Aufrufe
vor 3 Wochen

Freiberg aktuell 2020

  • Text
  • Freiberg
  • Freiberger
  • Freibergerleben
  • Josch
  • Silberstadt
  • Stadt
  • Unternehmen
  • Wirtschaft
  • Wieland
  • Chemnitz

WISSENSCHAFT &WIRTSCHAFT

WISSENSCHAFT &WIRTSCHAFT Im Zentrum für effizienteHochtemperatur-Stoffumwandlung (ZeHS) beispielsweise läuftdie letzte Ausbauphase,die Außenfassade ist schon komplett (Fotolinks). Aktuell noch im Rohbau der Neubau der Universitätsbibliothek und das dazugehörige Hörsaalzentrum (Fotos Mitteund rechts). Fotos(4): TU Bergakademie Freiberg BAUGESCHEHEN AUF DEM CAMPUS DER TU BERGAKADEMIE FREIBERG INNENSTADT-CAMPUS UND WISSENSCHAFTSKORRIDOR RÜSTEN AUF Die Bauarbeiten auf dem FreibergerCampusgehen unter Beachtung zusätzlicher Hygieneanforderungen planmäßig weiter. So befindet sich das neue Hörsaalgebäude am Schlossplatzquartier kurz vor Fertigstellung (Arbeitenan denAußenanlagenlaufen noch, die Räumlichkeiten sind fertig)und soll noch im ersten Halbjahr 2020 vom StaatsbetriebSächsischesImmobilien-und Baumanagement an die TU BergakademieFreibergübergeben werden. DerNeubaumit etwa 700m²Nutzflächebesteht auseinem Hörsaalmit 270 Sitzplätzen, zwei Seminarräumen mit 35 bzw. 50 Sitzplätzensowie einem großzügigen Foyer. In diesem sind diebei archäologischen Grabungen Schlossquartier:Futuristische Fassadengestaltung an der Seite der Prüferstraße. freigelegten Zeitzeugnisse eines früheren Klosters sichtbar.Und von außenstichtdas Gebäudemit seiner Fassade aus Sandstein und dem modern gestaltetenBergmannzug –Ergebniseines dafürausgelobten Kunstwettbewerbes–hervor. Dochnicht nurder Innenstadt-Campus erhältZuwachs.Auf demWissenschaftskorridorhat sich ebenfallsviel getaninder letztenZeit. Am Zentrumfür effiziente Hochtemperatur-Stoffumwandlung (ZeHS) beispielsweise läuft die letzteAusbauphaseimInneren. Das betrifftunteranderemdie Gebäudeleittechnik, Feininstallationensowie dieGestaltung des Innenhofs. DieÜbergabeandie TU BergakademieFreibergerfolgt noch im erstenHalbjahr2020. In denLaborflächenund Büroeinheitendes ZeHS sind künftig Arbeitsgruppen ausverschiedensten Fakultäten derUniversität zu finden. Diese widmen sich unter anderem Aspekten modernerressourcen- und energieeffizienterTechnologien, wie derAnalyseund Bewertungvon Prozess-und Materialanforderungenin derchemischenIndustrie sowieder Keramik-, Glas-und Baustoffindustrie. Am benachbarten Neubau der Universitätsbibliothek und dem dazugehörigen Hörsaalzentrumist momentan der Rohbau imvollen Gange und wird noch indiesem Jahr planmäßig beendet werden. Parallel beginnt der Ausbau durch Haustechnikgewerke,Fassaden-und Fensterbau. Der Neubau ersetztdas in den Jahren 1977 bis 1980 errichtete Bibliotheksgebäude an derAgricolastraße10. NebenmehrPlatz fürdie Verwaltung,die Freihandbibliothek und die Magazine der Bibliothek beherbergt derGebäudekomplexin ZukunftauchdreiHörsäle undzwei Seminarräume. DieBedingungenfür Mitarbeiter unddie Nutzer werden sich dabei erheblich verbessern, das Gebäude wird mitmodernster Technikausgestattet. WWW.TU-FREIBERG.DE STUDIERE, WASFÜR DICH ZÄHLT! FREIBERG aktuell · 18

WISSENSCHAFT &WIRTSCHAFT ADDITIVE FERTIGUNG – INNOVATIVER STUDIENGANG AB HERBSTSEMESTER Gigantische Aufnahmen aus den Alpen sind in der neuen Sonderausstellung zu sehen. Fotos: BernhardEdmaier KUNSTWERK ALPEN NEUE SONDERAUSSTELLUNG IN DER TERRA MINERALIA GEPLANT Auch wenn aufgrund deraktuellen SituationnochkeinEröffnungsdatum feststeht, laufendie Vorbereitungen für die neue Sonderausstellung „Kunstwerk Alpen“ in der Mineralienausstellung derTUBergakademie Freiberg imSchloss Freudenstein hinter den Kulissen, soweit wie möglichweiter. Zu sehensinddortkünftig atemberaubende Aufnahmendes Naturfotografen Bernhard Edmaier. Dieser fängt die künstlerische Seite der Alpen nach allen Regeln der Kunst einund lässt siewie Gemälde wirken. Seit fast 30 Jahren bereist der studierte Geologe mit seiner Kamera dieWelt.Dabei bestehtein Großteil seiner Bilder ausLuftaufnahmen, die einenBlick aufdie Bergegestatten, wieersonst nurden Vögeln möglich ist. Aus dieser Perspektive wird die Entstehungsgeschichte der Alpen mitihren schroffenGipfeln,schmelzenden Gletschern und bizarren Gesteinsformenerstrichtig sichtbar. Spezielle Geoskope begleiten die Fotografienund ermöglichenbis auf mikroskopische EbeneinalpineFelsen hineinzuschauen. Ergänzt wird die Wanderausstellung durchGesteine undMineraleaus denAlpenländern vonder MineralogischenSammlung derTUBergakademieFreiberg,den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden und dem Strahler Frank Woldert. DieStufen des privaten Mineraliensammlers stehen dabei im Mittelpunkt. Seit über 20 Jahren ister, meistinschwer zugänglichen Gebieten in den Schweizer Alpen, auf der Suche nach alpinen Klüften. Dort legt er insbesondere seltenerosaFluorite undvielfältige Rauchquarzefrei, mitGroßstufenvon biszueinem MeterLänge. Wann dieAusstellung eröffnet und wieder zu denregulären Öffnungszeiten besucht werden kann, steht derzeitnochnicht fest.Bis dahinhält die terra mineralia ihre Besucher/ innen auf ihrer Webseite https:// www.terra-mineralia.de/ auf dem Laufenden. WWW.TERRA-MINERALIA.DE DieSchlüsseltechnologie derAdditiven Fertigungvereintzahlreicheinnovative Verfahren, diedie Herstellungvon komplexen, anspruchsvolldesigntenProdukten direkt aufBasis von Computerdatenmöglich machen. Dieoftals„3D-Druck“bezeichneten TechnologienarbeitenSchichtfür Schichtund benötigenweder FormennochspezifischeWerkzeuge. Siesindsehrrohstoffsparend, weil sieMaterialnur dorteinsetzen, wo es im Endproduktgebraucht wird. Insbesonderebieten siemehrFreiraum fürdie Produktgestaltung,sodass vollständigneueDesigns undKonstruktionenmöglich werden. Neben technischenAnwendern genießen sie daherauchbei Künstlern, Designern und ArchitektenhoheBeliebtheit. DerneueStudiengangverbindet alle Aspekteder AdditivenFertigung miteinanderund berücksichtigt dabei dieBauteilentwicklungund das Produktdesign, dieadditiveFerti- KUNSTWERK ALPEN Sonderausstellung in der terra mineralia mit Fotografien von Bernhard Edmaier gungstechnik sowiedie Werkstoffeund derenHerstellung. AlsMaterialwerden metallischeWerkstoffesowie Keramik, Glas undBaustoffeaberauchKunststoffe undnachwachsende Rohstoffebetrachtet. Weil einSchwerpunktder Additiven Fertigungbei partikelbasiertenVerfahren liegt, werden auch Partikeltechnologien wieZerkleinern undSiebenbetrachtet. DieEntwicklungund Konstruktion wird sowohl ausder Sichtdes Leichtbaus alsauchaus derSicht desDesigns betrachtet.Aspekte desDesigns und derkünstlerischenGestaltungwerden mitden technischenAspektender Produktentwicklungverknüpft.Berufliche Einstiegsmöglichkeitenliegendaher in verschiedenen Branchenund entlang derganzenEntwicklungskette vom Rohstoff über das Produktdesignzum Fertigungsprozess, bishin zu übergreifendenAufgaben. Link zumStudiengang: https://tu-freiberg. de/studium/bachelor-additive-fertigung-technologie-material-design Mo–Fr 10–17 Uhr Sa–So, feiertags 10 –18Uhr terra mineralia Schloss Freudenstein 09599 Freiberg www.terra-mineralia.de In Kooperation mit dem Naturmuseum Südtirol in Bozen Finsteraarhorn, Schweiz Foto: BernhardEdmaier 19 · FREIBERG aktuell