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Freiberg aktuell 2019

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FREIBERG ERLEBEN „Die

FREIBERG ERLEBEN „Die Olsenbande dreht durch“. Foto: Wieland Josch Der angesehene Hofkomponist Antonio Salieri und das ungestüme Genie Wolfgang Amadeus Mozart, treffen in Peter Shaffers „Amadeus“ aufeinander. Die Inszenierung von Schauspieldirektorin Annett Wöhlert steht das ganze Jahr über im Spielplan. Foto: Jörg Metzner THEATER FREIBERG STADTTHEATER – Das älteste Theater der Welt Mitten in der historischen Altstadt befindet sich seit 1791 das Freiberger Stadttheater. Schauspieler und Sänger, Opernchor und Mittelsächsische Philharmonie bieten auch in der Saison 2019/20, der 229. Spielzeit im historischen Gebäude am Buttermarkt, einen abwechslungsreichen Spielplan. Premieren im Frühsommer 2019: „Der Frieden“ Peter Hacks Komödie „Der Frieden“ nach der Vorlage von Aristophanes hat Anfang Mai in Freiberg Premiere und bis zum 6. Juni folgen drei weitere Vorstellungen. Im Herbst kehrt die Inszenierung des Intendanten Ralf-Peter Schulze auf den Spielplan zurück: In Griechenland herrscht schon Plakatmotiv „Frau Luna“. Foto: Plakat Theater so lange Krieg, dass sich niemand mehr an seine Ursachen erinnern kann. Ein griechischer Bauer reitet auf einem sagenhaften Mistkäfer in den Olymp – um die Friedensgöttin zu befreien, die in einer Schlucht mit anderen dem Frieden verpflichteten Göttinnen vom Kriegsgott gefangen gehalten wird. Dank der Schlauheit und dem Witz des Bäuerchens wird auch die Ursache der Gefangennahme aufgeklärt: Es soll ordentlich am Krieg verdient werden. Doch dem Frieden gelingt es letztendlich, Lebensfreude unter die Menschen zu bringen. Ein unbezahlbarer Schatz. Sommertheater unter freiem Himmel: Freiberger Schlosshof und Seebühne Kriebstein In den Sommermonaten wird vor allem unter freiem Himmel Theater gespielt – neben dem Freiberger Schlosshof lädt die Seebühne an der Talsperre Kriebstein zu einem Ausflug ein. Seebühne Kriebstein Die Theaterspielzeit auf der Seebühne Kriebstein wird am Pfingstsonntag, den 9. Juni mit einem Konzert der „Firbebirds“ eröffnet, der bekanntesten Rock’n Roll-Coverband der Region und regelmäßig im deutschsprachigen Raum auf Tournee. Die fünf Musiker aus Leipzig geben gemeinsam mit der Mittelsächsischen Philharmonie ein Konzert unter dem Motto „Rock’n Roll meets Classic“. Ab 19 Uhr erklingen die schönsten Rocktitel der 50er und 60er Jahre mit opulentem Orchesterklang im Stile des „Firebirds Rockestra“ in der malerischen Kulisse der Talsperre. Eine knappe Woche später, am 15. Juni, beginnt mit der Premiere von Paul Linckes „Frau Luna“ die sommerliche Operettensaison auf der Seebühne. Nachdem die Besucher im vergangenen Jahr von Johann Strauß´ Venedig verzaubert waren, führt die Reise 2019 noch weiter: Von Berlin aus geht es bis auf den Mond: Der wissenschaftlich interessierte Mechaniker Fritz Steppke fliegt mit einem selbstkonstruierten Ballon dorthin und erlebt – oder träumt? – er die tollsten Abenteuer. Wobei die Liebeshändel und Eifersüchteleien bei Frau Luna und ihrem Hofstaat sich nicht sehr von denen der Erdenbewohner unterscheiden. Die Melodien der Operette sind zu Schlagern geworden – selbst, wer Frau Luna nicht kennt, träumt von „Schlössern, die im Monde liegen“, bittet „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“ und schwärmt von einem ganz besonderen Luftkurort: „Das macht die Berliner Luft, Luft“. Bis zum 19. Juli gibt es insgesamt 18 Aufführungen. Am ersten Augustwochenende gastiert das Boulevard-Theater Dresden mit einem Theaterspektakel für die ganze Familie auf der Seebühne: „Spuk unterm Riesenrad“ beginnt am 2. und 3. August um 18 Uhr sowie am 4. August um 16 Uhr. Zum Abschluss der Sommerferien kommt dann wieder das Lakomy-Ensemble an die Talsperre. Im „Traumzauberbaum-Rosinenprogramm“ präsentieren Moosmutzel, Waldwuffel und Agga Knack am 16. und 17. August die Hits aus 40 Jahren Geschichtenliedern. Und eine Woche später schließt „Der kleine August“, das Zirkusmärchen von Pavel Kohout, die Seebühnensaison des Mittelsächsischen Theaters ab. Ausführliche Infos, den aktuellen Spielplan und natürlich Theater karten gibt es beim Besucherservice im Freiberger Silbermannhaus unter Telefon 03731/3582-35 und im Internet. WWW.MITTE LSAECHSISCHES-THEATER.DE AUSGEWÄHLTE TERMINE DER SPIELZEIT 2019/2020 +++ 31.08.2019 · Premiere „Warten auf Godot“ +++ 07.09.2019 · Eröffnung der Spielzeit 2019/2020 +++ 12.09.2019 · 1. Sinfoniekonzert der Mittelsächsischen Philharmonie +++ 24.10.2019 · 2. Sinfoniekonzert der Mittelsächsischen Philharmonie (Dom Freiberg) +++ 12.12.2019 · 3. Sinfoniekonzert der Mittelsächsischen Philharmonie +++ 31.12.2019 · 14 und 19.30 Uhr: „Die Fledermaus“ +++ 01.01.2020 · Neujahrskonzert der Mittelsächsischen Philharmonie +++ 24./25.01.2020 · Theaterball Änderungen vorbehalten! FREIBERG aktuell · 8

FREIBERG ERLEBEN HIMMLISCHE MUSIK IN DER REGION SILBERMANN-TAGE UND ORGELWETTBEWERB Großartig und zahlreich sind die Schätze, welche Freiberg in sich birgt. Einer davon ist die Musik, die hier neben Bergbautradition, Wissenschaft und Wirtschaft eine Heimat hat. Und ein Zentrum bildet dabei der Dom St. Marien mit seinen beiden Orgeln aus der Werkstatt des berühmten Gottfried Silbermann. Die kleinere von beiden feiert in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag, was mit einer besonderen Abendmusik gewürdigt wird. Jene Abendmusiken erleben zudem ihre 80. Spielzeit. Nahezu ununterbrochen finden sie seit 1939 statt. Am 29. August wird deshalb die allererste dieser Abendmusiken noch einmal rekonstruiert. Doch sind es 2019 vor allem die 23. Silbermann-Tage, die vom 4. bis 15. September die Region musikalisch bestimmen. Unter dem Motto „Musik & Macht“ finden hochkarätige Konzerte mit international renommierten Künstlern statt. WWW.SILBERMANN.ORG 30 Veranstaltungen an zehn Orten sind vorgesehen, wobei die Macht der Musik ihre ganze Kraft und Wirkung entfalten darf. Schirmherr der Veranstaltung ist, durchaus passend, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Parallel zum Festival wird der XIV. Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb abgehalten. Nachwuchsorganisten aus aller Welt dürfen dabei an den Silbermann-Orgeln Freibergs ihr Können beweisen. Die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft, die im ehemaligen Wohnhaus des Orgelbauers am Schloßplatz residiert, leistet seit langem einen wesentlichen Beitrag zur Vermittlung der Orgelmusik an alle Generationen. In ihren Räumlichkeiten findet sich eine Ausstellung, bei der unter anderem ein Orgelmodell besichtigt werden kann, ebenso aber auch eine historische Werkstatt, in der ein jeder sich in den ersten Handgriffen des Orgelbaus versuchen darf. – SILBERMANN-HAUS FREIBERG – Silberklang & Handwerkskunst Ausstellung zur Orgelwelt Gottfried Silbermanns In dem Haus, in dem Gottfried Silbermann vor 300 Jahren seine Werkstatt hatte, können Besucher heute in einer modernen Ausstellung die Kunst des Orgel baumeisters kennenlernen und die faszinierende Königin der Instrumente auf vielfältige Weise erleben – sehen, hören und ausprobieren! Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e. V. Schloßplatz 6 • 09599 Freiberg • Telefon: 03731 7746505 www.silbermann.org DIE UHR IM FREIBERGER DOM AUF ENTDECKERTOUR Man muss schon hoch hinaus, will man der Uhr des Freiberger Domes, die über dem Untermarkt prachtvoll anzusehen ist und Stunden und Minuten angibt, nahe kommen. Am Ende, nachdem man steinerne Wendeltreppen erstiegen, einen Dachstuhl durchmessen und mehrere Holzstiegen empor geklettert ist, steht man dann vor einem kleinen Karbäuschen, und in dem tickt es regelmäßig vor sich hin. Seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts tut dieses Werk der Domuhr seinen Dienst. Natürlich gab es schon vorher eine Zeitanzeige, stets am Westgiebel des 1501 eingeweihten Nachfolgebaus des 1484 abgebrannten alten Kirchenhauses. Möglicherweise drehten sich schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Zeiger. Ganz genau weiß man das nicht, denn die Quellenlage ist nicht besonders ausführlich. Eine erste offizielle Erwähnung in den Archiven findet sich erst aus dem Jahr 1894. Knapp vierzig Jahre später wurde durch eine Zwickauer Firma eine neue Uhr samt Werk installiert. Vom alten Chronometer blieb lediglich das im Durchmesser drei Meter große Ziffernblatt übrig, welches irgendwann einmal aus eingeschmolzenen Grabplatten gefertigt worden war. Die Domuhr funktioniert genauso wie Omas Standuhr mit Pendel und Gewichten. Letztere baumeln an langen Drahtseilen durch verschiedene Ebenen des Dachstuhles. Zwei Werke hat sie, ein Geh- und ein Schlagwerk. Beide sind perfekt aufeinander abgestimmt, damit die Uhr nicht in Gefahr gerät, irgendwann einmal gravierend falsch zu gehen. WWW.FREIBERGER-DOM.DE 9 · FREIBERG aktuell