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FP Aus- und Weiterbildung - 08.03.2019

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10 ANZEIGEN AUS- &

10 ANZEIGEN AUS- & WEITERBILDUNG 8. März 2019 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Baugewerbe wird attraktiver Lehrlingszahlen steigen erneut deutlich an 3984090-10-1 Aktuelle Zahlen zeigen: Bauberufe werden wieder mehr nachgefragt. Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe 3984466-10-1 Knapp 39.000 junge Menschen waren Ende vergangenen Jahres in einer Ausbildung am Bau. Das waren 5,3 Prozent mehr junge Menschen als 2017. Insgesamt haben 13.769 junge Menschen eine Ausbildung in einem der 18 Bauberufe begonnen, das entspricht einem Plus von 8,3 Prozent. „Diese Zahlen sind äußerst erfreulich, sie beweisen die Attraktivität des Arbeitgebers Bauwirtschaft. Auf der anderen Seite zeigen sie auch, dass allein durch Ausbildung die Facharbeiterlücke am Bau nicht geschlossen werden kann,“ kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, die aktuellen Zahlen. Pakleppa wies ferner daraufhin, dass die Branche über die Berufsbildungsumlage rund 357 Millionen Euro solidarisch an die Ausbildungsbetriebe und die Ausbildungszentren für die überbetriebliche Ausbildung ausschütte. „Um diese gemeinsame Finanzierung großer Teile unserer Ausbildung beneiden uns andere Branchen. Rechnet man die Kosten der Ausbildungsbetriebe, die auch noch zu bewältigen sind, hinzu, so investieren die Betriebe knapp 700 Millionen Euro in ihren Berufsnachwuchs.“ Komfortable Suche Neuer Fachinformationsservice des BIBB 3984490-10-1 Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) baut seine wissenschaftlichen Dienstleistungen im Bereich der Berufsbildung und Berufsbildungsforschung aus. Mit einem fachlichen Repositorium („VET Repository“) stellt das BIBB ab sofort einen zentralen Ort im Internet mit mehr als 62.000 Literaturnachweisen und mehr als 8000 Links zu kostenfrei verfügbaren Volltexten bereit. Auch die kontinuierliche Auswertung von Fachliteratur sowie deren inhaltliche Erschließung werden fortgesetzt. Mit einem Klick lässt sich der Bestand der Bibliothek des BIBB mit mehr als 85.000 Medieneinheiten in die Suche einbeziehen. Die BIBB-Bibliothek ist die größte wissenschaftliche Spezialbibliothek zum Thema berufliche Bildung im deutschsprachigen Raum. Zukünftig wird ein besonderes Augenmerk auf der Einwerbung von Volltexten für das „VET Repository“ liegen, um den Anteil der digital direkt verfügbaren Fachpublikationen zu erhöhen. Als erste Maßnahme wurde die Digitalisierung der bislang nicht im Volltext vorliegenden Jahrgänge 1972 bis 1999 der BIBB-Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ in Angriff genommen. –www.vet-repository.info

8. März 2019 11 Abi – und dann? Motive für Ausbildung oder Studium AUS- & WEITERBILDUNG ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE ANZEIGEN Erwartungen der Eltern prägen stark die Entscheidungen der jungen Leute. Foto: bluedesign/stock.adobe.com Was bewegt Gymnasiasten zur Aufnahme einer beruflichen Ausbildung? Angesichts steigender Studierendenzahlen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht, welche Schüler trotz Hochschulzugangsberechtigung eher eine Ausbildung als ein Studium planen und welche Faktoren dies begünstigen. Es zeigt sich, dass neben Einflüssen des sozialen Umfelds auch der Berufsorientierungsprozess sowie Kosten-, Nutzen- und Chanceneinschätzungen von Bedeutung sind. Die Pläne der Jugendlichen sind zunächst stark durch Erwartungen der Eltern geprägt. Nur wenige Jugendliche, die ein Studium anstreben, vermuten, dass ihre Eltern sich eine Ausbildung für sie wünschen. Die Wahrscheinlichkeit, eine Ausbildung in Betracht zu ziehen, erhöht sich indessen, wenn die Jugendlichen vermuten, dass sich auch mit einer Ausbildung ein Beruf ergreifen lässt, der vom Niveau her ähnlich oder besser ist als die von den Eltern ausgeübten Berufe. Dies führt aus Sicht der Fachleute zu der Anregung, bei Berufsorientierungsmaßnahmen neben den Interessen und Zielen der Schüler auch die sozialen Prozesse zu verdeutlichen, unter deren Einfluss sie stehen. Wenn sie sich dessen bewusst werden, können sie dies bei ihrer Entscheidungsfindung bedenken. Sowohl Studien- als auch Ausbildungsinteressierte erwarten von einem Studium einen hohen Nutzen. Doch nur Ausbildungsinteressierte sehen dies auch für eine Ausbildung so. Die Wahrscheinlichkeit, eine Ausbildung für sich in Betracht zu ziehen, steigt also mit der Überzeugung, damit auch attraktive Berufschancen zu haben. Eine bessere Aufklärung über die Karriereperspektiven nach Ausbildungsabschluss könnte daher aus Sicht des BIBB zu einer Attraktivitätssteigerung der Ausbildung beitragen. Die BIBB-Untersuchung zeigt ferner, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Ausbildung anzustreben, umso höher ist, je konkreter die eigenen beruflichen Vorstellungen sind. Die Ergebnisse verdeutlichen aber auch, dass ein Teil der Jugendlichen offensichtlich meint, ihre beruflichen Interessen besser in einem Studium realisieren zu können. Dies gilt zum Beispiel für jene mit Interesse an forschend-abstrakten oder künstlerisch-sprachlichen Tätigkeiten. Dass auch viele Ausbildungsberufe solche Tätigkeitsaspekte bieten, spricht aus Sicht der BIBB-Fachleute dafür, in der Berufsorientierung stärker auf diese Berufe einzugehen, etwa auf Labor- oder IT-Berufe, technische Produktdesigner, Pflanzentechnologen, Mediengestalter, Maskenbildner oder Goldschmiede. BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser: „Um die Attraktivitätsverluste der beruflichen Bildung in den Griff zu bekommen, braucht es eine gesamtgesellschaftliche Debatte über den Wert von Berufen.“ ZUR ANALYSE Das BIBB hat in seiner aktuellen Analyse die Daten des Nationalen Bildungspanels untersucht, in dessen Rahmen 2500 Jugendliche, meist 17 bis 18 Jahre alt und in der Abschlussklasse am Gymnasium, befragt wurden. 16 Prozent von ihnen nennen eine Ausbildung, 84 Prozent ein Studium als realistischen Plan für ihren weiteren Bildungsweg. 3982099-10-1 3983990-10-1 3983646-10-1