Aufrufe
vor 1 Monat

Freiberg aktuell 2019

  • Text
  • Freiberg
  • Freiberger
  • Marien
  • Stadt
  • Bergakademie
  • Wissenschaft
  • Silberstadt
  • Altstadt
  • Wirtschaft
  • Wieland

LEBENSWERTE STADT

LEBENSWERTE STADT Burkhardt Pohl (r.) überreichte zum Jubiläum Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht eine Schaustufe für die terra mineralia. Fotos (3): Wieland Josch Prof. Dr. Klaus Thalheim von den Senckenberg-Sammlungen Dresden (l.) und Andreas Massanek, Kustos der Mineralogischen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, präsentieren zwei der seltenen Entdeckungen aus Sachsen: einen Mimetesit und ein Zinnwaldit. DER SCHATZ DER SILBERSTADT DIE TERRA MINERALIA im Schloss Freudenstein Der Antimonit aus China ist der größte seiner Art, der in einer Ausstellung zu sehen ist. Unfassbare Schätze liegen im Schloss Freudenstein. Keine Goldbarren zwar, doch allesamt wundervoll anzuschauen. Die terra mineralia ist eine der weltweit größten und bedeutsamsten Mineraliensammlungen. Ihren umfangreichen Grundstock legte die Stifterin Erika Pohl-Ströher, die einen wesentlichen Teil ihre Sammlung, an die TU Bergakademie gab. Vor 15 Jahren wurde dafür der Vertrag geschlossen. Doch stand die Frage im Raum: Wo präsentiert man all diese Pracht? Denn zum einen nutzt man die Minerale natürlich für die Forschung und Lehre. Zum anderen aber möchte man derartige Kostbarkeiten auch gerne der Öffentlichkeit zeigen. Das Schloss Freudenstein in der Altstadt war damals ein halb verfallenes Gebäude. Den wohl größten Taubenschlag des Freistaates nannte es der frühere Rektor der TU Berg akademie Professor Georg Unland. Das Land Sachsen und die Stadt zogen an einem Strang und sanierten das marode Gemäuer. Heute, zehn Jahre nach Fertigstellung, ist es ein wahres Prunkstück und nicht mehr wegzudenken. Zum zehnjährigen WWW.TERRA-MINERALIA.DE Jubiläum der terra mineralia gibt es noch bis zum 25. August 2019 eine faszinierende Sonderschau zu bewundern. „Gesucht und gefunden“ zeigt einmalige Minerale aus den Geologischen Sammlungen der Universität und der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden, von denen die meisten noch nie zu sehen waren. Es handelt sich dabei um jene Originale, anhand derer in den vergangenen Jahrhunderten die einzelnen Minerale bestimmt wurden. Professionelles Immobilienmanagement - Alles aus einer Hand · Hausverwaltung (Gewerbe-, WEG-, Mietobjekt) mit Hausmeisterservice · Vermittlung von Wohnungen (u.a. Studenten, Senioren) · Vermittlung von Gewerbeobjekten (u.a. Büros und Geschäfte) in 1a-Lagen · Baubetreuung · Projektentwicklung, -begleitung und -ausführung · An- und Verkauf von Immobilien und Eigentumswohnungen Das Aktuellste ständig im Internet - besuchen Sie uns! RWR Objektwert GmbH · Obermarkt 1 · tel + 49 (0) 37 31 - 35 37 - 0 · fax + 49 (0) 37 31 - 21 89 - 45 · rwr@rwr.de · www.rwr.de FREIBERG aktuell · 26

LEBENSWERTE STADT „ATOM“ IM BLICK DIE SONDERSCHAU AUF ZEITREISE GEHEN DAUERAUSSTELLUNG » Dein, Ihr, unser Museum! « Es tut sich allerhand im und am Stadt- und Bergbaumuseum. Zum einen, und das ist für die Besucher am deutlichsten zu sehen, wird ein moderner Zwischenbau geschaffen, der später als Eingangsbereich die Gäste empfängt. In ihm werden dann Museum und Dom St. Marien, der gleich gegenüber steht, insofern zusammengefasst, dass hier die Eintrittskarten sowohl für das Museum als auch für das prachtvolle Gotteshaus erworben werden können, ebenso Souvenirartikel. Was noch nicht sofort zu sehen ist, das sind die Arbeiten an der Neugestaltung der Ausstellung. Gemeinsam mit Museumsdirektorin Andrea Riedel und Oberbürgermeister Sven Krüger (v.r.) bestaunen die Freiberg-Botschafter die Zeitreiseräume im Museum. Foto: Wieland Josch Das Stadt- und Bergbaumuseum der Silberstadt ist eine Einrichtung von hohem Rang. Prachtvolle Gemälde sind hier zu finden, grandiose Zeugen architektonischen Könnens, aber auch die Traditionen des Bergbaus. Damit man in der Form der Präsentation immer am Puls der Zeit ist und zudem die inzwischen gefundenen Möglichkeiten der Vermittlung von Geschichte nutzt, wird nun eine Neukonzeption umgesetzt, ein Vorgang, der 2020 abgeschlossen sein wird. WWW.MUSEUM-FREIBERG.DE Doch schon jetzt können Besucher sich einen ersten Eindruck verschaffen, denn im Erdgeschoss befinden sich die ersten beiden „ZEITreiseRäume“. Museumspädagogisch aufgebaut richten sie sich vor allem an jüngere Besucher, die dort spielerisch in die Historie Freibergs eintauchen können. Von den Anfängen im Jahr 1168, als das erste Silber gefunden wurde, bis in die Gegenwart spannt sich der Bogen. Eine Entdeckungsreise, die alle Generationen ansprechen wird. Was hat das „Atom“ mit der Silberstadt Freiberg zu tun? Die Antwort liegt, bei Alexander von Humboldt. Der einstige Student der Bergakademie Freiberg kam damals zu der Erkenntnis: „Der ganze Bergbau ist ein Kampf mit den Elementen.“ An diese These knüpfen die Kuratoren einer neuen Ausstellung im Stadtund Bergbaumuseum am Dom an. Vom 24. Mai bis zum 8. September ist die Schau „Mythos Atom“ zu sehen. Thematisch steht die Radioaktivität im Mittelpunkt – im weitesten Sinne. Das Spektrum changiert zwischen heilender Wirkung und Bedrohung für die Menschheit, dem Uranbergbau im Erzgebirge, zwischen Atomkraft und Atomwaffen, zwischen Strahlenschutz und Endlagersuche. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Aktivitäten der Wismut GmbH und deren Vorgängerinnen. Die Gesellschaft stellte der Ausstellung unter anderem historische Fotos, Brigadetagebücher, Fahnen, Wimpel, Ehrenzeichen und auch einige Objekte aus ihrer großen unternehmenseigenen Kunstsammlung zur Verfügung. Unterstützt wird die Ausstellung zudem vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit. Dass das ein oder andere Exponat vielleicht für Gesprächsstoff sorgt, dessen sind sich die Initiatoren bewusst. Aber genau dies sei Aufgabe eines Museums, verdeutlichen die Macher. Gemeinsam #AllemGewachsen. 27 · FREIBERG aktuell