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Familie | 06/2018

Lesen & Lernen Gefragt,

Lesen & Lernen Gefragt, aber nicht perfekt: Ganztagsschulen in Deutschland Bildungsstudie: 37 Prozent der Eltern von Ganztagsschülern sehen Verbesserungsbedarf bei individueller Förderung Schule von 8 bis 13 Uhr? Was in Deutschland nach wie vor Standard ist, gilt in vielen anderen Ländern schon lange als Auslaufmodell. Ganztagsschulen sind in Europa ebenso wie in Asien oder Amerika an der Tagesordnung. Wenn es nach den Eltern schulpflichtiger Kinder ginge, wäre das in Deutschland auch der Fall: 72 Prozent wünschen sich laut der aktuellen 4. Bildungsstudie des Spielwarenherstellers Jako-o einen Ganztagsschulplatz für ihr Kind, aber nur 47 Prozent der befragten Eltern haben aktuell tatsächlich einen solchen Platz. Zahlreiche Bildungsexperten sehen Ganztagsschulen als Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einem allgemein höheren Bildungsniveau. Die Ergebnisse der Pisa-Studien scheinen ihnen dabei Recht zu geben. Regelmäßig stehen hier Länder mit einem gut ausgebauten Ganztagsschulsystem ganz oben im Ranking – etwa Kanada, Singapur und Estland. Ein Blick auf die Schulen in diesen Ländern zeigt auch, was sich an vielen der bereits bestehenden Ganztagsschulen in Deutschland noch ändern sollte. Immerhin sehen laut der Bildungsstudie 37 Prozent der Eltern von Ganztagsschülern zum Beispiel deutlichen oder viel Verbesserungsbedarf bei der individuellen Förderung. Jeweils 25 Prozent kritisieren die Hausaufgabenbetreuung sowie die unzureichende Kommunikation zwischen Pädagogen und Eltern als Schwachpunkt. „Es geht also in Deutschland nicht nur darum, die Zahl der Ganztagsschulen weiter massiv zu erhöhen. Nicht weniger wichtig ist es, ihre pädagogische Qualität zu verbessern“, sagt Prof. em. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann von der Universität Bielefeld, der die Bildungsstudie wissenschaftlich begleitet. ◗ Bei der individuellen Förderung sehen Eltern noch Verbesserungsmöglichkeiten. Foto: iStockphoto/dolgachov Anzeigensonderveröffentlichung - 32 -

Lesen & Lernen Schule will Talente wecken und entdecken Kindern neue und individuelle Bildung ermöglichen – das ist der Kerngedanke der gruuna Schule Die neue gruuna Schule bezieht ab dem Schuljahr 2018/2019 die vierte Etage des ehemaligen Gebäudes des Amtsgerichts an der Saydaer Straße in Chemnitz. Ab Herbst wird der Unterricht dort mit einer 1. sowie einer 5. Klasse begonnen. „Wir arbeiten nach der Pädagogik Rudolf Steiners mit der Fokusierung auf Legasthenie und sind dabei offen für alle Kinder“, sagt Pressesprecherin Saskia Schröder und ergänzt: „Wir finden, dass in jedem Kind eine hohe Begabung und enormes Potenzial steckt. Nach unserer Auffassung ist es die gemeinsame Aufgabe von Eltern, Erziehern und der Schule, Kindern eine fröhliche und stärkende Schulzeit zu ermöglichen.“ Die Lerncoaches Matthias Gradenwitz und Cornelia Jantzen haben Programme entwickelt, bei denen Schüler durch kreative, gedankliche Prozesse mit dem Lesen und Schreiben sowie den Bausteinen der Logik vertraut gemacht werden. „In der Waldorfpädagogik liegen viele Potenziale, wodurch eine Harmonisierung von Legasthenie, Dyskalkulie oder AD(H)S in den meisten Fällen möglich ist“, betont Saskia Schröder. Der Umgang mit Pferden, neue Unterrichts- und Lernmethoden, Natur, Musik, Kunst, Tanz und moderne Technik schaffen Raum für Bildung und Entfaltung. ◗ Der Umgang mit Pferden stärkt Vertrauen und Selbstbewusstsein. Foto: gruuna Schule Anzeigensonderveröffentlichung - 33 -