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Kliniken 2017 | 09/2017

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August wurde der Grundstein für das zweigeschossige Gebäude gelegt. 40 Ärztinnen und Ärzte sorgen in der Hohwaldklinik täglich dafür, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern, ihnen schnell und schonend wieder zu Mobilität zu verhelfen. In bislang zwei Operationssälen werden mehr als 3000 Eingriffe im Jahr vorgenommen. Innovative gelenkerhaltende Chirurgie ist ein medizinischer Schwerpunkt, ein weiterer: die Neurochirurgie im Bereich der Wirbelsäule, unter anderem zur Schmerzabschaltung. Im Jahr 2015 investierte Asklepios in das Wirbelsäulenzentrum, der So wird die Klinik nach dem Anbau aussehen. Grafik: Lunze Architekten KLINIK SPEZIAL Neubau ist nun der nächste Schritt. Die Planung hat Daniela Rohmfeld aus dem Team von Lunze Architekten aus Radeberg übernommen. „Das Baufeld ist einzigartig“, sagt sie. Denn: „Der Neubau wird auf 29 Bohrpfählen errichtet, die in den tiefer liegenden Fels eingebaut werden.“ In enger Zusammenarbeit mit dem Referat für Denkmalschutz Pirna entsteht auf 620 Quadratmetern Grundfläche ein Neubau in moderner Formensprache, der mit dem historischen Altbau harmoniert. Ausgestattet wird das Gebäude mit modernster Technik. So sorgt schaltbares Glas für Sichtschutz auf Knopfdruck. Und auch dem Klinikcredo, Patienten ein für die Genesung ansprechendes Umfeld zu bieten, wird Rechnung getragen: Sie schauen zukünftig auf ein begrüntes Flachdach. Im Januar 2019 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. „Der OP-Betrieb wird zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt und das OP-Personal stocken wir bereits jetzt sukzessive auf“, betont Stefan Härtel, Geschäftsführer der Klinik. In vier Operationssälen können dann erheblich mehr Patienten versorgt werden – und die Wartezeiten für die Behandlung verkürzen sich. 3855385-10-1 Patientenverfügung: Eigene Wünsche verbindlich festhalten Eindeutige Formulierungen vermeiden Konflikte Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einer aktuellen Entscheidung die Anforderungen an eine wirksame Patientenverfügung präzisiert. Die Entscheidung stärkt die Patientenautonomie und formuliert konkrete Voraussetzungen für die Verbindlichkeit des Patientenwillens. Nachdem der BGH erst im vergangenen Jahr eine wichtige Entscheidung zu den Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung gefällt hat, ist nun erneut eine höchstrichterliche Entscheidung zu Wirksamkeit und Auslegung von Patientenverfügungen ergangen. „Dies verdeutlicht die Wichtigkeit und Aktualität des Themas in einer alternden Gesellschaft bei zunehmendem medizinischen Fortschritt“, so Manuel Kahlisch, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. Willen konkret beschreiben Hat der Betroffene in einer wirksamen Patientenverfügung für den Fall seiner späteren Einwilligungsunfähigkeit festgehalten, dass er in gewisse ärztliche Behandlungen einwilligt beziehungsweise sie untersagt, so ist dieser Wille zu respektieren. Damit eine Patientenverfügung wirksam ist, muss sie jedoch ausreichend bestimmt formuliert sein. Das erfordert eine konkrete Äußerung des Betroffenen, welche spezifischen ärztlichen Maßnahmen – zum Beispiel eine künstliche Ernährung durch eine Magensonde – er wünscht oder ablehnt. Darüber hinaus, so hat der BGH konkretisiert, muss die Patientenverfügung eine konkrete Beschreibung der Behandlungssituationen enthalten, in denen sie gelten soll. Nach Ansicht des Gerichts muss sich feststellen lassen, in welcher Situation welche ärztlichen Maßnahmen durchgeführt werden beziehungsweise unterbleiben sollen. Keine allgemeinen Wünsche 22. September 2017 Allgemeine Anweisungen wie der Wunsch, ein „würdevolles Sterben“ zuzulassen, sind vor diesem Hintergrund grundsätzlich nicht ausreichend. Andererseits dürfen nach der neuen BGH-Entscheidung die Anforderungen an die Bestimmtheit einer Patientenverfügung auch nicht überspannt werden: „Maßgeblich ist nicht, dass der Betroffene seine eigene Biografie als Patient vorausahnt und die zukünftigen Fortschritte in der Medizin vorwegnehmend berücksichtigt.“ Im Zweifelsfall ist die Patientenverfügung daher unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles auszulegen. Dadurch kann zwar auch eine uneindeutig formulierte Patientenverfügung Wirkung entfalten, gleichwohl besteht die Gefahr von Streitigkeiten über den Willen des Patienten. Potenzial für Konflikte Lässt sich auch durch Auslegung keine hinreichend bestimmte Willensäußerung ermitteln und ist die Patientenverfügung deshalb nicht verbindlich, ermitteln die Gerichte den mutmaßlichen Willen des Patienten. Dabei sind neben früheren Äußerungen des Betroffenen dessen ethische oder religiöse Überzeugungen und sonstige persönliche Wertvorstellungen unter die Lupe zu nehmen. Dies birgt umso mehr Potenzial für Konflikte zwischen den Angehörigen – Konflikte, die niemandem nützen, am wenigsten dem betroffenen Patienten. Streit um Formulierung Im konkret entschiedenen Fall war ein Streit zwischen dem Ehemann und dem Sohn einer wachkomatösen Patientin entbrannt, ob eine Fortsetzung der künstlichen Ernährung dem Willen der Patientin entspreche. Aus der Patientenverfügung ergab sich einerseits, dass in bestimmten Behandlungssituationen nicht näher beschriebene „lebensverlängernde Maßnahmen“ unterbleiben sollten, andererseits, dass die Patientin „aktive Sterbehilfe“ ablehne. „Dieser Streit wäre vermieden worden, wenn die Patientenverfügung keinen Zweifel über den Willen der Patientin hätte aufkommen lassen“, erläutert Manuel Kahlisch. „Eine professionelle Beratung durch einen Notar bietet insoweit Gewähr für die Wirksamkeit und eindeutige Formulierung der Patientenverfügung.“

Altersmedizin ist nicht altmodisch In den Kliniken Erlabrunn kommt moderne Technik den Patienten zu Gute Teamleiterin Ramona Haustein, Assistenzärztin Claudia Heidler, Chefärztin Dipl.-Med. Katrin Scherf und Oberärztin MUDr. Lucia Hagarová (v. l.) schätzen die Arbeit mit moderner Technik. Foto: Mandy Knoch Seit Kurzem können Patienten der Kliniken Erlabrunn gGmbH in ihren Patientenzimmern ohne Mengenbegrenzung WLAN nutzen. Und auch aus der täglichen Arbeit der Ärzte und Mitarbeiter ist moderne Technik nicht mehr wegzudenken. „Ich nutze den Laptop für die tägliche Visite. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ich habe alle Befunde und Vorbefunde auf einen Blick zur Verfügung. Ich kann sofort Anforderungen, die sich während der Visite ergeben, in unser Kliniksystem eingeben“, erklärt Dipl.-Med. Katrin Scherf, Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation. Dem Patienten blieben so Doppeluntersuchungen erspart. „Es ist für uns eine enorme Zeitersparnis. Im persönlichen Arzt-Patientengespräch lassen wir uns von der Technik aber nicht ablenken. Der Laptop wird nicht mit ins Patientenzimmer genommen. Dort steht nur der Patient im Mittelpunkt“, betont die Medizinerin. Die Kliniken Erlabrunn gGmbH verfügt über 320 Betten in den Kliniken für Innere Medizin, Geriatrie und Frührehabilitation, Kardiologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Visceralchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. „Wir behandeln jährlich etwa KLINIK SPEZIAL 22. September 2017 5 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 10.600 stationäre und rund 19.000 ambulante Patienten“, sagt Mandy Knoch von der Kliniken Erlabrunn gGmbH. Das Krankenhaus mit seinen rund 600 Mitarbeitern biete ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen und lege größten Wert auf eine ganzheitliche Behandlung der Patienten. Intensivtagebuch soll Erinnerungslücken schließen Aufzeichnungen helfen Patienten beim Verstehen Zur Betreuung der Patienten der Intensivstation der Kliniken Erlabrunn gehört es auch, dass sie ein sogenanntes Intensivtagebuch bekommen. „Wir freuen uns, unseren Patienten der Intensivstation und deren Angehörigen dieses Tagebuch an die Hand geben zu können. Ziel des Intensivtagebuches ist es, den Patienten zu ermöglichen, die verlorene Zeit der Beatmung und des künstlichen Komas später zu verstehen“, erklärt Chefarzt Dr. med. Friedrich Nestler. Er betont, dass das Tagebuch keine Pflegedokumentation sei. Vielmehr könnten dort Angehörige, aber auch das Pflegepersonal, wichtige Dinge und Entwicklungsschritte des Patienten eintragen, so zum Beispiel den Moment, in dem der Patient das erste Mal die Augen geöffnet hat. „Das Intensivtagebuch bietet zudem auch Platz für ganz persönliche Gedanken der Angehörigen“, so der Chefarzt. Das Tagebuch werde mit der Einverständniserklärung der Angehörigen erstellt und unterliege dem persönlichen Datenschutz. Intensivschwester Sandra Pechstein, Chefarzt Dr. med. Friedrich Nestler und Pflegedienstleiterin Silvia Tschischka (v. l.) zeigen das Intensivtagebuch, das Patienten an die Hand bekommen. Foto: Carsten Wagner 3836694-10-1