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Freie Presse Buchprogramm | 07/2019

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Umbruch im Erzgebirge

Umbruch im Erzgebirge Eine Firmenchronik von Matthias Zwarg Vom VEB Federnwerk zur Scherdel Marienberg GmbH Herbst 1989 – ein Land löst sich auf. Und mit dem Land seine Wirtschaft. Wer sie miterlebt hat, wird diese Zeit nie vergessen. Teil dieser bewegten Welt war und ist auch die erzgebirgische Kleinstadt Marienberg mit ihrem Federnwerk. Das Federnwerk war mit insgesamt 3.026 Beschäftigten, davon 1.560 im Hauptwerk in Marienberg, größter Arbeitgeber der erzgebirgischen Kreisstadt. Mit seinen eher unscheinbaren Erzeugnissen, Polsterfedern, technischen Federn und Sicherungselementen, war es in der DDR Monopolist, arbeitete aber auch schon für westdeutsche Unternehmen – ein Umstand, der dem Federnwerk nur kurze Zeit später zum Vorteil gereichen und eine der erfolgreichsten Privatisierungsgeschichten Sachsens, wenn nicht ganz Ostdeutschlands einleiten sollte. Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg. Dies war die Stunde – oder besser: Dies waren die Tage, Wochen und Monate, in denen Geschäftsleitung und Belegschaft besonders gefragt waren. Aus dem Betriebsdirektor Herbert Makosch war praktisch über Nacht ein Geschäftsführer geworden, aus Arbeitern und Angestellten wurden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aus dem VEB Federnwerk eine GmbH. Und die stand vor der Aufgabe, ihre finanzielle Eigenständigkeit zu bewahren und Partnerschaften zu finden, mit denen sie Umsatz generieren und ihre Produktionsmöglichkeiten in Liquidität verwandeln konnte, um Arbeitsplätze zu sichern und den Bestand des Betriebes zu gewährleisten. Dass dies gelang, ist vielen Menschen zu verdanken – in Marienberg und auch in Marktredwitz, wo das Stammhaus der SCHERDEL-Gruppe seinen Sitz hat, die die Geschäftsanteile des Unternehmens 1991 kaufte. Dieses Buch erzählt davon, dass Markt und Wirtschaft keine abstrakten Gebilde, sondern lebendige, hochkomplexe Organismen sind, in denen Menschen für Menschen handeln, in dem Ideale, Gefühle, Träume und Wünsche genauso eine Rolle spielen wie Absatzzahlen, Investitionskosten, Umsätze und Gewinne. Was sich heute als eine Erfolgsgeschichte liest, bedurfte jedoch vieler Kämpfe, bedeutete einige harte Einschnitte und verlangte auch von den Beschäftigten des Federnwerks ein Umdenken, Umschulen, es bedeutete auch Verzicht und Verlust, es war ein Prozess mit Tief- und Höhepunkten, mit Schmerzen und glücklichen Fügungen – doch dies ermöglichte letztlich den Bestand des Betriebes und seine erfolgreiche Entwicklung bis heute. Matthias Zwarg; Mitarbeit: Elke Loeke und Herbert Makosch Umbruch im Erzgebirge 19,5 x 22 cm, 264 Seiten, fester Einband 17,50 €, ISBN 978-3-944509-28-0 28

Klaus Walther, Matthias Zwarg Handwerk hat silbernen Boden 21,5 x 24,5 cm, 152 Seiten, fester Einband 9,99 ¤, ISBN 978-3-937025-40-7 Jetzt kaufen Hrsg. von Reinhold Lindner, Klaus Walther und Matthias Zwarg Das große erzgebirgische Weihnachtsbuch 21,5 x 24,5 cm, 228 Seiten, fester Einband 19,95 ¤, ISBN 978-3-928678-78-0 Manfred Blechschmidt, Klaus Walther Silbernes Erzgebirge 21,5 x 24,5 cm, 272 Seiten, fester Einband 19,95 ¤, ISBN 978-3-937025-36-0 29