mehr Fans in seinen Bann. Was finden Sie am neuen Stadion besonders gelungen? Das Stadion in Gänze ist gelungen. Die Bedingungen für Mannschaft und Fans haben sich wesentlich verbessert und sind nun zweitligatauglich. Jetzt gilt es noch, das Umfeld bzw. die Rahmenbedingungen – insbesondere die Parkplatzsituation – den Erfordernissen eines solchen Stadions anzupassen. Aber das liegt nicht in unserem Verantwortungsbereich. Wir haben mit der Übergabe an den Verein unseren Teil des Gesamtvorhabens erfüllt, abgesehen vom Vorplatz und von einigen Restarbeiten im Stadiongelände, die im Frühjahr noch begonnen bzw. beendet werden sollen. MIT DER BAHN ZUM SPIEL Veilchen-Fans können sich freuen: Die Erzgebirgsbahn erbringt Sonderleistungen. Zum Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig wird die Regionalbahn, die 11.10 Uhr am Hauptbahnhof Chemnitz startet mit einem zusätzlichen Triebwagen verstärkt. 11.57 Uhr fährt sie ab Thalheim weiter und wird 12.21 Uhr am Erzgebirgsstadion erwartet. Die Rückfahrt ist 15.30 ab Erzgebirgsstadion möglich. Auch hier wird ein zusätzlicher Triebwagen eingesetzt. 3889609-10-1 3889622-10-1