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Freiberg aktuell 2020

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LEBENSWERTE STADT

LEBENSWERTE STADT OBERSCHULE „GOTTFRIED PABST VONOHAIN“ NachdemimvergangenenJahr schonder moderne Ergänzungsbau derOberschule„GottfriedPabst vonOhain“imStadtteil Friedeburg vollendetwerdenkonnte, geht zum neuenSchuljahr dieSanierungdes AltgebäudesseinerFertigstellung entgegen.Damit endetein wahres Mammutprojektder Silberstadt, dessen Nutzen allerdings klar auf derHandliegt.Denn nachdem bereitsGrundschulen wiedie „Carl Böhme“ oder die „Georgius Agricola“ grundlegendsaniert oder gleich gänzlich neugebautwurden, ist es notwendig, dass dieweiterführenden Bildungseinrichtungen auf demmodernstenStand sind. Weit über zehn MillionenEurokostete dieGesamtmaßnahme.Brandschutz,Barrierefreiheit, Heizungs-, Lüftungs-und Sanitärinstallation, Neuinstallationelektrotechnischer Anlagenund natürlichdie Schaffung neuerAußenanlagenwaren Bestandteiledes Projektes.Von April 2018 an dauertendie Bauarbeiten. Wasentstandenist,kannsichsehen lassenund fügt sich optischindas farbenfrohe Ensemble in Friedeburg ein.Gleichinder Nachbarschaftder Ohain-Oberschulebefindetsich die neue Kindertagesstättedes Kinderschutzbundes.Beide Projekte entstanden unterder Planungdes Baubüros Freiberg. WWW.OHAINSCHULE- FREIBERG.DE Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (r.) und Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger erlebten die digitale Schule vonder Schulbank aus.Foto: Wieland Josch DIE ERSTE KREIDEFREIE SCHULE DIE GRUNDSCHULE„GEORGIUS AGRICOLA“ in Freibergist ein Schmuckstück Nach drei Jahren Bauzeit wurde 2019 pünktlichzum Schuljahresbeginn der Neubau der Grundschule „GeorgiusAgricola“ im Münzbachtal vollendet. Um dieses Projektzurealisieren, musste zunächst einmalder Altbau ausdem Jahr 1876 weichen. Hätte er Bestand gehabt, wäre ein Auch im Außenbereich ein imposanter schmucker Hingucker. Foto: Marion Schreiber guterUnterrichtnicht mehr möglich gewesen. Gemeinsam mitdem Amt fürDenkmalpflege konnte einWeg gefundenwerden, dervor allemden Interessen derGrundschüler entsprach. Entstanden ist für mehr als sieben MillionenEuroein moderner Neubau, hell undfunktionell. DerAußenbereichist über eineBrücke aus dem Obergeschoss erreichbar und bietet Spielwiesen und jede Menge Klettergeräte. Eine Terrasseist ebenfalls entstanden, auf der die Kinder ihr Mittagessen beischönemWettereinnehmen können.Selbstverständlich steht dafür auchein großerSaal zur Verfügung. Technische Besonderheit an derneuen Agricola-Schuleist aber dieKreidefreiheit. Alserste Freiberger Bildungseinrichtungverfügt man im Münzbachtal ausschließlich über interaktiveTafeln. Das moderne, digitale KonzeptwollteselbstSachsens MinisterpräsidentMichael Kretschmer erleben, undnahmgemeinsammit Freibergs Oberbürgermeister Sven Krügersogar einmalauf derSchulbank Platz. Fast 20 Jahrelangwurde um denErhaltder Schulegekämpft, denn immer wieder standsie vorder Schließung. Steigende Schülerzahlen aber machtenesmöglich, dass nun die modernste Grundschule der Silberstadt entstandenist. WWW.GS-AGRICOLA.DE Professionelles Immobilienmanagement -Alles aus einer Hand ·Hausverwaltung (Gewerbe-, WEG-, Mietobjekt) mit Hausmeisterservice ·Vermittlung von Wohnungen (u.a. Studenten, Senioren) ·Vermittlung von Gewerbeobjekten (u.a. Büros und Geschäfte) in1a-Lagen ·Baubetreuung ·Projektentwicklung, -begleitung und -ausführung ·An- und Verkauf von Immobilien und Eigentumswohnungen Das Aktuellste ständig im Internet -besuchen Sie uns! RWR Objektwert GmbH ·Obermarkt 1· tel +49(0) 37 31 -3537-0·fax +49(0) 37 31 -2189-45·rwr@rwr.de ·www.rwr.de FREIBERG aktuell · 2 8

LEBENSWERTE STADT Blick in das historische Stadtarchiv im Rathaus. Foto: Wieland Josch DASGEDÄCHTNIS DER STADT Foto oben: Ein Bild aus glorreichen Zeit: DerBahnhof Freibergwar ein Prunkstück. Foto: Stadtarchiv Freiberg Foto unten: DasBahnhofsgebäude in seinem heutigen Zustand. Foto: Wieland Josch DASEINGANGSTOR DER SILBERSTADT BAHNHOF soll wieder erstrahlen Gemeinhin gilt derBahnhof einerStadt mit seinen Gebäuden als die erste Visitenkarte, die der ankommende Reisende erhält, als Eingangstor. Dieses Torwar auch in Freibergeinst ein wahres Prunkstück, kündete von Reichtum und Möglichkeiten derStadt.DochdieseZeitenliegen lange zurück.ÜbereinigeJahrzehnte hinweg wurde amHauptgebäude des Freiberger Bahnhofs nur sehr weniggetan.Nachder Wende kam es in Privathand, welche kaum etwas darausmachte.Die Folge:Das Haus wurdeimmer maroder, kamineinen Zustand, der mehr aneinen Abriss als eine Wiederbelebung denken ließ. Diese Entwicklung blieb den Verantwortlichen im Rathausnatürlich nicht verborgen, und schon bald kristallisierte sich für sieheraus, dassdie einzige Möglichkeit, dieses Gebäude unddamitdas Eingangstor zurSilberstadtzuretten, der Erwerb der Immobilie ist. Nach langemHin undHer undschwierigen Verhandlungen konnte 2019 der Kauf bestätigtwerden. Nunwerden allmählich die Sanierungsarbeiten vorangetrieben. Das diesebei einem so großenKomplex nichtvon heute aufmorgenerfolgenkönnen, dass Geduldgefragt ist, versteht sich.Mit Ruhe undBedacht will mansichder Aufgabe stellen,und dafür bezieht man dieBürgerinnen undBürgermit ein. ErsteGesprächsrunden mitinteressiertenEinwohnern fandenbereits statt. ManmöchteIdeen sammeln, was mitdem Gebäude später geschehen soll, ob hier Gaststätten, Wohnungen oder Ausstellungen Platz finden können.Feststeht schonjetzt,dass dieFreifläche entlangder Schienen zu einem Parkplatz umfunktioniert wird,auf demvor allemReisebusse künftigan- undabfahrenkönnen. WWW.FREIBERG.DE Wer auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblickenkann, der will dieZeugnisse seiner Historienicht oberflächlichbehandeln,sondern sie bewahren undfür dienachfolgenden Generationensichern. DieseAufgabe übernimmt in Freibergdas Stadtarchiv. Dochwie das mitZeugnissen derVergangenheitsoist:Sie werden nichtweniger. Undschon längst platzt dasArchivbeinah buchstäblich aus allenNähten, wurdeimLaufder Zeit an verschiedeneStandorte verteilt. Kein guterZustand,für denschließlich nach einerLösunggesucht wurde unddie man gefundenhat.Das große Herderhausnahedem Untermarkt,in demeinstder Oberberghauptmann August vonHerderlebte, zeigte deutlichen Sanierungsbedarf. Und so kamman aufdie Idee, ausdem Wohnhaus, dasneueStadtarchiv zu machen.Dochauchhierwürde der Platznicht ausreichen. Undso bekommtder bislang brachliegende Hof des Hauses ebenfallseineneue Bedeutung, denn hier entsteht ein moderner Zusatzbau, in demnicht nur dasArchiv, sondern auch das Depot desStadt-und Bergbaumuseums einziehen soll. 2 9 · FREIBERG aktuell