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Lebensadern - August 2019

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10 LEBENSADERN Flüsse

10 LEBENSADERN Flüsse bleiben weiterhin die Lebensadern der Region Experte Eckehard Bielitz beobachtet niedrige Pegelstände an zahlreichen Flüssen – Versorgungssicherheit hat Priorität 30. August 2019 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Sachsens Flüsse sind seit Jahrtausenden wichtige Lebensadern für die Menschen im Freistaat. Wer heute wissen will, wie es den Flüssen geht, kann zum Beispiel auf der Homepage des Landeshochwasserzentrums einen Blick auf die aktuellen Pegelstände werfen. Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe war dort fast kein Fluss im grünen Bereich, die große Mehrheit führte Niedrigwasser. Immerhin: „Die Wasserstände sind nicht so niedrig wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres“, sagt Eckehard Bielitz, Fachbereichsleiter Wasserwirtschaft bei der Landestalsperrenverwaltung. Um allerdings zu ergründen, ob wir uns in einer besonders trockenen Zeit befinden, muss man tiefer in die Statistiken tauchen und die lassen viel Spielraum für eigene Interpretationen. Zwar waren die Sommer in diesem und im vergangenen Jahr besonders trocken, von einer Trockenperiode könne man aber nicht sprechen, weil die Winter sehr viel ······································································· ECKEHARD BIELITZ Fachbereichsleiter Wasserwirtschaft bei der Landestalsperrenverwaltung Foto: Landestalsperrenverwaltung/Jan Gutzeit ······································································· Niederschlag gebracht hätten. „Deshalb sind wir auch mit komplett gefüllten Talsperren in das Jahr 2019 gestartet“, sagt der 46-Jährige. Trockenperioden habe es auch schon früher gegeben, ganz besonders ausgeprägt in den Jahren 1962 bis 1964. Der geringe Niederschlag im vergangenem und in diesem Jahr führt aber bereits dazu, dass nach Angaben des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie 88 Prozent der ausgewerteten 146 Messstellen den monatstypischen Grundwasserstand um durchschnittlich 51 Zentimeter unterschreiten. Wasser sparen ist deshalb angezeigt. Die Talsperre Eibenstock im Erzgebirge ist die größte Trinkwassertalsperre in Sachsen. Foto: Daniel Unger/Archiv Eckehard Bielitz und seine Kollegen in der Landestalsperrenverwaltung umtreibt aber noch eine ganz andere Frage: Wie können wir die ständig steigende Nachfrage nach Wasser im Raum Dresden befriedigen? Der Großraum Dresden und Freital bekommt sein Wasser aus SERVICE Die Landestalsperrenverwaltung ist verantwortlich für 84 Stauanlagen mit etwa 685 Millionen Kubikmetern Gesamtstauraum. Dazu gehören 53 Talsperren, 24 Hochwasserrückhaltebecken und sieben Polder und Speicherbecken. Rund 40 Prozent des sächsischen Trinkwassers kommt in Sachsen aus Talsperren – in der Region Chemnitz sind es sogar 75 Prozent. Jedes Jahr kann die Landestalsperrenverwaltung 360 Millionen Kubikmeter Wasser zur Trinkwasser- und Brauchwasserversorgung zur Verfügung stellen. den Talsperren Klingenberg und Lehnmühle. Bevölkerungswachstum und Industrieansiedlungen in der Landeshauptstadt sorgen für einen ständig steigende Bedarf an kostbaren Nass, während die Abnahme im Erzgebirge seit Jahren stagniert. Damit es bei wenig Niederschlag nicht zu Engpässen kommt, sind viele der Stauanlagen durch Leitungssysteme miteinander verbunden. So kann das Wasser immer dahin geleitet werden, wo es gebraucht wird. Anhaltende Trockenzeiten von bis zu drei Jahren können so überbrückt werden. ANZEIGE 4020953-10-1

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