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mach was! - September 2020

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Fortsetzung von Seite 32

Fortsetzung von Seite 32 mach was ! BERUFE IM PORTRÄT FRÜHE BILDUNG Das Ansteckungsrisiko sollte gesenkt werden. Eine Maßnahme dafür: Die Kitas wurden geschlossen. Plötzlich standen berufstätige Eltern vor einem Problem: Wer kümmert sich um unsere Kinder, während wir arbeiten? Viele Kinder waren traurig, dass sie ihre Erzieher und Kitafreunde nicht sehen konnten. Durch die öffentliche Diskussion darüber wurde vielen Leuten erst klar, wie wichtig frühkindliche Bildung für das Funktionieren unserer Gesellschaft ist. „Gerade die Beschäftigten in den Sektoren Soziales, Gesundheit und Bildung erfüllen in der Corona krise [...] eine enorm wichtige Rolle. Ihre Branchen leisten auch einen erheblichen Beitrag zur Stabilität und Krisenfestigkeit unserer Volkswirtschaft“, so Dr. Oliver Ehrentraut, Chefvolkswirt und Direktor des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos AG. Das sehen offensichtlich auch viele Jugendliche so. In einer Umfrage des Bundesfamilienministeriums unter 14- bis 20-Jährigen gaben 24 Prozent, also fast ein Viertel, an: Ich kann mir vorstellen, in der frühen Bildung zu arbeiten. Frühe Bildung umfasst die pädagogische Arbeit mit Kindern von der Geburt bis ins Vorschulalter. 75 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Arbeit in diesem Bereich anspruchsvoll ist, 72 Prozent halten sie für abwechslungsreich. Für die Arbeit in der frühen Bildung musst du eine Ausbildung zum/*r Sozialassistent*in oder zum/*r Erzieher*in absolvieren oder ein Sozialpädagogikstudium abschließen. PFLEGE Müde Gesichter, Abdrücke vom langen Tragen der Schutzausrüstung, mitfühlende Gesichter, weil Patienten keinen Besuch empfangen durften. Noch nie wurde in Deutschland so stark wahrgenommen, wie anstrengend Pflegeberufe sind – und mit wie viel Verantwortung verbunden. Von April bis Juni 2020 hat das Bundesfamilienministerium – ebenfalls unter 14- bis 20-Jährigen – eine Studie zur Beliebtheit von Pflegeberufen durchgeführt. Das Ergebnis: 21 Prozent können sich vorstellen, in der Pflege zu arbeiten. „Die Corona krise hat die Bedeutung der Pflege für die Gesundheitsversorgung unmittelbar bewusst gemacht. Die Bedeutsamkeit von Pflege für den Gesundheitsstatus der Bevölkerung ist aber nicht nur in Krisenzeiten, sondern grundsätzlich eminent“, sagt Prof. Renate Stemmer, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V.. Berufe in der Pflege sind Pflegefachkraft und Krankenpflegehelfer*in. In der Umfrage gaben 61 Prozent der Befragten an, dass die Arbeit in der Pflege abwechslungsreich ist, 76 Prozent finden sie anspruchsvoll. POLIZEI Sie fuhren Streife durch die Ortschaften, um zu kontrollieren, ob Abstandsregeln und Ausgangsbeschränkungen eingehalten wurden. Sie sorgten für Sicherheit und die Einhaltung von Hygieneregeln bei Demonstrationen gegen Covid-Schutzmaßnahmen und beendeten illegale Partys. Mitten in diesem Trubel wird darüber diskutiert, ob die Polizei ein Problem mit strukturellem Rassismus hat. Haben die letzten Monate dem Ruf der Polizei geschadet? Eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag der Fernsehsendung Report München zeigt: nein. 20 Prozent der Deutschen haben sehr großes Vertrauen, 62 Prozent großes. Wenig Vertrauen haben 15 Prozent, gar keins zwei Prozent. In dieser Studie schneidet die Polizei somit ein wenig besser ab als bei einer Infratest- Dimap-Umfrage von Ende 2018. 36 Fortsetzung auf Seite 38