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Lebensadern - August 2019

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8 LEBENSADERN 30.

8 LEBENSADERN 30. August 2019 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Der Wald als letzte Ruhestätte Drei Waldfriedhöfe ermöglichen in der Region alternative Form der Bestattung ANZEIGE Alternative Bestattungen in einem Wald sind in der Region auf drei Waldfriedhöfen möglich: auf dem Waldfriedhof Erzgebirge in Lauter- Bernsbach, dem Waldfriedhof Schönburger Land in der Gemeinde Callenberg und auf dem Waldfriedhof Zwickauer Land in der Gemeinde Mülsen. Diese Friedhöfe sind einige der wenigen privat verwalteten und familiengeführten Waldfriedhöfe in Deutschland. Der Waldfriedhof Erzgebirge wurde erst im Mai eröffnet. „Das seit dem ersten Tag bestehende, hohe Interesse an unserem Waldfriedhof im Erzgebirge hat uns sehr überrascht. Wöchentlich führen wir seit Mai jeden Donnerstag bis zu 20 Interessierte auf und über den Waldfriedhof Erzgebirge. Viele Menschen kommen von weit über die Stadtgrenzen hinaus aus dem ganzen Erzgebirge“, sagt Inhaber Franz Freiherr von Rotenhan. Lichtdurchflutete Bäume, eine Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten von Bäumen: Wer sich seine letzte Ruhestätte so vorstellt, kann bei Führungen nähere Informationen bekommen. Foto: Waldfriedhof Sachsen schwache Brise Wind, das Rauschen der Blätter im Hintergrund, Wälder umrundet von weiten Feldern und Wiesen – das bieten die drei Waldfriedhöfe. Vollkommene Ruhe und Abgeschiedenheit in Mitten von ehrwürdigen Bäumen sind ideale Voraussetzungen für eine naturnahe Beisetzung. Als Begräbnisstätten können Gemeinschaftsgrabstellen oder Partner- und Familiengrabstätten ausgewählt werden. Entsprechend der Grabstätte können Laufzeiten für eine Dauer von 20 bis zu 40 Jahren gewählt werden. Eine dezente Namenstafel mit Geburts- und Sterbedatum kennzeichnet die jeweilige Grabstelle. Der Waldfriedhof Schönburger Land befindet sich im Ortsteil Falken der Gemeinde Callenberg, 30 Autominuten westlich von Chemnitz und 25 Kilometer nordöstlich von Zwickau. Der Waldfriedhof Zwickauer Land liegt im Ortsteil Neuschönburg der Gemeinde Mülsen, 20 Autominuten östlich von Zwickau und etwa 30 Kilometer südwestlich von Chemnitz. Von den Parkplätzen aus ist der Bestattungswald mit dem zentralen Andachtsplatz zu Fuß zu erreichen. Der Waldfriedhof Erzgebirge im Ortsteil Oberpfannenstiel der Stadt Lauter-Bernsbach befindet sich fünf Autominuten östlich von Aue und etwa eine halbe Stunde südlich von Chemnitz. Vom Parkplatz geht es fußläufig auf den Waldfriedhof Erzgebirge zum nahegelegenen Andachtsplatz. Von dort erstreckt sich die Waldfläche entlang einer Lärchen-Allee. Immer lassen sich Blicke in die Ferne auf das Erzgebirge erhaschen. SERVICE Kostenlose Führungen finden – jeweils um 10 Uhr – dienstags auf dem Waldfriedhof Schönburger Land, mittwochs auf dem Waldfriedhof Zwickauer Land und donnerstags auf dem Waldfriedhof Erzgebirge statt sowie hin und wieder auch an Samstagen 10 Uhr oder 14 Uhr. Weiterführende Informationen zu den Führungen und über die drei Standorte gibt es im Internet. Gerne können Interessierte ihre Fragen auch telefonisch oder per E-Mail stellen. www.waldfriedhof-sachsen.de info@waldfriedhof-sachsen.de 4021213-10-1 4025024-10-1

LEBENSADERN 30. August 2019 9 ···················································································································································································································································································································································································· SONDERAUSGABE Forschung für die Zukunft der Mobilität TU Chemnitz und Technologieunternehmen arbeiten in hochmodernen Labor zusammen Wie könnte eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternative zum Verbrennungsmotor aussehen? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler auf der ganzen Welt und die Technische Universität Chemnitz spielt bei diesem Thema ganz vorne mit. Erst im Juli wurde ein Labor für Brennstoffzellentechnologie eröffnet, dessen Prüfstand nach Angaben von TU-Rektor Gerd Strohmeier im universitären Bereich europaweit seinesgleichen sucht. „Herz der neuen Anlage ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. Zukünftig besteht außerdem die Option, den Prüfstand bis auf 300 kW umzurüsten. Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt“, sagte Thomas von Unwerth, Inhaber der Professur Alternative Fahrzeugantriebe an der TU Chemnitz, bei der Einweihung des Labors. Peter Schwotzer-Uhlig, Techniker an der Professur Alternative Fahrzeugantriebe der TU Chemnitz, bei der Installation der Sensorik an einem Brennstoffzellen-System Foto: Jacob Müller/TU Chemnitz Elektroantriebe mit Brennstoffzelle werden als wichtige Option vor allem für größere Fahrzeuge und Nutzfahrzeuge mit hoher Reichweite erwartet. Um die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle unter verschiedenen Bedingungen zu testen, ist der neue Prüfstand in der Lage, wechselnde Umweltbedingungen und Auslastungen zu simulieren, was für die Einschätzung der Leistungsfähigkeit einer Wasserstoffbrennstoffzelle essenziell ist. Die Tests erfolgen bei verschiedenen Temperaturen, Druckverhältnissen und Luftfeuchtigkeiten sowie mit Simulation verschiedener Belastungen, wie Fahrten im Gebirge oder mit zusätzlichem Gewicht. Erste Messaufgaben innerhalb von Forschungsprojekten rund um innovative Werkstoffe für Brennstoffzellen laufen bereits und schaffen Grundlagen für die Serienfertigung von besonders effizienten und wirtschaftlichen Bauteilen und Komponenten. Innerhalb einer strategischen Kooperation ist das Technologieunternehmen Continental mit im Boot. „Brennstoffzellen auf Basis von Wasserstoff haben das Potenzial, ein wichtiger Teil des künftigen Mobilitäts-Mix zu werden. Deshalb intensivieren wir die Forschung und Entwicklung auf diesem Feld“, sagt Stephan Rebhan, Leiter Technologie & Innovation bei Continental, Bereich Powertrain. Und er fügt hinzu: „Mit der TU Chemnitz haben wir einen hervorragenden Partner für die Erprobung von Werkstoffen, Komponenten und ganzen Brennstoffzellensystemen gewonnen. Diese Kooperation setzt eine lange Reihe erfolgreiches Zusammenarbeiten mit technischen Hochschulen fort, die bei Continental Tradition hat“, so Stephan Rebhan weiter. Brennstoffzellenantriebe haben heute noch mit dem Thema Kosten zu kämpfen. Deshalb widmet sich eines der ersten beiden Continental-Projekte im Brennstoffzellenlabor der Entwicklung neuer sogenannter Bipolarplatten. Diese metallischen Platten sind ein zentraler Teil des Brennstoffzellenstapels (Stack). Sie verteilen die Gase und leiten den bei ihrer Reaktion entstehenden Strom ab. „Ziel des Projektes ist die Vorbereitung einer Großserienfertigung neuer Bipolarplatten mit höherer Energiedichte, die kleinere Abmessungen und wirtschaftlichere Systeme ermöglichen“, erläutert Rebhan. Außerdem werden in einem zweiten Projekt Steuergeräte und Steuer-Algorithmen für den effizienten Betrieb von Brennstoffzellen entwickelt. ANZEIGE 4016820-10-1