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Kliniken 2017 | 09/2017

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Wertvolle Zeit nach Schlaganfall nutzen Schlaganfall-Patienten bekommen am Klinikum Zschopau neurologische Komplexbehandlung Der Schlaganfall ist ein häufiges akutes Krankheitsbild, das oft zu bleibender Behinderung und Pflegebedürftigkeit führt. Vordergründig sind ältere Personen betroffen, jedoch nicht ausschließlich. „Gerade vor dem Hintergrund einer immer mehr alternden Bevölkerung ist eine schnelle und zielgerichtete Therapie in einem multiprofessionellen Team aus Ärzten, Therapeuten und geschulten Pflegepersonal immer wichtiger“, weiß Dr. med. Axel Bauer, Facharzt für Neurologie am Klinikum Zschopau. Seit Juni werden dort Patienten mit Schlaganfallsymptomen im Rahmen einer neurologischen Komplexbehandlung behandelt. „Dabei steht neben der kontinuierlichen Überwachung auf unserer Intensivstation den Patienten mit akut aufgetretenen Schlaganfallsymptomen ein multidisziplinäres Behandlungskonzept zur Verfügung, in dem Betroffene bereits auf der Überwachungsstation eine Behandlung durch Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden erfahren und von intensivmedizinisch qualifizierten Pflegepersonal versorgt werden“, zählt der Mediziner auf. Dabei könnten frühzeitig die entstandenen neurologischen Defizite wie beispielsweise Halbseitenlähmung, Sprach- und Sprechstörungen sowie Schluckstörungen erkannt und therapiert werden. Somit werde wertvolle Zeit genutzt, um dem Patienten ein optimales Rehabilitationsergebnis zu gewährleisten. Ferner werde durch die Möglichkeit der Überwachung auf der Intensivstation sichergestellt, dass KLINIK SPEZIAL 22. September 2017 9 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Damit der Patient wieder durchatmen kann Erfahrung in der Behandlung der Nasenatmungsbehinderung am Kreiskrankenhaus Stollberg Eine mikroskopisch-endoskopische Operation der Nase und Nasennebenhöhlen. Foto: Kreiskrankenhaus Stollberg zeitnah auf Komplikationen, die bei einem akuten Schlaganfall auftreten können, reagiert wird. „Ebenfalls findet das bereits bei uns etablierte Konzept einer systemischen Lysetherapie Anwendung, um den akuten Verschluss eines Hirngefäßes durch ein Blutgerinnsel aufzulösen. Eine umfangreiche Diagnostik steht durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kliniken für Anästhesie und Intensivtherapie, Innere Medizin, Radiologie und den Neurologen des Hauses zur Verfügung.“ Neben der Akutversorgung von Schlaganfall-Patienten besteht außerdem die Möglichkeit, Patienten mit allen neurologischen Fragestellungen auch ambulant in einer neurologischen Ermächtigungssprechstunde vorzustellen. Hierfür Normalerweise atmen wir Menschen durch die Nase. Durch die Schleimhaut wird die Luft von Staub und anderen Fremdkörpern gereinigt, auf Körpertemperatur angewärmt und befeuchtet. Dies soll Bronchien und Lunge vor Erkrankungen schützen. Wird aber, etwa bei körperlicher Anstrengung, schnell viel Sauerstoff benötigt, erfolgt kurzzeitig die Mundatmung. Zum „Teilzeit-Mundatmer“ werden Betroffene jedoch auch, wenn sie durch eine funktionelle Störung durch die Nase nicht mehr ausreichend Luft bekommen. „Bevor eine Behandlung der Nasenatmungsbehinderung erfolgen kann, müssen die Ursachen gefunden werden. Die Diagnosemöglichkeiten unserer Klinik umfassen beispielsweise die Luftdurchgängigkeitsprüfung der Nase (Rhinomanometrie), endoskopische Untersuchungen, Allergietests, Riechtests und den Einsatz bildgebender Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder Computertomographie“, sagt Dr. med. Gregor Hilger, Chefarzt der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Kreiskrankenhaus Stollberg. Der Weg der Luft durch die Nase kann durch verschiedene Ursachen blockiert sein: eine angeborene oder durch einen Bruch entstandene Nasenscheidewandverkrümmung, anatomische Formfehler des Nasengerüsts oder auch durch Nasenpolypen – gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut als Folge einer chronischen Entzündung. Bei einer häufig wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündung sind die Verbindungsgänge zwischen Nase und Nebenhöhlen sehr eng und werden durch die Schleimhautschwellung bei einem Infekt dann oft ganz blockiert. „Eine Behandlung der akuten Nebenhöhlenentzündung durch pflegende Maßnahmen, entzündungshemmende Nasensprays und gegebenenfalls Antibiotika ist unabdingbar. Bei Bedarf kann eine Operation der Nasennebenhöhlen, bei der die anatomischen Engstellen erweitert werden, dieses Krankheitsbild wirksam behandeln“, weiß der Chefarzt. Behindern dauerhaft vergrößerte Nasenmuscheln (Nasenmuschelhyperplasie) die Nasenatmung, könne auch eine chronische Entzündung oder Allergie vorliegen. „Die schleimhautüberzogenen Schwellkörper in der Nase, die zur Anwärmung und Befeuchtung der Atemluft dienen, sind hier ständig verdickt“, erklärt der Mediziner. Eine Abschwellung könne meist durch kortisonhaltige Nasensprays und eine Behandlung der Allergie erreicht werden. Selten komme eine operative Verkleinerung oder Verödung durch Laser in Betracht. Bei Kindern kann eine vergrößerte Rachenmandel (im Volksmund „Polypen“) eine Nasenatmungsbehinderung, aber auch häufige Infekte und Schlafstörungen verursachen. „Eine operative Entfernung der Rachenmandel ist oft sehr hilfreich“, so Dr. med. Gregor Hilger. Eine behinderte Nasenatmung kann also ganz verschiedene Ursachen haben. „Ein erfahrener Facharzt für HNO-Heilkunde muss die Beschwerden und Befunde beurteilen, um mit dem Patienten eine sinnvolle und individuelle Behandlung einleiten zu können. In der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Kreiskrankenhaus Stollberg deckt ein eingespieltes Team von Ärzten, Pflegepersonal, Audiometrieassistenten, Logopäden und medizinisch-technischen Assistenten das gesamte Behandlungsspektrum sowohl der Nase und Nasennebenhöhlen als auch der weiteren Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ab“, betont der Experte. steht Dr. med. Axel Bauer das Spektrum der elektrophysiologischen Diagnostik (beispielsweise die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und EEG) sowie die Duplexsonografie der hirnversorgenden Gefäße und weiterführende endoskopische Untersuchungen bei neurogenen Schluckstörungen zur Verfügung. Das Klinikum Zschopau legt hierbei besonderen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausund Fachärzten. SPRECHSTUNDE Eine neurologische Ermächtigungssprechstunde bei Dr. med. Axel Bauer findet mittwochs und donnerstags von 13 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung statt. Krebs im Fokus der Ärzte Erzgebirgsklinikum mit breitem Behandlungsspektrum ······································································· DR. MED. RONNY FREY Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II Foto: Dirk Rueckschloss ······································································· Seit Jahren werden im Erzgebirgsklinikum Annaberg Patienten mit Krebserkrankungen behandelt. Mit Erlangung der Schwerpunktbezeichnung Hämatologie und internistische Onkologie durch Dr. med. Ronny Frey und der Einrichtung einer Ermächtigungsambulanz wurde das Behandlungsspektrum erweitert. Dies betrifft auch Chemotherapien: „Während anfänglich Infusionsbeutel erst auf Station zur Anwendung vorbereitet wurden, werden die Zytostatika heute in Reinräumen der Apotheke hergestellt und auf Station verabreicht“, erklärt Dr. med. Ronny Frey. Das Behandlungsspektrum des Klinikums umfasst nahezu alle „soliden“ Tumore, aber auch einen Großteil der hämatologischen Erkrankungen (Blutkrebs). „Während ein Teil der Patienten mittels Blutbildkontrolle überwacht werden muss, sind bei anderen Patienten Chemotherapien notwendig, um die Erkrankung unter Kontrolle zu halten“, so der Mediziner. Gefürchtete Nebenwirkungen wie Übelkeit treten dank der Entdeckung neuer Medikamente nahezu nicht mehr auf. „Zusätzlich kann die Dosis an das Befinden des Patienten angepasst werden“, weiß der Experte. Unter einer Chemotherapie sei das Infektionsrisiko stets etwas erhöht, da auch Abwehrzellen durch die Behandlung abgetötet werden. Generell werde eine Chemotherapie aber nur durchgeführt, wenn der Zustand des Patienten und Laborwerte das erlauben. Die Immuntherapie ist die Fortentwicklung der Chemotherapie. „Es wurden bei vielen Tumorarten Antikörper gegen Zielstrukturen in der Tumorzelle entwickelt. Durch die Behandlung mit diesen Antikörpern konnten phänomenale Ergebnisse bei vielen Tumorarten erreicht werden“, so Dr. med. Frey. 120 Patienten werden pro Jahr mit Chemotherapie im Erzgebirgsklinikum behandelt. Eine Software wird ab Oktober die Tumordokumentation und Beratungen erleichtern.