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Freie Presse Buchprogramm | 08/2019

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Nun schauen mich immer

Nun schauen mich immer mindestens vier Augen an: Der Briefwechsel 1971 – 1998. Eine Freundschaft in Briefen Jetzt kaufen Regina Röhner Annas Geheimnis 17 x 24 cm, 70 Seiten, fester Einband 4,99 ¤, ISBN 978-3-928678-90-2 Carlfriedrich Claus; Gerhard Wolf; Christa Wolf Nun schauen mich immer mindestens vier Augen an: Der Briefwechsel 1971 – 1998 21 x 28 cm, 406 Seiten, fester Einband 28,50 €, ISBN 978-3-944509-57-0 Ingeborg Delling Grüne Kließ un Schwammebrüh 10,5 x 15,5 cm, 144 Seiten, fester Einband 9,50 ¤, ISBN 978-3-937025-37-7 Für Christa und Gerhard Wolf war der freundschaftliche Umgang mit bei Erkner zum ersten Mal persönlich begegnet. Der Kunstkritiker, bei Über einem flimmernden Grund ocker-oranger Automatismen, die sich Malern, Bildhauern und Grafikern nicht weniger anregend und intensiv als dem Carlfriedrich Claus vom 19. bis 25. Mai zu Gast weilte, hatte weitere ballen und zum Blattrand hin verlieren, liegen tiefdunkelblaue Linienspuren. der mit Dichterkollegen und Autoren. Autoren und Künstler wie Bernd Jentzsch, Dieter Goltzsche oder Max Uhlig Von einem Zentrum her laufen sie nahezu parallel bogenförmig beidseitig Carlfriedrich Claus entwickelte aus seinem radikalen Konzept des eingeladen, denen Carlfriedrich Claus seine Werke vorstellen konnte. auseinander, kreuzen schriftartige Kritzel und werden als Satzfetzen künstlerischen und lebensweltlichen Dauerexperiments ein OEuvre, das sich Die Anschriften zwischen Christa und Gerhard Wolf und Carlfriedrich manchmal gar lesbar: „wer sind wir“ …. „die erinnerungen“ … „das licht gängigen Kategorien entzog. Grundlegend intermedial, kann es gleichzeitig Claus wurden getauscht und ein Briefwechsel kam in Gang, der dem der“ … Ein zartes Lineament konzentrischer Kreise und Spiralen wirkt als Text gelesen und als Bild betrachtet werden und war und ist singulär. Gedankenaustausch diente, der gegenseitigen Bestärkung und Anteilnahme den zentrifugalen Kräften entgegen. Nein, lesbar im herkömmlichen „[M]eine Intention zielt ja genau dahin, die ‚räumlich wirkende‘ bildende wie der Entwicklung gemeinsamer Projekte. Sinne will dieser Brief nicht sein. Wir sehen mehr, als wir in Worte fassen mit der ‚zeitlich wirkenden‘ sprachlichen Kunst dialektisch zu verbinden“ Fortan hatte Carlfriedrich Claus in Gerhard Wolf einen einfühlsamen können. Einen Dialog zwischen Diffusem und Gebündeltem, Geschriebenem erläuterte Carlfriedrich Claus 1971 seine „Sprachblätter“ einem seiner Interpreten seiner Kunst. Die Freundschaft zwischen Carlfriedrich Claus und und Gezeichnetem, Spontanem und Gesteuertem, eine räumliche Briefpartner, Daniel Henry Kahnweiler in Paris (15. 7. 1971). Seit dem Ende dem Autorenpaar Christa und Gerhard Wolf war, wie alle Freundschaften, Schichtung von Dunkel über Hell. Spiegelschrift trifft auf konventionelle der 1950er-Jahre publizierte er in westdeutschen bzw. westeuropäischen die Carlfriedrich Claus pflegte, getragen von vielen übereinstimmenden Zeichen, wobei erstere konventionell und letztere (bedingt durch das Medien und stellte in diesen Ländern aus. Aber in der DDR lebte und arbeitete Carlfriedrich Claus damals weitgehend isoliert und unter extrem schwierigen Umständen. Da sich sein Schaffen den Kriterien sozialistischer Kunst entzog, war er in keinem Künstlerverband organisiert. Anschauungen – trotz so gegensätzlicher Lebensumstände: hier die eines erfolgreichen, im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehenden Literatenpaares, da die eines weitgehend zurückgezogen arbeitenden Solitärs. In der Farbradierung „Brief an Christa“, dem Beitrag von Druckverfahren) spiegelschriftlich in die Radierplatte eingebracht worden sind. In der spannungsvollen Balance dieses Briefs kommt jede Stimme zu Wort, zusammen im Chor, dann solistisch und auch im gemeinsamen schweigenden Nichts. Das Andere wird als Inspirierendes erlebbar. Darin Ingeborg Delling Holundersuppe und saure Schwamme 10,5 x 15,5 cm, 132 Seiten, fester Einband 9,50 ¤, ISBN 978-3-937025-65-0 Und als ein solcher Ausnahmekünstler geriet Carlfriedrich Claus auch in den Carlfriedrich Claus zum Mappenwerk „Ein Blatt für C.W.“, ist solch ein bündeln sich wohl die Erfahrungen dieser langen, lebensvollen Beziehung. Gesichtskreis von Christa und Gerhard Wolf. Er und das Autorenpaar waren komplexes Beziehungsgefüge dargestellt. Geschrieben ist der Brief, will sich im Mai 1971 während eines Besuchs bei Lothar Lang in Freienbrink man das Briefschreiben wörtlich nehmen, in dunkler und in lichter Farbe. Aus dem Vorwort von Brigitta Milde 8 9