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Kliniken 2017 | 09/2017

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2 EDITORIAL Vertrauen

2 EDITORIAL Vertrauen haben KLINIK SPEZIAL Pilotstudie zeigt: Therapie ermöglicht Heilung für viele chronisch infizierte Patienten 22. September 2017 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Neuer Behandlungsansatz für Hepatitis B von Christian Wobst sonderthemen@freiepresse.de In Sachen Technik sind die Kliniken in Sachsen auf einem guten, wenn nicht sogar auf einem sehr guten Stand. Allerdings entscheidet über den Erfolg einer medizinischen Behandlung nicht nur das Können der Ärzte, sondern mitunter auch die individuellen Erfahrungen des Patienten. Nachgewiesen haben das jetzt Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Der wichtigste Schutz vor diesem Effekt sei das Vermeiden von Therapiefehlschlägen, schreiben die Forscher. Sie wissen aber auch, dass sich die trotz guter Diagnostik und sorgfältiger Therapieplanung nicht immer verhindern lassen. Wenn es um die bestmögliche Herstellung der Gesundheit geht, dann arbeiten vor allem Menschen miteinander - und die müssen darauf vertrauen, dass jeder Beteiligte jeden Tag sein bestes gibt. Das gilt nicht nur für Ärzte, Pflege und das sonstige Personal der Kliniken, sondern insbesondere auch für die Patienten. Mit dieser neuen Ausgabe des Klinik Spezial wollen auch wir unseren Beitrag dazu leisten. So sind wir der festen Überzeugung, dass die hier zusammengestellten Informationen Ihnen im Falle einer Behandlung die Wahl der richtigen Klinik erleichtern. IMPRESSUM Klinik Spezial ist eine Anzeigensonderveröffentlichung der „Freien Presse“. VERLAG: Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG (CVD) Brückenstraße 15, 09111 Chemnitz ANZEIGENLEITUNG Tobias Schniggenfittig (verantw.) VERKAUFSLEITER Torsten Müller Telefon: 0371 656 10717 Mail: torsten.mueller@ cvd-mediengruppe.de REDAKTION Christian Wobst TITELFOTO istockphoto.com | © julief514 Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin haben erstmalig einen neuen Therapieansatz im Kampf gegen Hepatitis B geprüft. Hierzu setzten sie innerhalb einer kontrollierten Studie die Hepatitis B-Medikamente von Patienten ab, die schon seit vielen Jahren eine Dauertherapie erhalten hatten. Das Ergebnis überraschte: Die Hälfte der Teilnehmer wies nach zwei Jahren ohne Therapie normale Leberwerte auf und circa 20 Prozent der Patienten waren sogar geheilt. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich im renommierten Journal of Hepatology veröffentlicht, teilt die Universität Leipzig mit. Hepatitis B zählt weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. So leiden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts etwa 240 Millionen Menschen an einer chronischen HBV-Infektion. In vielen Fällen ist eine medikamentöse Therapie inzwischen sehr erfolgreich: Die Virusvermehrung wird so meist komplett unterdrückt, das Risiko für eine Leberzirrhose und Leberkrebs wird deutlich gesenkt. „Allerdings begeben sich die Patienten in eine Dauertherapie und müssen lebenslang Medikamente einnehmen. Bislang traut sich niemand so recht, die Tabletten nach Jahren der Einnahme abzusetzen, weil man Reaktivierungen der Erkrankung fürchtet“, sagt Prof. Dr. Thomas Berg, Professor für Innere Medizin an der Universität Leipzig und Das zahlen Versicherte aus eigener Tasche Studie: Ausgaben von jährlich 448 Euro für medizinische Leistungen – Zuzahlungen gestiegen ······································································· PROF. DR. THOMAS BERG Leiter der Sektion Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig Foto: Stefan Straube/UKL ······································································· Leiter der Sektion Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig. Ein Forscherteam hat dies nun unter seiner Leitung getan: In einer Pilotstudie setzten sie die Hepatitis B-Medikamente bei Patienten ab, die mindestens vier Jahre in Therapie waren und nicht an einer fortgeschrittenen Erkrankung litten. Sie wurden engmaschig über einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht. „Die Fallzahl unserer Studie war zwar nur klein, dennoch konnten wir zeigen, dass die Hälfte der Patienten auch ohne Therapie so stabil waren, dass sie keine erneute Behandlung benötigten. Rund 20 Prozent der Patienten hatten nach den zwei Jahren die chronische Krankheit sogar ausgeheilt“, fasst Prof. Berg die Hauptergebnisse der Studie zusammen. In der parallel laufenden Kontrollgruppe, die die Hepatitis B-Medikamente unverändert weiter eingenommen hatte, verlor niemand die Viren dauerhaft. „Wir konnten zeigen, dass ein Absetzen der mehrjährigen Hepatitis B-Therapie bei vielen Patienten zu einer vorübergehenden Reaktivierung der Hepatitis führen kann. Das Immunsystem reagiert darauf und behandelt wahrscheinlich die 448 Euro zahlen gesetzlich Krankenversicherte pro Jahr durchschnittlich aus eigener Tasche für medizinische Leistungen – im Jahr 2012 waren es noch 344 Euro. Die Zuzahlungen sind also in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – um 30 Prozent binnen fünf Jahren. Dies hat Folgen: Rund ein Drittel der gesetzlich Krankenversicherten hat im vergangenen Jahr Behandlungen aus Kostengründen unterlassen oder verschoben. Insgesamt haben 90 Prozent der Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im vergangenen Jahr für medizinische Leistungen selbst bezahlt oder zugezahlt. Dies sind Ergebnisse der Continentale-Studie 2017, einer repräsentativen Befragung in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest. Im Schnitt zahlen die GKV-Versicherten in drei von acht abgefragten Bereichen. Diese waren „Apotheke“, „Zahnarzt“, „Brillen und Sehhilfen“, „Physiotherapie und Massagen“, „Haus- oder Facharzt“, „Krankenhaus“, „Kieferorthopädie“ sowie „Heilpraktiker und Naturheilkunde“. Am häufigsten selbst gezahlt wird in der Apotheke (75 Prozent der GKV-Versicherten, Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig haben jetzt einen neuen Ansatz zur Behandlung von Hepatitis B entwickelt. Foto: Universität Leipzig Reaktivierung wie eine Neuinfektion“, erklärt Prof. Dr. Thomas Berg die Zusammenhänge. Das bietet die Chance, dass der menschliche Organismus den Erreger allein bekämpft und letztendlich auch kontrollieren kann. Weitere Studien müssen nun die Patientengruppen genauer definieren, welche für diese Form der Therapie in Frage kommen. Zugleich muss der Ertrag mit dem von neuen Therapeutika, die in Entwicklung sind, in Beziehung gesetzt werden. Der neue Ansatz würde in jedem Fall unangenehme Nebenwirkungen und nebenbei Therapiekosten sparen. im Durchschnitt 153 Euro pro Jahr). Bei Zahnärzten zahlen 59 Prozent der Versicherten selbst dazu (im Durchschnitt) 390 Euro. Wer beim Heilpraktiker selbst gezahlt hat, hat dort in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt 290 Euro ausgegeben. Für Physiotherapie waren es 144 Euro, im Krankenhaus 139 Euro und beim Hausoder Facharzt 126 Euro. Zu den durchschnittlich 448 Euro kommen weitere Kosten hinzu. Denn in den Durchschnittswert wurden Zahlungen für Brillen und andere Sehhilfen nicht eingerechnet. 45 Prozent der Befragten sagen, sie hätten hier in den vergangenen 12 Monaten etwas selbst bezahlt (durchschnittlich 386 Euro). Zuzahlungen im Bereich Kieferorthopädie wurden ebenfalls nicht berücksichtigt, da diese meist rückwirkend von den Kassen erstattet werden. Die Eigenleistung der gesetzlich Versicherten beläuft sich auf 777 Euro pro Betroffenem. Immerhin 32 Prozent der GKV-Versicherten geben an, sie hätten wegen der Kosten schon Behandlungen unterlassen. Davon sind insbesondere Geringverdiener betroffen. Von ihnen machen 42 Prozent diese Angabe.

Centrum ist Schnitt- und Koordinierungsstelle Das Onkologische Centrum des Klinikums Chemnitz ist Kompetenzzentrum bei der Krebstherapie Wer an Krebs erkrankt und zur Behandlung ans Klinikum Chemnitz kommt, wird bereits vor der Aufnahme und bis weit über die Entlassung hinaus begleitet – manchmal sichtbar, manchmal unsichtbar. Verantwortlich dafür ist das Onkologische Centrum Chemnitz (OCC) – als Schnittstelle zwischen Patienten und allen Bereichen und Abteilungen, die an Diagnose, Therapie und Nachsorge bei Krebserkrankungen beteiligt sind. Das OCC wurde 2013 gegründet und 2014 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Direktor ist Dr. Mathias Hänel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III. Dr. Gunter Klautke, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie, ist sein Stellvertreter. Henriette Auerswald hält als Netzwerkkoordinatorin die Fäden zusammen. Das Zentrum fungiert als Koordinierungsstelle für sechs Organzentren: das Brust-, Darm-, Lungen- und Kopf-Hals-Tumorzentrum sowie das Neuroonkologische Zentrum. Zudem werden Prostatakarzinom-Patienten betreut. ······································································· DR. MED. HABIL. MATHIAS HÄNEL Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III, OCC-Direktor Foto: Andreas Seidel ······································································· Für alle von diesen Krebsarten Betroffenen kümmern sich die Mitarbeiter darum, dass die Fälle von den medizinischen, radiologischen und radioonkologischen Experten besprochen werden, damit die individuell beste Behandlung gefunden und angewandt wird. Dazu gehört am Ende des Krankenhausaufenthaltes ein passgenaues Entlassmanagement, damit Patienten und Angehörige wissen, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können. Und weil bei einer Krebserkrankung die fünf Jahre nach dem Entfernen oder Verschwinden des Tumors als entscheidend dafür gelten, ob jemand geheilt ist, wird der einstige Patient auch in dieser Zeit begleitet. Dazu werden im OCC anonymisiert Daten erfasst, wenn etwa der Krebs erneut auftritt, sich KLINIK SPEZIAL 22. September 2017 3 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG ······································································· DR. MED. HABIL. GUNTHER KLAUTKE ······································································· HENRIETTE AUERSWALD Netzwerkkoordinatorin Stellv. OCC-Direktor Chefarzt Klinik für Radioonkologie Foto: Andreas Seidel Foto: Peggy Schellenberger ······································································· ······································································· Metastasen bilden oder wenn ein Patient stirbt. Diese Daten werden benötigt, um die Wirksamkeit einer Therapie zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, aber auch für statistische Auswertungen über die Häufigkeit von Krebsarten in bestimmten Regionen. Wichtiger Teil der Arbeit des OCC ist die Organisation der Tumorboards genannten, wöchentlichen Konferenzen, bei denen Krebsfälle besprochen werden. Zunächst werden der Patient und seine Krankheitsgeschichte vorgestellt. Dann besprechen Chirurgen, Radioonkologen und Vertreter der betreffenden onkologischen Abteilung das Vorgehen. Bei Bedarf werden zusätzliche Experten hinzugezogen. Krebspatienten, die in Organzentren behandelt werden, die mit dem OCC kooperieren, erhalten so auch Zugang zu Informationen über Krebsstudien und werden über eine Teilnahme beraten. Dieser Bereich innerhalb des OCC soll ausgebaut werden, um die Arbeit der derzeit an verschiedenen Kliniken angesiedelten Studiensekretariate zu bündeln. Von der Einwerbung von Drittmitteln über die Beratung und Dokumentation bis hin zur Abrechnung liegt dann alles in einer Hand. Die Vision ist es, dass das OCC – in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und Zuweisern – nicht nur Behandlungs- und Nachsorgewege der Patienten innerhalb des Klinikums koordiniert, sondern als zentrale Anlaufstelle (Portalklinik) für alle Patienten fungiert, die ein solches Zentrum aufsuchen. Neuer Chefarzt am Institut Dr. Jörg Thalwitzer folgt auf Prof. Dr. Rainer Klöppel Dr. Jörg Thalwitzer ist zum neuen Chefarzt des Instituts für bildgebende Diagnostik am Klinikum Chemnitz berufen worden. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Rainer Klöppel an, der Ende März in Pension gegangen war. Thalwitzer war zuvor Abteilungsleiter der Interventionsradiologie am Heinrich- Braun-Klinikum Zwickau. „Durch das medizinische Profil eines Maximalversorgers mit entsprechender ärztlicher Kompetenz in allen Fachbereichen einerseits und hohem Patientenaufkommen andererseits besteht für mich am Klinikum Chemnitz die Möglichkeit, auch neue, vielversprechende Verfahren einzusetzen. Profitieren werden davon in erster Linie unsere Patienten“, so der Radiologe. ······································································· DR. MED. JÖRG THALWITZER Chefarzt des Instituts für bildgebende Diagnostik des Klinikums Chemnitz Foto: Kreißig/Klinikum Chemnitz ······································································· 3853439-10-1