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Haus & Garten | 04/2017

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8 HAUS & GARTEN

8 HAUS & GARTEN Sicherer mit Einbruchschutz 7. April 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Durch moderne Technik für Diebe keine Chance 3816887-10-1 Abschließbare Türen erschweren es Einbrechern, ins Haus zu gelangen. Foto: AA+W/fotolia 3816954-10-1 3815886-10-1 Der Urlaub ist gebucht, die Koffer sind gepackt. Jetzt noch schnell überprüfen, ob das Licht aus ist und die Fenster geschlossen, dann die Tür abgeschlossen und ab geht’s. Im Flieger geht man alles noch einmal durch und entspannt sich in dem beruhigenden Gefühl, dass zu Hause alles sicher ist. Doch das ist oft ein großer Irrtum. Auch wenn die Standardtür zugesperrt und das Standardfenster geschlossen ist, ist dies für Einbrecher kein Hindernis. Ausgerüstet allein mit einem Schraubenzieher gelingt es ihnen oftmals in weniger als 30 Sekunden, Tür oder Fenster aufzuhebeln. Darauf weist das Netzwerk „Zuhause sicher“, eine Initiative der Polizei, hin. Nach dem Motto „Schnell rein und schnell wieder raus“ durchwühlt der Einbrecher Schränke und Schubladen und nimmt mit, was er an wertvollen Gegenständen finden kann. Nach wenigen Minuten verlässt er das Haus so unauffällig wie er gekommen ist. Zurück bleibt eine verwüstete Wohnung. Nicht nur, dass der Einbrecher großen materiellen Schaden angerichtet hat, er hat auch die Betroffenen verletzt. Nicht umsonst spricht man vom „Einbruchopfer“. Denn auch wenn sich Täter und Opfer nie begegnet sind, hat der Einbrecher das Einbruchopfer verwundet – psychisch. Die Betroffenen fühlen sich hilflos und traumatisiert, viele klagen über Geräuschempfindlichkeit, werden von Angstgefühlen im eigenen Zuhause begleitet. Nicht selten nehmen Einbruchopfer die Angebote des polizeilichen Opferschutzes in Anspruch, um wieder zurück in ein normales Leben zu finden. Um den Albtraum „Einbruch“ erst gar nicht wahr werden zu lassen, rät das Netzwerk „Zuhause sicher“ zu mechanischem Einbruchschutz. Ziel der Sicherung des eigenen Zuhauses soll es sein, dass der Einbrecher erst gar nicht das Haus betritt. Durch mechanische Sicherheitstechnik – wie Einbruch hemmende Einsteckschlösser und Beschläge – verliert der Einbrecher viel Zeit. Und Zeit ist gerade das, was der Täter nicht hat; die Folge: Er bricht den Einbruchsversuch ab, so das Netzwerk. Das bestätigt auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie vergibt für Maßnahmen zum Einbruchschutz an einem bestehenden Wohngebäude oder einer Eigentumswohnung Zuschüsse von bis zu 1500 Euro. Dazu zählen etwa der Einbau von einbruchhemmenden Türen, Türschlössern und Fenstern, von Systemen zur Einbruchs- und Überfallmeldung, von Bewegungsmeldern, der Beleuchtung des Eingangsbereichs und von Türspionen, Türkommunikation und Gegensprechanlagen.

Das Grundbuch wird digital HAUS & GARTEN 7. April 2017 9 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Flächendeckende Einführung der elektronischen Akte bis Herbst 2018 ······································································· MANUEL KAHLISCH Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen Foto: Privat ······································································· Schluss mit Papierakten: Das Grundbuchamt führt ab sofort nicht nur das Grundbuch, sondern auch die Grundakte elektronisch. Foto: momius/fotolia 3818651-10-1 Das Grundbuch geht den Weg der Digitalisierung. Diese flächendeckende Einführung der elektronischen Grundakte beschleunigt die Kommunikation zwischen Notar und Grundbuchämtern und verkürzt die Bearbeitungszeiten. „Zwar ist das Grundbuch in Sachsen schon lange kein Buch im wörtlichen Sinne mehr. Bereits seit 1995 werden Grundbücher elektronisch geführt. Zu jedem Grundbuch gehört jedoch auch eine Akte, die sämtliche Unterlagen für die jeweiligen Grundbucheintragungen enthält. Daten mussten daher bislang erst umständlich vom Papier in Dateien übertragen werden, um im Grundbuch eingetragen zu sein“, erklärt Manuel Kahlisch, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. Eine Verlängerung der Bearbeitungszeiten sei die Folge gewesen. Nach einer erfolgreichen Erprobungsphase in Dresden und Leipzig hat sich der Freistaat Sachsen entschieden, die Arbeit im Grundbuchamt landesweit effizienter zu gestalten. Seit dem 1. April wird beim Grundbuchamt Chemnitz nicht nur das Grundbuch, sondern auch die Grundakte elektronisch geführt. „Unterlagen für Eintragungen im Grundbuch werden dann von Notaren gescannt und ausschließlich elektronisch über ein spezielles Postfach an das Grundbuchamt geschickt“, so der Geschäftsführer. Die Notare würden zudem elektronische Daten erstellen, die im Grundbuchamt direkt verarbeitet werden können. Dies spare Geld und Justizressourcen und verkürze die Eintragungszeiten. Ein ausschließlich elektronisch geführtes Grundbuch, das den Import von Grundbuchdaten erlaubt, ist bislang nur in wenigen Bundesländern umgesetzt. Nach Chemnitz folgen im Abstand weniger Monate immer mehr sächsische Grundbuchämter dem Weg in das digitale Zeitalter. Die Umstellung soll voraussichtlich im Herbst 2018 abgeschlossen sein. Eine Einsichtnahme in die Grundbücher ist für zugelassene Nutzer wie zum Beispiel Notare, Banken und Behörden auch über die Web-Auskunft im Internet möglich. Zu jedem Grundbuch gehört eine speziell angelegte Grundakte, die alle Unterlagen enthält, die sich auf die Grundbucheintragung eines bestimmten Grundstücks beziehen. „Diese Unterlagen wurden bisher in Papierform eingereicht und dauerhaft in Archiven aufbewahrt“, erklärt Kahlisch. In den sächsischen Grundbuchämtern lagern Grundbücher und Grundakten seit dem Jahr 1843. Während die Anzahl der Papiergrundbücher seit 2002 nicht mehr zunimmt, da diese nur noch elektronisch geführt werden, wuchsen die Grundakten im Umfang und der Anzahl dennoch ständig weiter. Damit ist mit der kompletten Digitalisierung nun Schluss. Die vorhandenen Papierakten werden allerdings weiterhin aufbewahrt, bis Programme und Infrastruktur entwickelt sind, die eine wirtschaftliche vollständige Digitalisierung ermöglichen. Anträge auf Eintragung im Grundbuch werden im Regelfall durch Notare gestellt. In Bezug auf die Grundbuchämter ist die elektronische Einreichungspflicht für Notare in der Sächsischen E-Justizverordnung geregelt. 3813416-10-1 3811596-10-1 3814436-10-1 3818942-10-1 3814535-10-1 3814491-10-1