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FP Aus- und Weiterbildung - 08.03.2019

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4 AUS- & WEITERBILDUNG

4 AUS- & WEITERBILDUNG 8. März 2019 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Besonders engagiert für die Auszubildenden Ein Unternehmen aus Annaberg-Buchholz lässt sich für den Berufsnachwuchs einiges einfallen ANZEIGEN Bei der Gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH werden die Azubis nicht ins „kalte Wasser“ geworfen, sondern umfassend auf die Anforderungen des Berufes vorbereitet. Foto: WPA Susann Brumm vorstadt design Bei der Gemeinnützigen Wohnund Pflegezentrum Annaberg- Buchholz GmbH (WPA) wird die Azubi-Akquise und -bindung seit Jahren groß geschrieben. „Mit neuen Ideen, wie der hauseigenen Azubi-Akademie, mit den Azubi- Impulstagen, dem ,Azubi-Fachtag in der Altenhilfe‘ und der hauptamtlichen Praxisanleitung wollen wir ein positives Bild der Altenpflege vermitteln, junge Menschen für Berufe im Gesundheitswesen begeistern und unseren jungen Kollegen den Einstieg in den Berufsalltag erleichtern“, sagt Personalmanager Alexander Carl. So werde bei der WPA kein Azubi bei Ausbildungsbeginn ins „kalte Wasser“ geworfen. Vielmehr wird der Übergang von Schule in Arbeit mit einer „geschützten Praxiswoche“ gleitend gestaltet. „Für uns ist das auch ein Beitrag dazu, die Qualität der Arbeit ständig zu steigern“, sagt Alexander Carl. Innerhalb der hauptamtlichen Praxisanleitung kümmert sich eine Mitarbeiterin um die Organisation und Koordinierung der Pflegeausbildung im Unternehmen. Sie ist gleichzeitig der Ansprechpartner für die Azubis. Die „geschützte Praxiswoche“ ist Bestandteil der vor mehr als drei Jahren eingerichteten Azubi-Akademie. „Unterstützt durch eine Erlebnispädagogin aus Oberwiesenthal verfolgen wir mit der Azubi- Akademie das Ziel, das Zusammengehörigkeitsgefühl durch alle Berufsgruppen hinweg zu stärken, die Identität mit dem WPA zu erhöhen und die wichtigen Soft Skills der Azubis auszubauen“, so Alexander Carl. Zu letzteren gehören in seinen Augen auch projektbezogenes und lösungsorientiertes Handeln, Team- und Konfliktfähigkeit. Das Unternehmen hat aber noch mehr gute Ideen und nutzt deshalb den Internationalen Tag der Pflege als Azubi-Fachtag: „Mit diesem Angebot wird die gute Kooperation des WPA mit den in Annaberg- Buchholz ansässigen Altenpflegeschulen untermauert. Die angehenden Altenpfleger, die zum Fachtag eingeladen sind, bekommen vor Ort die Möglichkeit, eine interessante Vortragsreihe zu aktuellen Fachthemen zu besuchen“, so der Personalmanager. Der Azubi-Fachtag solle eine Plattform zum Austausch für die Fachkräfte von morgen sein. DAS UNTERNEHMEN Die Gemeinnützige Wohn- und- Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH (WPA) ist ein kompetenter Ausbildungspartner im sozialen Bereich. Das Leistungsangebot des innovativen Unternehmens reicht über den Bereich der stationären Pflege in den Häusern Louise Otto-Peters und Adam Ries hinaus. Zu den Dienstleistungsbereichen gehören unter anderem der Anna-Pflegedienst, drei Tagespflegen, Betreutes Wohnen, umfangreiche wohnbegleitende Angebote, Beratungs- und Pflegestützpunkte sowie Cafés. Aktuell erhalten 32 Jugendliche eine Ausbildung im Unternehmen – neun junge Frauen und Männer begannen im September die Ausbildung zum Altenpfleger, weiterhin starteten ein Koch und eine Kauffrau für Büromanagement die Lehre. Darüber hinaus bietet das Wohn- und Pflegezentrum die Möglichkeit von Praktika, Ferienarbeit und wissenschaftlichen Hospitationen, um das in der Theorie erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. 3983600-10-1

AUS- & WEITERBILDUNG 8. März 2019 5 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Helios setzt beim Berufsnachwuchs auf Teamarbeit Im Bildungszentrum Aue drückt Klinikpersonal von morgen die Schulbank – Auszubildenden wird dabei viel geboten ANZEIGEN Selbstbestimmtes Lernen gehört im Auer Bildungszentrum dazu. Deshalb erhält jeder Schüler einen eigenen Laptop. Foto: Helios Lernzeit nutzen, wann immer es in den Tag passt: Auszubildende des Helios-Klinikums Aue profitieren davon. Zu ihrer Ausstattung gehört ein Laptop, mit dem sie überall via Internet auf Lernmodule zugreifen und sich Lernzeit frei einteilen können. Digitaler Campus lautet das Stichwort im Bildungszentrum Aue, das für Geschäftsführer Marcel Koch Herzstück des Hauses ist. Immerhin drückt dort das Personal von morgen die Schulbank. Zeitgemäß und mittendrin, betont Bildungszentrumsleiterin Mandy Dietel. Sie und acht Lehrkräfte kümmern sich im Durchschnitt um 180 Azubis vom ersten bis dritten Lehrjahr. Künftig sind es 200. Koch: „Wir haben um 20 Plätze aufgestockt.“ Helios bildet auch für andere Krankenhäuser aus. Für die eigenen Azubis gilt: Übernahme garantiert. „Sofern die Leistungen passen, bieten wir jedem eine berufliche Zukunft“, sagt Koch. Die Abbrecher-Quote ist gering. Das macht Dietel stolz. „Wir kümmern uns intensiv um die Azubis. So finden wir für jeden den richtigen Weg.“ Dabei helfe die enge Verzahnung innerhalb des Schwerpunktversorgers, in dem außer der Herzchirurgie alle medizinischen Fachbereiche angesiedelt sind. „Unsere Azubis laufen auf Station nicht nebenher mit, sondern werden durch geschulte Praxisanleiter aktiv in die Prozesse eingebunden“, so Dietel. Das sei der Schlüssel zum Erfolg und ermögliche einen optimalen Einstieg in den Berufsalltag. Musterbeispiel: In Aue leitet eine 26-Jährige die onkologische Station. Das verlangt Wissen, Routine und Vertrauen. Diese mentale Nähe ist Marcel Koch wichtig. „Wir sind ein Team. Damit meine ich alle, sowohl die Ärztinnen und Ärzte als auch die Pflegerinnen und Pfleger sowie die Dienstleister im Bereich von Reinigung oder Cafeteria.“ In dieser Zusammengehörigkeit sieht er einen wichtigen Faktor, der für das Bildungszentrum Aue spricht. Hinzu komme die praxisorientierte Lehre mit Schülerstation, auf der die Azubis den Berufsalltag unter echten Bedingungen üben, mit Hospitationen in allen Bereichen bis hin zu einem Tag an der Seite des Geschäftsführers und Feedback-Gespräche, die individuelle Stärken aufzeigen. Aufbauen lässt sich auf den Pflegeberuf vielseitig – mit dem Weg an die Hochschule, ins Management, in die Pädagogik oder ans Pflegebett selbst. „Das zeigen wir früh auf und bieten mehr“, sagt Koch mit Blick auf den breit aufgestellten Sektor der Fort- und Weiterbildung. Von Intensivpflege über Stroke Nurse bis Wundmanagement und Notfallpflege sind alle Spezialisierungen im Klinikum möglich. Drehund Angelpunkt bei allem: die Lehrlinge selbst. „Jeder soll sich aktiv einbringen.“ Nur so könne man sie optimal auf eine immer agiler werdende Arbeitswelt vorbereiten. „Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um den Herausforderungen der Patientenversorgung gerecht zu werden.“ Dazu gehöre Menschlichkeit ebenso wie der geübte Umgang mit Neuen Medien. Neben harten Faktoren wie überdurchschnittlichem Verdienst und großzügiger Urlaubs- und Weiterbildungsgestaltung, zählen weiche Faktoren: etwa Mitarbeiterfest, Ostereiersuche für Mitarbeiterkinder und andere Aktionen. 2019 gibt es erstmals ein Azubi-Sommerfest – für Lehrlinge und solche, die es ab Herbst sind. „Um Berührungsängste abzubauen“, so Dietel. Für den Einstieg in den Pflegeberuf spielen weder Alter oder Geschlecht noch Herkunft oder Familienstand eine Rolle: Im Kreis von 16-jährigen Schulabgängern lernen lebenserfahrene Ü-40er. Die Bewerber durchlaufen ein Speeddating, bei dem sie in 25 Minuten auf fünf Gesprächspartner treffen, die sich unabhängig von Vorbildung und Zeugnis ein Bild von der Persönlichkeit machen. Das hat sich bewährt. „Von Ehrlichkeit und Transparenz von Beginn an profitieren letztlich alle“, so Dietel. 3983931-10-1