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Kliniken 2017 | 09/2017

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6 KLINIK SPEZIAL

6 KLINIK SPEZIAL ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Wenn die Bauchspeicheldrüse Beschwerden verursacht Team der Pleißental-Klinik hat mit Pankreas-Behandlungen Erfahrungen Laser für mehr Lebensqualität 22. September 2017 Krankenhaus Hartmannsdorf setzt neue Methode ein Das Team der Pleißental-Klinik hat auf dem Gebiet der Behandlung der Bauchspeicheldrüse viel Erfahrung. Foto: Pleißentalklinik Seit bekannt wurde, dass Apple- Chef Steve Jobs an Pankreaskrebs litt, gelangten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse in den öffentlichen Fokus. Aber wie gefährlich sind die Erkrankungen wirklich? Und wie kann man sie behandeln? Die Bauchspeicheldrüse – medizinisch Pankreas genannt – sitzt quer im Oberbauch hinter dem Magen und erzeugt für die Verdauung notwendige Enzyme sowie neben anderen auch die Hormone Insulin und Glukagon zur Regulation des Blutzuckerspiegels. Die häufigsten Erkrankungen, deren Behandlung äußerst anspruchsvoll ist, sind die Pankreasentzündung und der Pankreaskrebs. „Etwa die Hälfte unserer Patienten in der Pleißental-Klinik Werdau, die an der Bauchspeicheldrüse behandelt werden, leidet unter einer Entzündung“, erklärt die Chefärztin der Fachabteilung Allgemein-, Viszeral- und Onkochirurgie, Prof. Dr. med. Elke Wagler. „Die Patienten haben starke Schmerzen im Oberbauch, die kommen und gehen. Manchmal leiden sie unter Übelkeit.“ In vielen Fällen könne eine Pankreasentzündung mit Schmerzmitteln behandelt werden und bildet sich wieder zurück. Bei einer chronischen Entzündung ist mitunter auch eine Operation notwendig, wie zum Beispiel die Entfernung eines Pankreasgangsteines, die Öffnung verengter Pankreasgänge oder die Entfernung zerstörten Gewebes. Prof. Dr. Wagler sagt, dass die Operation der Bauchspeicheldrüse nicht einfach sei, weil das Gewebe sehr weich ist und leicht reißt. Das Team aus spezialisierten Ärzten der Pleißental-Klinik hat auf dem Gebiet viel Erfahrung und behandelt diese Erkrankungen immer interdisziplinär mit den Gastroenterologen, Radiologen, Anästhesisten und Onkologen sowie natürlich in enger Kooperation mit niedergelassenen Ärzten, Ernährungsberatern und Pathologen. Eine Qualitätssicherungsstudie der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie, an der die Pleißental-Klinik Werdau seit 2013 teilnimmt, bescheinigt eine sehr gute Qualität auf diesem Gebiet. Der Therapieerfolg bei der Behandlung von Pankreaskarzinomen hängt unter anderem davon ab, wie rechtzeitig die Tumore entdeckt werden. Drückt der Tumor beispielsweise auf die Gallengänge, kann der Arzt anhand gelblich verfärbter Augen des Patienten eine frühzeitige Diagnose stellen. Ansonsten macht bösartiger Bauchspeicheldrüsenkrebs im Frühstadium meist keine Beschwerden und wird daher häufig erst spät erkannt. Dann kann man ihn oft nicht mehr heilen, sondern nur noch seine Ausbreitung verlangsamen. Günstiger ist die Prognose auch dann, wenn der Tumor wie bei Steve Jobs zufällig und frühzeitig bei einer anderen Untersuchung entdeckt wird. Bei sofortigem Behandlungsbeginn hat der Patient dann deutlich bessere Heilungschancen. Eine neue Lasermethode wird seit einem halben Jahr in der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie am Diakomed – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land gGmbH in Hartmannsdorf erfolgreich bei der Behandlung von Gefäßverengungen und -verschlüssen eingesetzt. „Die Behandlung der Blutgefäße zur Verbesserung der Durchblutung der Beine stellt eine Herausforderung dar“, sagt Dr. Rainer Fritzsche, Facharzt für Chirurgie und spezielle Gefäßchirurgie in der Hartmannsdorfer Klinik. Mit der Laser-Methode (Excimer-Gaslaser) könne man verschlossene Gefäße wiedereröffnen. Der gepulste Laser führt zu Zellvibrationen, die Zellen werden zerstört und die Zellflüssigkeit verdampft. „Der Vorteil besteht in der fast kompletten Entfernung des einengenden Materiales, während bei der herkömmlichen Ballonerweiterung das einengende Material lediglich in die Gefäßwand gedrückt wird“, so der Facharzt. Es stehen Sonden unterschiedlicher Stärken an den Oberschenkelgefäßen von 2,3 bis 0,9 Millimetern für die kleinen Unterschenkelgefäße zur Verfügung. Auch nach der Laserrekanalisation wird ein Ballon eingesetzt, die Aufdehnung des Gefäßes erfolgt anschließend auf den gewünschten Durchmesser. „Dieser Eingriff erfolgt ohne Hautschnitt. In das Blutgefäß wird ······································································· DR. RAINER FRITZSCHE Facharzt für Chirurgie, spezielle Gefäßchirurgie, endovaskuläre Chirurgie Foto: Diakomed ······································································· ein Röhrchen eingeführt, welches den Arbeitskanal während der Prozedur darstellt“, erklärt Fritzsche. Die neue Methode sei im Einklang mit den bekannten minimalinvasiven Methoden ein weiterer wichtiger Baustein für den Erhalt des Beines bei schweren Durchblutungsstörungen beziehungsweise die Verlängerung der Gehstrecke. Dies bedeute für den Patient eine Verbesserung der Lebensqualität. Das DIAKOMED – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land gGmbH zählt mit 230 Betten zu den kleineren Häusern der Grund- und Regelversorgung. Foto: Diakomed 3853654-10-1 3851798-10-1

Humangenetik: Hightech für die Gesundheit Spezialisten befassen sich zur Erkennung und Behandlung vererbbarer Erkrankungen mit DNA Für die Entstehung von schätzungsweise 9000 Krankheiten wird heute entweder eine genetische Ursache vermutet, oder sie wurde bereits nachgewiesen. Wertvoll für Vorsorge und Therapie Der Kenntnisstand und die Methoden zur Analyse genetischer Veränderungen entwickeln sich rasant. Trotzdem wird der Stellenwert der Humangenetik oft unterschätzt. Was wenige wissen: Genetische Veränderungen können für Erkrankungen aus fast allen medizinischen Fachbereichen relevant sein und zum Beispiel zu Krebs, Diabetes mellitus oder zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen. Das Spektrum der Fragestellungen ist groß. War ein nahes Familienmitglied erkrankt? Lässt sich die genaue Ursache eines Krankheitsbildes nicht finden? Besteht ein unerfüllter Kinderwunsch? Ist ein ungeborenes Kind von einem Gendefekt betroffen? Mit dem Wissen um die genetischen Veranlagungen kann sich die Vorsorge und Behandlung vieler Erkrankungen verbessern. Selbst die Wirkung von Medikamenten kann durch unsere Gene beeinflusst werden. Auf Basis einer genetischen Untersuchung kann dann eine Dosisanpassung oder der Wechsel auf ein anderes Medikament erfolgen. In der Region präsent KLINIK SPEZIAL 22. September 2017 7 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Laboruntersuchungen helfen, Krankheiten zu erkennen oder sogar zu vermeiden. Foto: adam121/fotolia.com Diese moderne und komplexe Hightech-Diagnostik wird vom Diagnosticum auch in der hiesigen Region durchgeführt. Seit dem 1. Juli ist das bio.logis Zentrum für Humangenetik Partner im Diagnosticum. Das 25-köpfige Team, bestehend aus Fachärzten und spezialisierten Wissenschaftlern sowie technischen Mitarbeitern, verfügt über viele Jahrzehnte Erfahrung in der genetischen Diagnostik und Beratung. Das Leistungsspektrum umfasst Chromosomen- und Molekulardiagnostik einschließlich neuester Sequenzierungs-Verfahren. So werden mit dem besonderen Service personal genomics services (PGS) 150 medizinisch relevante genetische Varianten mit Bedeutung für Prävention, Medikamentenwirkung und Kinderwunsch untersucht und die Ergebnisse in WIE LÄSST MAN EINE GENDIAGNOSE DURCHFÜHREN? Häufig kommt der Kontakt via Überweisung durch den behandelnden Arzt zustande. Patienten können sich aber auch direkt an das Diagnosticum wenden. Genetische Beratungen mit den Fachärzten sind nach Terminvereinbarung an allen Standorten des Diagnosticums oder auch online per Videokonferenz möglich. Die Kosten werden in der Regel erstattet. Genaue Informationen erhalten Interessenten im Vorfeld der Untersuchung. Alle humangenetischen Leistungen werden auch für kooperierende Kliniken erbracht. Weitere Informationen gibt es im Internet: –www.biologis.diagnosticum.eu einem Electronic Health Record Ärzten und Patienten zur Verfügung gestellt. „Unsere Fachärzte für Humangenetik beraten und begleiten Patienten und gesunde Ratsuchende zu genetischen Fragestellungen, übersetzen humangenetisches Expertenwissen für behandelnde Fachärzte und unterstützen mit Vorsorge- oder Therapieempfehlungen. Wichtig ist uns, den Menschen ihre genetischen Informationen zugänglich zu machen, damit diese sie für ihr Leben sinnvoll nutzen können. Unser Anspruch hierbei ist es, dass dies in medizinisch und ethisch verantwortungsvoller Weise erfolgt“, sagt die ärztliche Leiterin des bio.logis Zentrum für Humangenetik Prof. Dr. med. Daniela Steinberger. Ärzte klagen über Bürokratie Zu wenig Zeit für Patienten Mehr Zeit für Privatleben und Familie, Abbau von Bürokratie und mehr Personal – diese Forderungen stehen ganz oben auf der Liste angestellter Ärzte. Hohre Arbeitsdruck in den Krankenhäusern, die schlechte Personalsituation und die zunehmende Belastung durch Verwaltungstätigkeiten raubt den Ärzten Zeit, die sie für ihre eigentlichen Aufgaben benötigen. So erklären zwei Drittel der Krankenhausärzte im Monitor des Marburger Bundes (MB) 2017, dass ihnen für die Behandlung ihrer Patienten nicht ausreichend Zeit zur Verfügung steht. An der Online-Befragung von MB-Mitgliedern beteiligten sich 6200 angestellte Ärzte. Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) stuft die eigenen Arbeitsbedingungen als „mittelmäßig“ ein, 19 Prozent als „schlecht“ und 5 Prozent als „sehr schlecht“. 26 Prozent beurteilen sie als „gut“ und nur 4 Prozent als „sehr gut“. Jeder fünfte Befragte trägt sich mit dem Gedanken, die ärztliche Tätigkeit ganz aufzugeben. Die Gründe: hohe Arbeitsbelastung, ökonomischer Druck, Personaleinsparungen und ausufernde Bürokratie. Jeder vierte Arzt im Krankenhaus verbringt inzwischen mehr als drei Stunden pro Tag mit Verwaltungstätigkeiten, die über rein ärztliche Aufgaben hinausgehen. Der Abbau von Bürokratie hat für die meisten Ärzte hohe Priorität: Für 70 Prozent ist Entbürokratisierung „sehr wichtig“ oder „am wichtigsten“. „ Bürokratie erstickt die ärztliche Arbeit. Durch den grassierenden Kontrollund Dokumentationswahn wird ungeheuer viel ärztliche Arbeitskraft gebunden und wertvolle Arbeitszeit verschwendet“, sagt Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des MB. 3845623-10-1