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Familie | 06/2018

Gesundheit & Wohlfühlen

Gesundheit & Wohlfühlen Mit kleinen Kindern unbeschwert reisen Experten geben Tipps zum Reisen mit der ganzen Familie Mehr Freizeit, mehr Urlaub, billige Flüge und günstige Unterkünfte haben den Lebensstil verändert: Urlaub und Reisen sind auch schon für kleine Kinder zum selbstverständlichen Teil ihres Lebens geworden. Ab wann kann man mit kleinen Kindern verreisen? Was müssen Eltern bei der Reisevorbereitung beachten? Was kann man Kindern im Urlaub zumuten und wie schützt man sie vor den im Urlaub am häufigsten vorkommenden Krankheiten? Antworten auf diese Fragen gaben Experten auf einem Symposium zugunsten der Stiftung Kindergesundheit. Ab welchem Alter dürfen Kinder verreisen? Für die Reisefähigkeit von Kindern gibt es grundsätzlich keine Untergrenzen, hieß es auf dem Symposium. Auch Säuglinge werden immer häufiger auf längere Reisen mitgenommen. Voraussetzung dabei sei jedoch eine frühzeitige und gründliche Urlaubsplanung, sagt Kinder- und Jugendärztin Dr. Brigitte Dietz vom Landesverband Bayern des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Reisen innerhalb Europas seien auch für Babys problemlos möglich. Bei Fernreisen müssen jedoch bei der Planung die Bedingungen vor Ort bedacht werden. „Bei Reisen in ferne Kontinente sollte immer weit vor Beginn der Reise, also spätestens 3 bis 4 Monate vorher, eine fachspezifische Beratung bei einer in Reisemedizin erfahrenen Kinderärztin oder Kinderarzt oder einem tropenmedizinischen Institut in Anspruch genommen werden, da es länderspezifische Besonderheiten gibt, die sich jährlich ändern können.“ Welche Medikamente gehören ins Gepäck? In die Reiseapotheke von Kindern gehören selbstverständlich Medikamente, die das Kind auch zuhause regelmäßig einnehmen muss. Unumgänglich seien laut Dr. Brigitte Dietz außerdem Mittel gegen Fieber, Durchfall und Mücken, Juckreiz stillende Gele, Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor und ausreichende Mengen von Windeln. Und Nasentropfen bitte nicht vergessen! Sie sind eine wichtige Hilfe bei den während Reisen besonders häufig auftretenden Ohrenproblemen kleiner Kinder. Anzeigensonderveröffentlichung - 42 -

Gesundheit & Wohlfühlen Anzeigensonderveröffentlichung Sind Flugreisen zu empfehlen? „Aus der Sicht des Kindes bedeutet Fliegen wenig Platz, schlechte Luft, Lärm und fast immer Ohrenschmerzen“, räumt Fliegerarzt Dr. Tjark F. Schwemer vom Medizinischen Dienst der Deutschen Lufthansa ein. Er empfiehlt Eltern, frühzeitig für Druckausgleich zu sorgen durch Stillen, Schnuller oder Babyflasche. Damit beginnen sollte man schon beim Start und vor der Landung, also schon bevor das Kind wegen Ohrenschmerzen zu schreien anfängt. Weitere praktische Tipps: Lassen Sie das Kind reichlich trinken, aber denken Sie auch an regelmäßige Toilettengänge beziehungsweise Windelwechsel. Wählen Sie nach Möglichkeit Flüge am Abend: Müde Kinder schlafen dann ein. Denken Sie auch an den Rückflug: Das Besorgen von Babynahrung oder Getränken kann an manchen Zielorten problematisch sein. Welchen besonderen Risiken sind Kinder im Sommer ausgesetzt? Die wichtigsten Risiken im Sommer sind Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzekollaps und Hitzschlag. „Diese Probleme machen besonders Säuglingen und Kleinkindern zu schaffen, da sie eine geringe Körpermasse haben und ihre Temperaturregulation noch nicht ausgereift ist“, sagt Kinder- und Jugendärztin Dr. Friederike Wippermann, Sportmedizinerin an der Technischen Universität München. Sie empfiehlt das Tragen einer Kopfbedeckung, ausreichendes Trinken und das meiden der Mittagssonne. Und noch eins: „Kinder sollten nicht in der Sonne schlafen!“ Welche Impfungen sind zu empfehlen? Grundsätzlich benötigen Kinder die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Standardimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Hepatitis B, Keuchhusten, Haemophilus influenzae B, Windpocken, Masern, Mumps, Röteln und gegebenenfalls zusätzlich individuell empfohlene Reiseimpfungen. Der Impfschutz muss vor jeder neuen Reise überprüft und wenn nötig aufgefrischt werden. „Für einen Urlaub in den Tropen ist der komplette Impfschutz erst recht eine unverzichtbare Basis“, so Prof. Dr. Johannes Liese, Infektionsspezialist der Universitäts-Kinderklinik Würzburg. „Leider rechnen die meisten Eltern nicht mit der Gefahr ansteckender Krankheiten in den uns nahegelegenen Urlaubsländern wie Türkei, Süditalien, Ägypten oder Nordafrika“, bedauert Professor Liese. Als Beispiel nannte er Hepatitis A, eine Leberentzündung, die in Ländern mit mangelhaften hygienischen und sanitären Verhältnissen droht. Die Infektionsquellen sind verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser. ◗ Beim Flug leiden besonders kleine Kinder häufig unter Ohrenschmerzen. Foto: iStockphoto/romrodinka Ambulanter Kinderhospizdienst Schmetterling & Ambulanter Kinderhospizdienst Westsachsen Elternverein krebskranker Kinder e.V. Chemnitz Rudolf-Krahl-Straße 30, 09116 Chemnitz Telefon: 0371 24355761, Fax: 0371 2435578965 www.ekk-chemnitz.de, ekk-chemnitz@t-online.de Hilfe in schwieriger Zeit – Wir sind Ansprechpartner für Familien mit krebs- und schwerstkranken Kindern. Gern können Sie sich an uns wenden, wenn Sie Fragen oder Probleme haben, wir stehen Ihnen jederzeit gern zur Verfügung. - 43 -