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FP Aus- und Weiterbildung - 08.03.2019

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12 AUS- & WEITERBILDUNG

12 AUS- & WEITERBILDUNG 8. März 2019 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Vier Jahre, zwei Abschlüsse: Kombination startet in Zwickau Angebot an Schüler: Berufsausbildung mit Abitur im Handwerk Befristung als Sprungbrett Studie zum Einstieg in den Arbeitsmarkt ANZEIGEN Vor allem die Eltern kennen es noch aus DDR-Zeiten: die Berufsausbildung mit Abitur. Im kommenden Schuljahr 2019/20 startet am Berufsschulzentrum „August Horch“ in Zwickau in Zusammenarbeit mit dem Beruflichen Schulzentrum in Werdau zum ersten Mal eine vierjährige Kombination aus Berufsausbildung und Abitur – und zwar für Elektroniker mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Das Angebot richtet sich sowohl an leistungsstarke Oberschüler der neunten und zehnten Klassen sowie an praxisorientierte Gymnasiasten der gleichen Klassenstufen. Bereits etwa zwanzig Betriebe des Elektrohandwerks aus der Region wollen Lehrlinge in diesem Rahmen zum Gesellenbrief mit Abitur führen. Geschaffen hat das Angebot das sächsische Kultusministerium im Rahmen der Initiative „Duale Berufsausbildung mit Abitur“ (Du- BAS). Zudem deckt sich die Berufsausbildung mit Abitur mit dem Bestreben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, unter der Dachmarke „Berufsabitur“ Ausbildung und Abitur auch für andere Berufe zu vereinen. SERVICE Ansprechpartner in der Handwerkskammer Chemnitz ist Eylien Lißner, Telefon 0371 5364-252 und E-Mail e.lissner@hwk-chemnitz.de Viele Beschäftigte mit einem befristeten Arbeitsvertrag befürchten, über Kettenverträge in einer unsicheren sozialen Lage zu verharren oder nach Vertragsablauf arbeitslos zu werden. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegt jedoch, dass 56 Prozent aller Befristeten nach Ablauf von drei Jahren in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Besonders jungen Menschen bis 30 Jahren gelang nach Schule, Berufsausbildung oder Studium dank Befristung der Start in die Arbeitswelt, aber auch Arbeitslose schafften so den Wiedereinstieg. Zudem konnten Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen innerhalb von drei Jahren ein um 32.000 Euro höheres Einkommen erzielen als diejenigen, die keinen Einstieg über die Befristung fanden und in der Hoffnung auf eine unbefristete Stelle beispielsweise zunächst arbeitssuchend blieben – und Befristete waren sieben Monate länger in Vollzeit beschäftigt als Abwartende. 3986953-10-1 3987528-10-1

Arbeiten als „König der Metallberufe“ Werkzeugmechaniker stellt hohe Anforderungen Schon der Nachwuchs arbeitet bei der Cefeg GmbH Chemnitz an modernster NC-Technologie der Firma Bihler. Foto: Torsten Kerl AUS- & WEITERBILDUNG 8. März 2019 13 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Teenie Company macht neugierig Auszubildende stehen in der Messe Chemnitz Rede und Antwort Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Teenie Company auf der Mobilitätsmesse mobil3 geben. Mit dem Angebot wollen die Handwerkskammer Chemnitz, die KfZ- Innung Sachsen West/ Chemnitz und die Messe Chemnitz junge Menschen für eine Ausbildung im Kraftfahrzeuggewerbe begeistern. So stehen vom 15. bis 17. März in der Messe Chemnitz Auszubildende der ausstellenden Autohäuser parat, um ihre Erfahrungen rund um die Ausbildung an junge Besucher weiterzugeben. „Wenn die jungen Leute Gleichaltrige an einem Auto schrauben sehen, dann sprechen sie diese schneller an als uns Vertreter der älteren Generation. Auch das darauffolgende Gespräch findet dann auf gleicher Augenhöhe statt“, sagt Frank Herklotz, Geschäftsführer der Kfz-Innung Sachsen West/Chemnitz. Nach Aussage von Uwe Stürzbecher, Fachbereichsleiter Kfz bei der Handwerkskammer Chemnitz, wird es bei der Teenie Company im wahrsten Sinne des Wortes hochspannend: „Wir präsentieren unter anderem die Themen Hochvolt- Technik und alternative Antriebe. Es wird immer wichtiger, am Ball zu bleiben, was die Weiterentwicklung von Hybrid-, Elektroantrieben und autonomem Fahren angeht.“ Frank Herklotz und die anderen Mitarbeiter der Kfz-Innung vermitteln die jungen Messebesucher gern auch direkt an die Ausbildungsverantwortlichen der ausstellenden Autohäuser. Es ist also sinnvoll, gleich mit einer fertigen Bewerbung zur Messe zu kommen. SERVICE Die Messe mobil3 kann vom 15. bis 17. März jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Messe Chemnitz besucht werden. Für Hans-Georg Reichel steht fest: „Der Werkzeugmechaniker ist der König der Metallberufe, weil er an die Mitarbeiter die höchsten Anforderungen stellt. Diesen müssen natürlich auch unsere Auszubildenden gerecht werden“, sagt der Geschäftsführer der Cefeg GmbH Chemnitz. Das Unternehmen stellt mit aktuell 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Werkzeuge für die eigene Fertigung her. Die Erzeugnisse der Cefeg kommen vor allem bei Unternehmen der Automobilindustrie zum Einsatz. Auch andere Branchen, wie der Maschinenbau, die Elektroindustrie und die Medizintechnik gehören zu den Kunden des Unternehmens. Um die Nachfrage auch in Zukunft decken zu können, werden für den Ausbildungsstart im September noch zwei Werkzeugmechaniker und zwei Stanz- und Umformmechaniker gesucht. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit stellen Werkzeugmechaniker unter anderem Druck-, Spritzguss-, Stanz- und Umformwerkzeuge her. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Beschäftigt werden Werkzeugmechaniker in Betrieben der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie, in Unternehmen, die feinmechanische beziehungsweise medizintechnische Geräte herstellen, sowie bei Firmen mit eigenem Werkzeugbau, zu denen auch die Cefeg gehört. „Bei den von uns hergestellten Werkzeugen geht es um höchste Präzision, weshalb Interessenten um einen Ausbildungsplatz mindestens einen Realschulabschluss mit guten Noten in Mathematik sowie räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen sollten“, sagt Ausbildungsleiter Shenja Weißbach. Dass bei Werkzeugen, bei denen schon Abweichungen im hundertstel Bereich von den Kunden nicht toleriert werden, Ordnung und Sauberkeit wichtige Faktoren sind, versteht sich von selbst. Olga Stark lässt sich seit zwei Jahren bei der Cefeg zur Werkzeugmechanikerin ausbilden. „Ich wollte schon immer in Richtung Maschinenbau gehen. Am Beruf des Werkzeugmechanikers hat mich die Vielfältigkeit gereizt, schließlich kann man den ganzen Herstellungsprozess von der Zeichnung bis zum Einsatz des Werkzeuges in der Maschine verfolgen“, sagt sie. Um möglichst vielen jungen Menschen einen Einblick in die Vielfalt des Berufes zu geben, bietet die Cefeg unter anderem Betriebsbesichtigungen, Probearbeiten und Schülerpraktika an. Das entsprechende Engagement und Interesse vorausgesetzt, können die Azubis im Unternehmen dann die Karriereleiter erklimmen. „Die Auszubildenden können noch während der Ausbildung berufsbegleitend das Abitur ablegen und sich anschließend als Techniker oder Konstrukteur weiter qualifizieren“, sagt Geschäftsführer Hans-Georg Reichel. Diese Qualifizierungsmöglichkeiten stehen auch den angehenden Stanz- und Umformmechanikern offen, die die Cefeg ebenfalls sucht. Schwerpunkt dieses Berufsbildes ist die Herstellung von Bauteilen aus Blech und Drähten inklusive des Einrichtens der entsprechenden Maschinen und Anlagen. Zudem überwachen und optimieren sie Fertigungsprozesse und übernehmen Reparatur- und Wartungsaufgaben an den Werkzeugen. ANZEIGE 3984083-10-1