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FP Aus- und Weiterbildung - 28.06.2019

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12 Gestalter im Handwerk

12 Gestalter im Handwerk Werkstudium ab September Eine Studienarbeit aus dem Gestalterkurs. Foto: Sven Gleisberg Design, Gestaltung, Kommunikation und handwerkliches Können gehen bei der Entwicklung neuer Produkte Hand in Hand. Handwerk ist schon lange nicht mehr nur Umsetzer, sondern Gestalter einer Produkt- und Dienstleistungskultur. Eine Aufstiegsfortbildung zum Gestalter im Handwerk befähigt, kreative Neigungen zu vertiefen, Talente zur Professionalisierung und Produkte auf eine neue Ebene zu heben. In den Werkstätten der Handwerkskammern Chemnitz und Dresden lernen die Kursteilnehmer gewerkübergreifend, Ideen mit unterschiedlichen Materialien und Techniken umzusetzen. Exkursionen in hochrangige Unternehmen der Region zeigen den Teilnehmern, wie Produktgestaltung in der Wirtschaft zum Erfolg führt. Renommierte Dozenten vermitteln neben handwerklichen Fertigkeiten Inhalte wie Zeichnen, Modellbau, Schrift und Typografie, Farblehre, Ergonomie, Materialkunde, Kunst- und Kulturgeschichte, Marketing, Recht und Betriebswirtschaft. Das Werkstudium endet mit einem Höhepunkt: Die Kursteilnehmer stellen ihre Abschlussarbeiten in einer kuratierten Ausstellung im Wasserschloß Klaffenbach aus. Freie Stellen online finden Service der Handwerkskammer Interessierte und leistungsbereite Schulabgänger können sich in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer schnell über freie Lehrstellen in Betrieben informieren – und haben gute Chancen, eine attraktive Lehrstelle zu finden. Momentan sind rund 750 freie Lehrstellen registriert. In der Online-Börse „Schule-Wirtschaft“ sind zudem freie Praktikumsstellen verschiedener Branchen und Regionen eingestellt. –www.hwk-chemnitz.de Visionäre treiben das Handwerk voran Handwerk ist die Branche für Visionäre und Menschen mit Unternehmergeist Handwerker sind nicht nur Experten ihres Fachs. Mit dem Meister können sie ihr Können perfektionieren, sich selbstständig machen und Nachwuchs fördern. 2017 nutzten 20.495 Gesellen diese Chance und erwarben ihren Meistertitel, weitere 27.504 bestanden andere Fortbildungsprüfungen. 87.968 Betriebe wurden 2017 gegründet. Werden die Entwicklungen der vergangenen Jahre als Maßstab genommen, ist davon auszugehen, dass in den nächsten 20 Jahren über drei Millionen Innovationen von Handwerksbetrieben geplant und vor allem umgesetzt werden. Themen wie nachhaltige Energieversorgung, Elektromobilität und Ressourcenschonung sind bereits angeschoben. Das Handwerk sorgt dafür, dass das Wohnen, die Ernährung, die Mobilität und viele andere Bereiche des täglichen Lebens und Arbeitens in der Zukunft entscheidend verbessert werden. Ein Pionier seines Fachs ist der gelernte Kfz-Mechaniker Jimmy Pelka. Seine Tuning-Software ist so erfolgreich, dass er seit 2015 mit seiner Familie zwischen Abu Dhabi und Bad Mergentheim pendelt. Visionen umsetzen: Mit Chiptuning bis zu 1200 PS Jimmy Pelka ist bekannt dafür, aus leistungsstarken Motoren immer noch ein paar Pferdestärken mehr herauszukitzeln: Der Kfz-Mechaniker gehört zu den besten Tunern der Welt. Gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Salah Alamoudi gründete er die Firma PP Performance. 15 Dependancen gibt es mittlerweile rund Die sächsischen Handwerkskammern warnen die Bundespolitik und die Kultusministerien davor, die Berufsbezeichnung des Meisters zu ändern. Pläne, den Meistertitel durch eine neue Bezeichnung zu ergänzen, könnten zu einer Abwertung des Titels beitragen. Im Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der beruflichen Bildung spricht sich die Bundesregierung AUS- & WEITERBILDUNG ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Grenzen gibt es im Handwerk nur im Kopf: Kfz-Mechaniker Jimmy Pelka ist einer von fünf Botschaftern der Imagekampagne für das Handwerk. Er hat eine Tuning-Software entwickelt, mit der er weltweit Kunden begeistert – von den Vereinigten Arabischen Emiraten bis nach Hollywood. Foto: Johannes Heinke um den Globus. Zuletzt klopfte auch Hollywood an seine Tür und ließ Wagen für die Action-Filmreihe „The Fast and the Furious“ tunen. Keinen Tag hat Pelka die Firmengründung bereut, auch wenn sie bisher die größte Herausforderung seines Lebens war: „Ich habe fünf Jahre lang zehn bis 16 Stunden am Tag gearbeitet.“ Angefangen hat alles mit dem großen Traum von donnernden Motoren und drehenden Tachonadeln: Nach der Schule beginnt Pelka eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Sein Ausbilder nimmt ihn mit zu Kundenbesuchen nach Abu Dhabi, wo er Alamoudi kennenlernt. Der bringt das Netzwerk und die Kontakte mit, Pelka das technische Knowhow. Zum „Tuning-Gott der Araber“ machen ihn nicht nur seine Fertigkeiten unter der Hebebühne, sondern auch seine selbstprogrammierte Chiptuning-Software: Angeschlossen an eine der Luxuskarossen schreibt sie die Motordaten der „Meister muss Meister bleiben“ Handwerkskammern sprechen sich gegen Umbenennungspläne aus dafür aus, die Bezeichnungen „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ einzuführen. Meister dürften künftig zusätzlich die Abschlussbezeichnung „Bachelor Professional“ führen. Ziel der Einführung dieser Ttitel sei, die bessere internationale Verwertbarkeit der Abschlüsse sowie die Sichtbarmachung der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung. „Junior Professional und Senior Professional sind keine international gebräuchlichen Begriffe für Qualifikationen. Sie werden auf den internationalen Arbeitsmärkten bestenfalls als Hinweis auf das Maß an beruflicher Erfahrung interpretiert. Der deutsche Meistertitel hingegen hat einen deutlich besseren Ruf“, sagt Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz. 28. Juni 2019 Hersteller um. Bis zu 1200 PS haben die Autos, wenn sie Pelkas Werkstatt verlassen. Nie hätte er sich diese steile Karriere träumen lassen: „Ich lebe den Traum jedes Mannes: Schnelle Autos noch schneller machen – und sie anschließend Probe fahren“, lacht Pelka. Was ihn dahin gebracht hat? Leidenschaft, Spaß an der Arbeit, Mut und Durchhaltevermögen. Das nächste große Ding? „Der Elektromotor. Und ich bin jetzt schon heiß darauf“, sagt Pelka. SERVICE Aktuelle Lehrstellengesuche aus der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Chemnitz (Stand 26.06.2019): Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in - Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik: 4 Kraftfahrzeugmechatroniker/in - Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik: 5 Kraftfahrzeugmechatroniker/in - Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik: 29 Kraftfahrzeugmechatroniker/in - Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik: 1