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FP Steuern und Finanzen - 25.01.2019

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2 EDITORIAL Mittel gegen

2 EDITORIAL Mittel gegen den Frust von Christian Wobst sonderthemen@freiepresse.de STEUERN & FINANZEN Überprüfung der Steuerklasse kann sich für Arbeitnehmer lohnen Wechsel für 2019 kann bis Ende November beim Finanzamt beantragt werden 25. Januar 2019 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Ein turbulentes Börsenjahr und eine andauernde Niedringzinsphase – in Sachen Geldanlage kann man 2018 getrost abhaken. Entsprechend groß ist der Frust. Von den Bundesbürgern, die 2018 Geld angelegt haben, sind 62 Prozent mit der Wertentwicklung ihrer Anlage unzufrieden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Banken hervor. Allerdings ist der Frust durchaus auch hausgemacht. Wenn das kaum noch verzinste Sparkonto mit 39 Prozent noch immer die beliebteste Anlageform ist, die Inflationsrate aber bei rund 1,5 Prozent liegt, verliert der Sparer jeden Tag einen Teil seines Vermögens. „Das scheint vielen nicht bewusst zu sein, oder sie blenden es aus, um nicht handeln zu müssen“, schreibt Tanja Beller, Pressesprecherin des Bankenverbandes in einem Blog. Um eine höherer Rendite zu erreichen, müssten die Deutschen mehr Risiko eingehen. Doch das wollen die wenigsten. Der Frust dürfte also zunehmen. Vielleicht wandelt er sich aber auch in positive Energie, das Gespräch mit einem Anlageexperten zu suchen, um von den auf lange Sicht steigenden Anlagemärkten zu profitieren. Je schneller, desto besser! Ende 2019 schauen sicher einige weniger deprimiert auf ihren Kontoauszug. IMPRESSUM Steuern & Finanzen ist eine Sonderausgabe der „Freien Presse“. VERLAG Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG (CVD) Brückenstraße 15, 09111 Chemnitz ANZEIGENLEITUNG Tobias Schniggenfittig (verantw.) VERKAUFSLEITER Torsten Müller, Telefon 0371 656 10717 Mail:torsten.mueller@ cvd-mediengruppe.de REDAKTION Christian Wobst, Telefon: 0171 2898247 TITELBILD istockphoto.com © monkeybusinessimages Haben Ehegatten eine für sie ungünstige Steuerklassenkombination gewählt, behalten ihre Arbeitgeber womöglich mehr Lohnsteuer ein als nötig. Zwar kann nach Ablauf des Kalenderjahres die Erstattung der zu viel gezahlten Steuer durch Abgabe einer Einkommensteuer-Erklärung beim Finanzamt beantragt werden, doch das Geld fehlt zunächst in der Geldbörse. Darauf hat das sächsische Finanzministerium hingewiesen. Wer beim monatlichen Lohnsteuerabzug der tatsächlichen Jahressteuer möglichst nahe kommen will, sollte seine Steuerklasse überprüfen. Eine andere Wahl kann insbesondere sinnvoll sein, wenn sich die Lohnund Gehaltsverhältnisse geändert haben. Ein Steuerklassenwechsel oder die Anwendung des Faktorverfahrens im Laufe des Jahres 2019 kann in der Regel nur einmal und zwar spätestens bis zum 30. November 2019, beim Wohnsitzfinanzamt beantragt werden. Ehegatten, die im Inland wohnen Arbeitnehmer sollten regelmäßig prüfen, ob ein Wechsel der Steuerklasse sinnvoll ist. Foto: Andrey Popov/stock.adobe.com und nicht dauernd getrennt leben, stehen zwei Steuerklassenkombinationen und das so genannte Faktorverfahren zur Auswahl. Arbeitnehmer-Ehegatten können für den Lohnsteuerabzug entweder beide die Steuerklasse IV oder für einen die Steuerklasse III und für den anderen die Steuerklasse V wählen. Die Steuerklasse IV ist in der Regel dann günstiger, wenn beide Ehegatten in etwa gleich viel verdienen, heißt es in einer Presseinformation des Finanzministeriums. Die Steuerklassenkombination III/V empfehle sich, wenn ein Ehegatte etwa 60 und der andere etwa 40 Prozent des Arbeitseinkommens verdient. Anstelle der Kombination III/V können Arbeitnehmer-Ehegatten auch die Kombination IV/IV mit Faktor wählen (Faktorverfahren). Lebenspartner haben die gleichen Wahlrechte wie Ehegatten. Um die Steuerklassenwahl für 2019 zu erleichtern, haben das Bundesfinanzministerium und die obersten Finanzbehörden der Länder Tabellen zur Steuerklassenwahl erarbeitet. Anhand dieser Tabellen können Ehegatten nach der Höhe ihrer monatlichen Arbeitslöhne die Steuerklassenkombination feststellen, bei der ihre Arbeitgeber für sie im Laufe des jeweiligen Kalenderjahres die geringste Lohnsteuer einbehalten. Das setzt allerdings voraus, dass die Monatslöhne über das ganze Kalenderjahr konstant bleiben. Die Tabellen und ergänzende Informationen zur Steuerklassenwahl sowie zum Faktorverfahren finden Interessierte im „Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2019 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind“. Um in eine andere Steuerklassenkombination zu wechseln oder das Faktorverfahren zu nutzen, ist dies beim Wohnsitzfinanzamt zu beantragen. Der Antrag ist grundsätzlich von beiden Partnern gemeinsam zu stellen. Ein Wechsel von der Steuerklassenkombination III/V in IV/IV ist auch auf Antrag nur eines Partners möglich. Wer für 2019 das Faktorverfahren beantragt, profitiert nach Angaben des Finanzministeriums von einer neuen Verfahrenserleichterung: Der Faktor hat erstmals eine zweijährige Gültigkeit und muss somit für 2020 nicht gesondert beantragt werden. SERVICE Das „Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2019 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind“ ist bei den sächsischen Finanzämtern erhältlich und kann im Steuerportal unter www.steuern.sachsen.de/2246.html heruntergeladen werden. Antworten auf allgemeine Fragen zur Steuerklassenwahl gibt das Info-Telefon der sächsischen Finanzämter. Es ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 0351/ 7999 7888 erreichbar (es gilt der Tarif für Anrufe in das deutsche Festnetz).

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Die 52-Wochen-Challenge Das Prinzip der 52 Wochen-Challenge ist einfach: Jede Woche wird an einem gleichbleibenden Tag – zum Beispiel am Sonntag – ein Euro mehr in die Spardose geworfen als in der Vorwoche. „Das heißt konkret, dass in der ersten Woche ein Euro, in der zweiten zwei Euro, in der Dritten drei Euro und so weiter gespart wird. Am Ende des Jahres, also in der 52. Woche, sind es dann bereits 52 Euro“, erklärt Sylvie Ernoult, Pressesprecherin des Bundesverbandes deutscher Banken. Wenn dann an Silvester die Spardose ausgeleert wird, sind insgesamt 1378 Euro zusammengekommen, die zum Beispiel in einen Urlaub fließen können. Die Konsumdiät „Wer kennt das nicht? Black-Friday, ständige Sale- und Rabattaktionen, mal eben ein Coffee to go … Die Verführung zum spontanen Kauf ist allgegenwärtig“, weiß auch die Finanzexpertin. Mit der Konsumdiät könne man sein eigenes Verhalten bewusst hinterfragen und so überflüssige Spontankäufe vermeiden. Die einfache Regel lautet: Alle Wünsche kommen zuerst auf einen Merkzettel und werden nach einem Monat noch einmal angeschaut. Nur wenn der Wunsch dann immer noch besteht, darf man zuschlagen. Ansonsten wird das Geld gespart. „Klingt einfach, ist aber wirksam. Das Gute an der Konsumdiät ist, dass sich jeder frei entscheiden kann, worauf er verzichten will.“ Eine andere Variante der Konsumdiät besteht darin, bereits getätigte Hamsterkäufe erst einmal aufzubrauchen, bevor Neues hinzukommt. So können zum Beispiel Durchhalten ist beim Sparen am wichtigsten. Foto: Tierney/stock.adobe.com Kleidungsstücke neu kombiniert werden. Verbrauchsgegenstände wie Parfum, Haushaltsmittel oder Pflegeprodukte werden konsequent aufgebraucht bevor neue angeschafft werden. „Der Konsumdiät kann man sich natürlich auch im Team stellen. So definiert man gemeinsam mit seinen Freunden, worauf beispielsweise sechs Monate oder ein Jahr verzichtet werden soll“, nennt die Pressesprecherin eine weitere Variante der Konsumdiät. Der Fünf-Euro-Trick Der Fünf-Euro-Trick ist schnell erklärt: Jedes Mal, wenn ein Fünf-Euro-Schein im Portemonnaie landet, wird dieser aussortiert und in eine Spardose gelegt. Auch wenn am Anfang nicht genau klar ist, wieviel Geld am Ende des Jahres im Sparschwein landet, sammelt sich über die Zeit hinweg doch einiges zusammen. Selbstverständlich lässt sich dieser Trick auch auf andere Stückelungen, zum Beispiel ein oder zwei Euro-Münzen anwenden. „Beim Sparen ist es wie bei allen guten Vorsätzen: Durchhalten ist das, was am schwersten fällt“, so Sylvie Ernoult. Außerdem sei es vielleicht nicht in jeder Lebenssituation möglich, Geld beiseite zu legen. Dann biete es sich an, einen Kassensturz der laufenden Kosten zu machen und zu schauen, ob und wo Einsparungen möglich seien. Letztlich komme man aber nicht daran vorbei: „Sparen kann man nur das Geld, das man nicht ausgibt.“ STEUERN & FINANZEN 25. Januar 2019 3 Verbesserungen bei der Mütterrente seit Jahresbeginn Bis zu einem halben Jahr wird zusätzlich bei der Rente angerechnet Am 1. Januar 2019 sind Verbesserungen bei der sogenannten Mütterrente in Kraft getreten. Bisher werden für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde, bis zu zwei Jahre Kindererziehungszeit bei der Rente berücksichtigt. Nunmehr wird bis zu einem halben Jahr zusätzlich bei der Rente angerechnet. Laut sächsischem Sozialministerium kann das in den neuen Ländern pro Kind zu einer Rentenerhöhung um bis zu 15,35 Euro pro Monat führen. „Die Erziehung unserer Kinder verdient eine besondere Beachtung und Wertschätzung durch unsere Gesellschaft. Ich begrüße deshalb, dass mit dieser Neuregelung die Erziehungsleistungen von Eltern aufgewertet werden“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Wer erstmals seit 1. Januar 2019 eine Altersrente bezieht, erhält nach Auskunft der Deutschen Rentenversicherung die Mütterrente von der ersten Rentenzahlung an. Die Mütter und Väter, die bereits vorher ihre Rente erhielten, bekommen die zusätzliche Zahlung bis Mitte 2019. Für die Zeit ab 1. Januar 2019 erhalten die Betroffenen eine Nachzahlung. Die Auszahlung der neuen Leistung erfolgt damit wie bei der Einführung der Mütterrente im Jahr 2014. Ein gesonderter Antrag auf die Mütterrente ist nicht notwendig. Nur Adoptivund Pflegeeltern müssen einen Antrag stellen und sollten sich dazu an den zuständigen Rentenversicherungsträger wenden. ANZEIGEN 3975515-10-1