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Familie | 06/2019

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Familie heute Buchtipp Inklusion, Digitalisierung, frühe fremdsprachliche Bildung, Demokratieunterricht, gleiche Bildungschancen für alle sind nur einige der wichtigsten Schlagwörter, die in der bundesdeutschen Bildungsdiskussion immer wieder mit ganz unterschiedlicher Schärfe aufkommen. In seinem aktuellen Buch „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“ prüft der Journalist und Bildungsexperte Jürgen Kaube diese Punkte und einige mehr darauf, was sie der Schule und vor allem den Schülern bringen. Fazit: Die Schule ist nicht zu blöd für unsere Kinder, mit immer neuen Anforderungen wird sie aber von der Gesellschaft schlichtweg überfordert. Schule, so die Forderung von Kaube, sollte sich vor allem bei den Jüngsten auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und den Kindern das Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen. Alles andere könne später kommen. Diese Forderung mag konträr zu dem stehen, was ansonsten vom deutschen Schulsystem gefordert wird, aber sie ist damit umso wohltuender. Man wünscht dem Buch deshalb viele Leser, unter der Elternschaft genauso wie in den Lehrerzimmern und den Kultusministerien der Republik. Das Buch „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“, ISBN: 978-3-7371-0053-3, ist für 22 Euro im Buchhandel erhältlich. anderen Bundesländern ist Sachsen in vielen Bereichen des Bildungssystems gut positioniert, allerdings gilt es einige Aufgaben anzugehen, wenn man das Erreichte erhalten oder ausbauen möchte“, sagte Professor Dr. Kai Maaz, der Leiter des verantwortlichen wissenschaftlichen Teams, bei der Veröffentlichung des Berichtes. Nach Angaben des Sächsischen Kultusministeriums gehören die geringe soziale Polarisierung im Bildungswesen und ein hohes Kompetenzniveau der Kinder und Jugendlichen zu den Pluspunkten des sächsischen Bildungssystems. Zugleich stehe Sachsen vor drängenden Herausforderungen, die sich zum Beispiel durch den großen Personalbedarf im pädagogischen Bereich sowie den besonders hohen Anteil der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Hauptschulabschluss ergeben. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) freute sich bei der Vorstellung des Berichts über die starke Rolle der Oberschule. So sei entgegen dem bundesweiten Trend zum Gymnasium in Sachsen der Anteil der Oberschüler zwischen 2007 und 2017 sogar gestiegen. Bundesweit hat Sachsen den höchsten Anteil an Schülern mit mittlerem Schulabschluss. Während im Bundesvergleich der Anteil der Schüler mit allgemeiner Hochschulreife steigt, würden sächsische Schüler ◗ Schreiben und Lesen gehört neben dem Rechnen zu den wichtigsten Fertigkeiten, die die Grundschule Kindern vermitteln sollte. Foto: iStockphoto.com / © Ridofranz - 6 -

Familie heute überdurchschnittlich oft eine berufliche Ausbildung wählen. „Das bildungspolitische Ziel, die Oberschule zu stärken, trägt erste Früchte“, sagte der Kultusminister. Die Forscher des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation zeigen in ihrem Bericht allerdings ◗ Wenn Eltern ihre Kindern bei den Hausaufgaben unterstützen, sollte der Spaß nicht zu kurz kommen. Foto: iStockphoto.com / © evgenyatamanenko auch, „dass die Gymnasiallaufbahn vor allem in den Ballungszentren überdurchschnittlich große Bedeutung behält“. Ein Grund dafür könne nach Angaben der Forscher darin liegen, „dass das Angebot an Gymnasien vor allem im ländlichen Raum hinter den Elternwünschen zurückbleibt“. Damit bringen die Wissenschaftler wohl einen der wichtigsten Faktoren für gelingende Schulbildung ins Spiel: die Eltern. So formuliert das Sächsische Schulgesetz ganz klar, dass Bildung und Erziehung in der gemeinsamen Verantwortung von Eltern und Schule liegt. Allerdings scheint es, als würden sich immer mehr Eltern aus diesem Bündnis zurückziehen. „Viele Eltern verbitten sich, dass irgendjemand anderes als sie selbst auf ihren Nachwuchs einwirkt. Selbst Lehrer müssen mit Stilkritik rechnen und damit, dass in den Familien schlecht über sie geredet wird. An das Verstandesgebot, ihnen selbst dann nicht in den Rücken zu fallen, wenn sie dafür Anlass bieten, fühlen sich viele Eltern nicht gebunden“, schreibt zum Beispiel der Journalist und Bildungsexperte Jürgen Kaube in seinem Buch „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“ (siehe Buchtipp). Ein Grundtenor des Buches lautet, dass sich die Schulen, vor allem die Grundschulen, auf die Vermittlung der Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren sollen. Erst wenn die Grundlagen stimmen, könne darauf mit anderen Themen wie Digitalisierung oder Fremdsprachen aufgebaut werden. Eltern schreibt Jürgen Kaube ins Pflichtenheft, dass es vor allem ihre Einstellung zur Schule sei, die Kindern dabei helfe, in der Schule erfolgreich zu sein. Für jeden Anlass erfülle ich Ihre individuellen Wünsche in liebevoller Handarbeit. Torten oder süßes Buffet nach Maß – ob Hochzeit, Taufe, Jubiläum, Geburtstag oder einfach für einen Kaffeeklatsch mit Familie und Freunden. Liebe geht durch den Magen! SABINE THÜMMLER Konditormeisterin, Bosestraße 17a, 08056 Zwickau 03 75 / 88 29 20 96, E-Mail: s.thuemmler@tortenBienchen.de, Facebook: TortenBienchen - 7 -