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Freiberg Aktuell 2017

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WIRTSCHAFT &WISSENSCHAFT

WIRTSCHAFT &WISSENSCHAFT 60 JAHRE HALBLEITERTECHNIK- STANDORTFREIBERG 1957 –Gründungdes „VEB Spurenmetalle Freiberg“,der ausdem Forschungsinstitut fürNichteisenmetalle hervorging Ab 1960 –ZunächstBeginn derSilizium-Entwicklungsarbeit, ab 1963 Produktion von Silizium-Einkristallen und-Wafern 1968-1970–KonzentrationderWaferfertigung in Muldenhütten 1971-1972–KonzentrationderKristallzüchtung im Kompaktbau Brand-Erbisdorf 1972-1974–Neubaufür mechanische Kristallbearbeitung in Muldenhütten 1981 –Neubaueines Werkes in Freiberg 1985-1989–KonzentrationderEinkristall-und WaferfertigungimFreibergerWerk 1977-1981–NeubauPoly-Werk in Muldenhütten. 1990–Am30.JuniUmwandlungdesvolkseigenenBetriebesin„FreibergerElektronikwerkstoffe Produktions-und VertriebsgesellschaftmbH“ 1994–Erste Teilprivatisierung durch Verkauf derSolarsparteanBayer 1995–AusgliederungderGalliumarsenid-Sparte undPrivatisierung alsFreibergCompound Materials GmbH 1995-1996–Übernahme der verbliebenen Unternehmensteiledurch die WackerChemitronicGmbH. Gründung derSiltronic AG Freiberg Gemeinsam sind Schüler und Unternehmen in Freibergauf den Spuren des „Silbers der Zukunft“. Fotos(2): W. Josch DEM »SILBER DER ZUKUNFT« AUFDER SPUR SCHÜLERPROJEKT vereint Firmen und Schulen Heutewirdinder Freiberger Region schon lange kein Silbererzmehrabgebaut.Dafür aber „schürft“man auf andere Artund Weise, denn das Silber derZukunftist das Silizium.60Jahre schon istdie Halbleiterelektronik in der Silberstadt beheimatet,Anlass genug, einhochinteressantesProjekt aufdie Beinezustellen, demsichdie Schüler derOberschulen „Gottfried Pabstvon Ohain“und „Clemens Winkler“ sowie desGeschwister-Scholl-Gymnasiums gemeinsammit denUnternehmen FreibergerCompoundMaterials, Siltronicund SolarWorld, jenenerfolg- reichenErben deseinstigen VEB Spurenmetalle,widmen. Erforscht werdenVergangenheit, Gegenwart undZukunft derSiliziumindustrie, wobeidie Gelegenheitgenutzt wird, mitden Zeitzeugender Gründungim Jahr 1957 insGesprächzukommenund dieStandorte undBetriebe,die es heute gibt, näherkennenzulernen. Mit unterschiedlichen Ideen undDenkansätzen wird dabeians Werk gegangenund im Dezember entscheidet eine Jury über dasbeste Projekt.Zugewinnen istein Preisgeld von10.000 Euro.Als Schirmherrkonnte einPionier der Ein Pionier der europäischen Photovoltaik: Professor PeterWoditsch ist Schirmherr des Projektes. europäischen Photovoltaik gewonnen werden.Professor PeterWoditschist EhrenbürgerFreibergs undwar gern bereit,die Aktion zu unterstützen. Ziel allerist es,die Jugend wieder mehr für dienaturwissenschaftlichenFelder zu begeisternund somit auch den SiliziumstandortFreibergweiternach vorn zu bringen. Aufdie Ergebnisse darfman gespanntsein. FREIBERG aktuell · 24

ZYLINDERGEBLÄSE SORGT FÜR LUFT EIN TECHNISCHES DENKMAL in Muldenhütten lädt zur Besichtigung ein Nebenmanch modernemBetrieb findetsichauf demGelände vonMuldenhüttenauchein wichtigerZeuge derHüttenindustriedes 19.Jahrhunderts. Im Januar 1928 wurdehierein ZylindergebläseinBetrieb genommen, welchesheute noch funktionstüchtig istund in seiner ursprünglichen Form erhalten blieb. Damitdie Schmelzöfen derHüttenfunktionieren können, brauchtman nichtnur Brennmaterial, sondernauchLuft. Mit derEinführung vonSteinkohleund Koks in die Röst-und Schmelzprozesse ab 1823 wurden neue undleistungsfähigere Gebläsemaschinen notwendig. Diein MuldenhüttenstehendeAnlageist ein Balanciergebläsemit zunächst zwei,seit 1848 drei doppelwirkendenZylindern undesversorgte vier Rohschlackeöfen,zweiSilberbrennherdeund zwei Schmiedefeuer mitausreichendem Wind. Bis1954blieb es in Betrieb. Seit 1986 kümmernsichdie Mitglieder der Fachgruppe Hüttengeschichte der Historischen Freiberger Berg-und Hüttenknappschaft um denErhalt desTechnischenDenkmals,welches von1991bis 1993 restauriertwurde. Ausder Erbpacht desLandkreises Mittelsachsen gingdas ZylindergebläseAnfang2017inden Besitz der SAXONIAStandortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaftmbHüber. Unterstützungwirdauchdurch das gleich nebenanbeheimateteUnternehmen Muldenhütten Recyclingund Umwelttechnik GmbH (MRU)gegeben, unteranderemdurch Übernahmeder Betriebskosten.Das Zylindergebläse kann jedesJahr zumTag derSchauanlagen desBergbausund Hüttenwesens im Juli undzum Tagdes offenen Denkmalsim Septemberbesichtigtwerden. Nach Voranmeldung sind Führungenaußer derReihe möglich. EIN NEUER MAßSTAB FÜR UMWELTGERECHTES RECYCLING Bleibatterien bestehen aus wertvollen Rohstoffen. Die MRU Freiberg sorgt im Verbund der BERZELIUS-Gruppe dafür, dass neben dem Blei auch die Kunststoffgehäuse und die Säure inden Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Zusätzlich entlasten wir die Umwelt mit der thermischen Verwertung von Sonderabfällen in unserer modernen Verbrennungsanlage. Das vollständige Angebot umweltgerechter Leistungen von MRU und BERZELIUS finden Sie unter: www.berzelius.de MRU für die Region Freiberg: Umweltgerechte Entsorgung ausgedienter Starterbatterien für Privat und Gewerbe! Nutzen Sie kostenlos unsere Sammelbehälter vor dem Betriebsgelände. Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH Muldenhütten 25 09599 Freiberg WIRTSCHAFT &WISSENSCHAFT Telefon: +49 3731 367 -0 Telefax: +49 3731 367 -407 E-Mail: mru@berzelius.de www.berzelius.de MEMBER OF ECOBAT TECHNOLOGIES ZINK –AUS DEMSTAUB IN DIE HÜTTE BEFESA ZINC FREIBERGGMBH Umweltschutz und Arbeitssicherheit als Zukunftskonzept –ANZEIGE – Etwa 220.000 Tonnen zinkhaltiger Stahlwerksstäubeverarbeitet das UnternehmenBefesaZincFreiberg GmbH jährlich.Die darin enthaltenen20bis 35 ProzentZinkwerdenin denbeiden 43 und50Meter langen Drehrohröfen mittelsdes patentierten SDHL-Verfahrensthermisch zu einem Sekundärzinkkonzentrat aufbereitet, dasmit rund 65 ProzentZink in den entsprechenden Hütten weiterverarbeitet werdenkann. DieBefesaFreiberg führtdamitca. 30.000 Tonnen Zink im Jahr in denRohstoffkreislaufzurück. Hervorgegangenaus demehemaligen Bergbau- undHüttenkombinat„Albert Funk“hat Befesa Zinc Freiberg GmbH, bis2007B.U.S Zinkrecycling, eine stabile undpositiveEntwicklung genommen. Auch aufgrundder Tatsache,dass dasUnternehmen nichtnur in die Technologie,sondern immerauchin Arbeitssicherheit undUmweltschutz investierthat. DieimAusgangsmaterial vorliegendenSchwermetalleerfordern dabei diegrößteAufmerksamkeit. Im Jahr 2013 wurden mitder Einhausung derBandanlagendie diffusenEmissionenein weiteresMal drastischgesenkt. „DieseEine-Million-Investitionwar für unsein weitererBeitrag zurlangfristigen Sicherungdes Standorts, an demauch klassischeMetallurgie undHochtechnologie nebeneinanderbestehen können“, so GeschäftsführerUwe Hasche angesichts derNachbarschaft zurSolar WorldAG. Mit derInstallation eines geschlossenen Brauchwasserkreislaufs fürdie Produktwäscheist das Unternehmen seit 2004 frei von industriellenAbwässern.Die Befesa Zinc FreibergGmbHbetreibtseit 1999 einUmweltmanagementsystem nach ISO14001 bzw. EMAS.Ende 2007 erhielt sieals dasfünfteUnternehmen in Sachsendie Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsauf der Grundlage des„Occupational Health andRiskManagementsystems“,die 2014 fürweitere drei Jahrebestätigt werden konnte. Mitder Einführung einesQualitäts- undeines CO 2 -ManagementsystemsnachISO 9001 bzw. ISO14064 in 2013 istdie Befesa Zinc FreibergGmbHnun miteinem komplexenUmwelt-,Qualitäts-und Sicherheitsmanagement fürdie Zukunft gutaufgestellt. WWW.BEFESA.COM DieBefesa Zinc FreibergGmbH macht auf dem SAXONIA Areal Zink aus Stahlwerksstäuben wieder verwertbar und leistet damit einen Beitrag zur Schonung unserer natürlichen Ressourcen. BEFESA ZINC FREIBERGGMBH·ALFRED-LANGE-STR.10·09599 FREIBERG· TEL.03731-3899-0 ·FAX 03731-389912 25 · FREIBERG aktuell